Geändert am: 26.03.2026 21:19:53

Dow schließt schwächer -- ATX und DAX gehen mit Verlusten in den Feierabend -- Asiens Börsen schlussendlich schwächer

AUSTRIA

Am Donnerstag ging es am Wiener Aktienmarkt abwärts.

Der ATX hat die Sitzung kaum verändert begonnen, geriet im Verlauf aber teils deutlich unter die Räder. Letztlich verabschiedete er sich mit einem Abschlag von 0,70 Prozent bei 5.366,90 Punkten in den Feierabend.

Der Handelstag an der Wiener Börse wurde am Donnerstag von den Bären dominiert. Die Ölpreise legten zudem wieder merklich zu und schürten damit wieder Inflations- und Konjunktursorgen.

Die Schlagzeilen zum Nahost-Krieg beeinflussen die Finanzmärkte und sorgen für ein Wechselbad der Gefühle, schrieben die Helaba-Analysten. "Mal gibt es Phasen der Hoffnung und Zuversicht, mal Zeiten der Ernüchterung und Sorgen. Eines lässt sich schon jetzt sagen: Die Volatilität und Unsicherheit bleiben auch in den kommenden Tagen und Wochen erhöht", formulierten die Experten weiter.

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt ergriffen am Donnerstag die Flucht.

So notierte der DAX zur Startglocke bereits tiefer und verharrte im Verlauf auf rotem Terrain. Sein Schlussstand: 22.612,97 Punkte (-1,50%).

Nach der jüngsten Stabilisierung ging es am Donnerstag wieder abwärts. Der Ölpreis der Nordseesorte Brent, der am Mittwochmorgen noch unter 100 Dollar gerutscht war, lag mit rund 108 Dollar wieder deutlich über dieser Marke. Während des Iran-Kriegs ist er der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.

"Ohne greifbare Ergebnisse schenken die Börsianer der Diplomatie keinen Glauben", kommentierte Stephan Innes von SPI Asset Management. Die Energiekosten seien nicht mehr bloß eine Gefahr, sie kämen in der Wirtschaft inzwischen immer stärker belastend an. Auch die Verbraucherstimmung leidet, wie aktuelle Prognosen der Konsumforschungsinstitute GfK und NIM zeigen.

Aktuell pendelt der Nahost-Krieg weiter zwischen Drohkulisse und Diplomatie. Die US-Regierung hat dem Iran mit noch härteren Angriffen gedroht, sollte die Führung des Landes nicht nachgeben.

WALL STREET

Nach den gestrigen Gewinnen dominierten wieder die Bären an der Wall Street.

Der Dow Jones baute seinen anfänglichen Verlust aus und schloss 1,01 Prozent leichter bei 45.960,11 Punkten.
Auch der NASDAQ Composite fiel nach einem negativen Start im weiteren Verlauf noch tiefer ins Minus. Er beendete die Sitzung 2,8 Prozent schwächer bei 21.408,08 Stellen.

Mangels Anzeichen für Fortschritte bei den Bemühungen, den Krieg im Iran zu beenden, hat sich am Donnerstag an der Wall Street nach dem Hoffnungsschimmer zuvor Ernüchterung breitgemacht. Marktteilnehmer sprachen von Hoffen und Bangen, je nach aktueller Nachrichtenlage im Nahen Osten. Rückschlägen folgten Tagesgewinne und dann wieder Rückschläge. Der Markt bleibe in Alarmbereitschaft.

Dazu kamen wieder deutlich höhere Ölpreise und steigende Marktzinsen als Belastungsfaktor. Während US-Präsident Trump nicht müde wird zu behaupten, der Iran bitte um einen Deal zur Beendigung des Krieges, berichteten iranische Medien, dass neben der Straße von Hormus auch die Meerenge Bab al-Mandeb blockiert werden könnte. Das trieb die Ölpreise nach oben und schürte wieder Inflations- und damit auch Zinserhöhungssorgen. Die OECD hob ihre Inflationsprognose für die USA von 3,0 auf 4,2 Prozent an und erklärte, die Weltwirtschaft dürfte einen erheblichen Rückschlag erleiden, falls die Energiepreise über längere Zeit hoch blieben.

ASIEN

Die Börsen in Fernost präsentierten sich am Donnerstag mit Abschlägen.

In Tokio zeigte sich der Nikkei 225 letztlich 0,27 Prozent tiefer bei 53.603,65 Zählern.

Auf dem chinesischen Festland präsentierte sich der Shanghai Composite derweil 1,09 Prozent schwächer bei 3.889,08 Indexpunkten.

In Hongkong bewegte sich der Hang Seng schließlich 1,89 Prozent im Minus bei 24.856,43 Punkten.

Nach den jüngsten Aufschlägen ging es an den asiatischen Aktienmärkten am Donnerstag wieder nach unten. Es bestimmen weiterhin die Schlagzeilen rund um den Iran-Krieg das Sentiment. Hatten zuletzt Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Konflikts die Märkte nach oben getragen, kehrte nun wieder Ernüchterung ein. Das Weisse Haus hat dem Iran mit weiteren Angriffen für den Fall gedroht, dass Teheran nicht auf das Friedensangebot der USA eingehe. Der Iran hat den 15-Punkteplan aus Washington abgelehnt.

Hinter verschlossenen Türen zeigt sich der Iran in Sachen Friedensverhandlungen mit den USA allerdings wohl weniger unnachgiebig als in der Öffentlichkeit. Das berichten sowohl arabische Vermittler und auch andere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das mache Hoffnung, dass die diplomatische Initiative, die sie anstossen wollten, nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt sei, so die Vermittler. Allerdings seien die Erfolgsaussichten gering, da der Iran und die USA Maximalforderungen stellten, die für die jeweils andere Seite inakzeptabel seien.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Datum Unternehmen/Event
26.03.26 22nd Century Group Inc Registered shs / Quartalszahlen
26.03.26 Acotec Scientific Holdings Limited Registered Shs Unitary Reg S-144A / Quartalszahlen
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26.03.26 BoE's Breeden speech
26.03.26 German Buba Monthly Report
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26.03.26 SARB Interest Rate Decision
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26.03.26 Auktion 4-wöchiger Treasury Bills
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26.03.26 BoE-Mitglied Taylor spricht
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26.03.26 Fed-Mitglied Miran Rede

Rohstoffe in diesem Artikel

Aluminiumpreis 3 652,10 31,85 0,88
Baumwolle 0,76 0,01 0,79
Bleipreis 1 917,50 -7,50 -0,39
Dieselpreis Benzin 2,23 -0,05 -2,37
EEX Strompreis Phelix DE 95,12 1,67 1,79
Erdgaspreis - Natural Gas 2,65 0,04 1,42
Ethanolpreis 2,16 0,00 0,05
Goldpreis 4 788,59 -2,56 -0,05
Haferpreis 3,46 0,07
Heizölpreis 101,18 2,11 2,13
Holzpreis 584,00 3,00 0,52
Kaffeepreis 2,96 -0,08 -2,56
Kakaopreis 2 496,00 -41,00 -1,62
Kohlepreis 102,95 -0,20 -0,19
Kupferpreis 13 180,00 25,00 0,19
Lebendrindpreis 2,50 -0,02 -0,93
Mageres Schwein Preis 0,94 0,03 3,80
Maispreis 4,49 -0,06
Mastrindpreis 3,73 -0,11
Milchpreis 16,86 -0,11 -0,65
Naphthapreis (European) 915,43 15,56 1,73
Nickelpreis 18 070,00 -5,00 -0,03
Orangensaftpreis 1,76 -0,09 -4,60
Palladiumpreis 1 577,50 -
Palmölpreis 4 443,00 63,00 1,44
Platinpreis 2 109,00 -13,50 -0,64
Rapspreis 503,75 3,00 0,60
Reispreis 10,83 0,01 0,05
Silberpreis 78,43 -0,66 -0,83
Sojabohnenmehlpreis 332,50 -1,90 -0,57
Sojabohnenpreis 11,62 -0,02
Sojabohnenölpreis 0,69 0,16
Super Benzin 2,08 -0,02 -1,05
Weizenpreis 194,50 -1,75 -0,89
Zinkpreis 3 415,00 53,00 1,58
Zinnpreis 49 700,00 -255,00 -0,51
Zuckerpreis 0,14 1,11
Ölpreis (Brent) 98,31 3,44 3,63
Ölpreis (WTI) 94,69 3,40 3,72

Indizes in diesem Artikel

DAX 24 154,47 0,36%
Dow Jones 48 578,72 0,24%
NASDAQ Comp. 24 102,70 0,36%
S&P 500 7 041,28 0,26%
NIKKEI 225 59 518,34 2,38%
Hang Seng 26 394,26 1,72%
ATX 5 865,47 -0,28%
Shanghai Composite 4 055,55 0,70%