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Geändert am: 26.06.2026 22:38:18

US-Börsen schließen nahezu unverändert -- Apple bringt erneute KI-Sorgen: ATX verabschiedet sich mit Verlusten ins Wochenende -- DAX schließt in Rot -- Börsen in Asien letztlich schwächer

AUSTRIA

Nach dem Stabilisierungsversuch am Vortag geriet der heimische Leitindex am Freitag schon wieder unter Abgabedruck.

Der ATX startete etwas tiefer in den Freitagshandel. Auch im weiteren Verlauf dominierten rote Vorzeichen das Bild. Letztlich verlor das Börsenbarometer 1,27 Prozent auf 6.406,17 Punkte und rückte damit weiter von seinem zu Wochenbeginn erreichten Rekordhoch ab.

Schwache Vorgaben lieferten die asiatischen Börsen, wo die Investoren wegen neu aufgeflammter Sorgen vor hohen Bewertungen bei KI-Aktien Gewinne mitnahmen. Der jüngste Ausverkauf im Chipsektor sei in erster Linie auf Positionsanpassungen und weniger auf fundamentale Faktoren zurückzuführen, schrieb Christian Stocker, Aktienstratege bei der UniCredit. Die jüngste Volatilität spiegle demnach eine Bewertungsprüfung, Gewinnmitnahmen und eine von Kapitalflüssen getriebene Positionierung vor dem Hintergrund steigender Zinsen wider.

Für Belastung habe auch die Bekanntgabe von Apple gesorgt, wegen der gestiegenen Kosten bei Speicherchips bei einigen Produkten die Preise anzuheben, schrieben die Marktstrategen der Deutschen Bank. Dies habe die allgemeinen Befürchtungen geschürt, dass KI-Rechenzentren inflationären Druck erzeugen würden.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt rutschte am letzten Handelstag der Woche ab.

Der DAX gab bereits zum Handelsauftakt nach und rutschte im Verlauf tiefer in die Verlustzone. Er beendete den Handel 1,29 Prozent tiefer bei 24.671,22 Zählern.

Hohen Kursverlusten an den Börsen Asien konnte sich am Freitag auch der deutsche Aktienmarkt nicht entziehen. Die Vortagserholung im Technologiesektor, die von gefeierten Resultaten des US-Konzern Micron getrieben war, erwies sich als Strohfeuer. In Asien hatten die Anleger am Freitag direkt wieder Gewinne mitgenommen. Die Bedenken angesichts hoher Bewertungen rund um Künstliche Intelligenz seien zurück, schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Hinzu komme die Sorge vor einer Knappheit von Speicherchips. "Die Stimmung ist gerade dabei, sich zu drehen. Anlegerinnen und Anleger werden generell vorsichtiger. Die Risikoaversion nimmt zu."

WALL STREET

An den US-Börsen hielten sich die Anleger am Freitag zurück.

So tendierte der Dow Jones Industrial in engen Bahnen und verlor zum Handelsschluss 0,09 Prozent auf 51.876,11 Punkte.
Auch der Techwerteindex NASDAQ Composite wies rote Vorzeichen auf und ermäßigte sich um 0,24 Prozent auf 25.297,62 Zähler.

Nach der Erholung am Vortag sind US-Technologiewerte zum Wochenschluss wieder unter Druck geraten. Marktbeobachter verwiesen am Freitag auf zunehmende Zweifel der Anleger, ob die Konsumenten die anstehenden Preisanhebungsrunden bei den Technologiekonzernen noch in der Masse mittragen werden. Börsianer sprachen zudem von einer gewissen Rotation weg von Chipherstellern hin zu einer breiteren Kategorie von Unternehmen, deren Wachstumsaussichten sich derzeit verbesserten. Standardwerte gaben denn auch nur geringfügig nach.

Anleger machten bei solchen Aktien Kasse, deren Kurse zuvor im Zuge der Hoffnung auf hohe Gewinne mit Künstlicher Intelligenz in die Höhe geschnellt waren.

ASIEN

Die Börsen in Asien sackten am letzten Handelstag der Woche kräftig ab.

In Tokio verlor der Nikkei 225 massive 4,15 Prozent und ging bei 69.360,88 Zählern in den Feierabend.

Auf dem chinesischen Festland rutschte daneben der Shanghai Composite kräftige 2,26 Prozent auf 4.027,27 Zähler ab.

In Hongkong fiel der Hang Seng 1,76 Prozent auf 22.671,86 Indexpunkte.

Die asiatischen Aktienmärkte verzeichneten am Freitag deutliche Kursverluste, allen voran in Südkorea und Japan, da Investoren nach der jüngsten Technologie-Rally Gewinne mitnahmen. Auslöser für die Sorgen am Markt war der US-Tech-Riese Apple, der durch Preiserhöhungen bei Macs und iPads versucht, die steigenden Chip- und Speicherkosten abzufedern, was am Markt neue Bedenken hinsichtlich der Rentabilität und der hohen Bewertungen im Bereich der künstlichen Intelligenz schürte. Diese Schwäche in Asien folgte auf verhaltene Vorgaben von der US-Börse, wo Techwerte - die eigentlich von den optimistischen Quartalszahlen des Halbleiterherstellers Micron Technology angetrieben worden waren - ihre Gewinne nicht halten konnten, nachdem die Apple-Aktie um mehr als sechs Prozent eingebrochen war.

Auch in Tokio trübte sich die Stimmung weiter ein, nachdem ein Medienbericht über eine mögliche Verschiebung des Börsengangs von OpenAI für zusätzliche Verkaufsbereitschaft sorgte. Die Nachricht belastete insbesondere die Aktien des Technologieinvestors SoftBank, der stark auf das KI-Unternehmen setzt.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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