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Geändert am: 26.06.2026 10:26:18
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Apple bringt erneute KI-Sorgen: ATX deutlich tiefer -- DAX fährt Verluste ein -- Börsen in Asien deutlich unter Druck
AUSTRIA
Die Wiener Börse startet in Rot.
Der ATX startete bei 6.478,61 Punkten und damit 0,15 Prozent tiefer in den Freitagshandel. Auch im weiteren Verlauf dominieren rote Vorzeichen das Bild. Schwache Vorgaben lieferten die asiatischen Börsen, wo die Investoren wegen neu aufgeflammter Sorgen vor hohen Bewertungen bei KI-Aktien Gewinne mitnahmen.
Für Belastung habe auch die Bekanntgabe Apples gesorgt, wegen der gestiegenen Kosten bei Speicherchips bei einigen Produkten die Preise anzuheben, schreiben die Marktstrategen der Deutschen Bank. Dies habe die allgemeinen Befürchtungen geschürt, dass KI-Rechenzentren inflationären Druck erzeugen würden.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt rutscht am letzten Handelstag der Woche ab.
Der DAX verlor zum Handelsauftakt 0,59 Prozent auf 24.848,51 Punkte und bleibt auch im weiteren Verlauf in der Verlustzone stecken.
Hohen Kursverlusten an den Börsen Asien kann sich am Freitag auch der deutsche Aktienmarkt nicht entziehen. Die Erholungsgewinne vom Vortag, die den DAX zeitweise wieder über die 25.000-Punkte-Marke hievten, sind damit fast wieder dahin. Auf Wochensicht zeichnet sich wieder ein Minus ab.
Die Vortagserholung im Technologiesektor, die von gefeierten Resultaten des US-Konzern Micron getrieben war, erweist sich als Strohfeuer. In Asien hatten die Anleger am Freitag direkt wieder Gewinne mitgenommen. Die Bedenken angesichts hoher Bewertungen rund um Künstliche Intelligenz seien zurück, schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Hinzu komme die Sorge vor einer Knappheit von Speicherchips. "Die Stimmung ist gerade dabei, sich zu drehen. Anlegerinnen und Anleger werden generell vorsichtiger. Die Risikoaversion nimmt zu."
WALL STREET
Die US-Börsen schlossen am Donnerstag auf unterschiedlichem Terrain.
Der Dow Jones Industrial, der im Handelsverlauf bei 52.655,66 Punkten noch ein neues Rekordhoch erreicht hatte, legte schlussendlich nur noch leicht um 0,14 Prozent auf 51.920,93 Punkte zu.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite schloss unterdessen 0,46 Prozent tiefer bei 25.358,60 Zählern.
Die Wall Street konnte die Erleichterungsrally im Technologiesektor am Donnerstag nicht komplett verteidigen. Etwas Rückenwind kam von Micron Technology und beruhigenden Inflationsdaten.
Der Speicherchiphersteller Micron Technology hauchte der KI-getriebenen Rally am Aktienmarkt neues Leben ein. Das Unternehmen hat die Markterwartungen bei praktisch allen wichtigen Finanzkennziffern klar übertroffen und den Ausblick mit einer beeindruckenden Prognose angehoben - die Aktien haussieren.
Marktakteure werteten den Zahlenausweis als Vertrauensbeweis für das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz. Die Geschäftszahlen "haben die Hoffnungen auf KI-getriebenes Wachstum neu entfacht und dazu beigetragen, die Angst vor einer möglichen Blase zu zerstreuen", urteilt Marktstratege Henry Allen von der Deutschen Bank.
Ein weiterer den Markt stützender Faktor kam vom Ölpreis. Denn die Erdölpreise fielen zeitweise mit Fortschritten bei den Friedensverhandlungen und der offenbar sicheren Passage von Tankern durch die Straße von Hormus. Die Preise bewegten sich wieder auf dem Niveau, auf dem sie vor Ausbruch des Iran-Krieges gelegen hatten.
ASIEN
Die Börsen in Asien sacken am letzten Handelstag der Woche kräftig ab.
In Tokio verlor der Nikkei 225 massive 4,33 Prozent und ging bei 69.234,42 Zählern in den Feierabend.
Auf dem chinesischen Festland rutschte daneben der Shanghai Composite kräftige 2,26 Prozent auf 4.027,26 Zähler ab.
In Hongkong fällt der Hang Seng 1,70 Prozent auf 22.685,27 Indexpunkte.
Die asiatischen Aktienmärkte verzeichnen am Freitag deutliche Kursverluste, allen voran in Südkorea und Japan, da Investoren nach der jüngsten Technologie-Rallye Gewinne mitnahmen. Auslöser für die Sorgen am Markt war der US-Tech-Riese Apple, der durch Preiserhöhungen bei Macs und iPads versuchte, die steigenden Chip- und Speicherkosten abzufedern, was am Markt neue Bedenken hinsichtlich der Rentabilität und der hohen Bewertungen im Bereich der künstlichen Intelligenz schürte. Diese Schwäche in Asien folgte auf verhaltene Vorgaben von der Wall Street, wo Techwerte - die eigentlich von den optimistischen Quartalszahlen des Halbleiterherstellers Micron Technology angetrieben worden waren - nicht halten konnte, nachdem die Apple-Aktie um mehr als sechs Prozent eingebrochen war. Im Zuge dessen gaben auch die US-Aktien-Futures spürbar nach, da Anleger zum Quartalsende hin vermehrt ihr Engagement in Technologieaktien reduzierten.
Auch in Tokio trübte sich die Stimmung weiter ein, nachdem ein Medienbericht über eine mögliche Verschiebung des Börsengangs von OpenAI für zusätzliche Verkaufsbereitschaft sorgte. Die Nachricht belastete insbesondere die Aktien des Technologieinvestors SoftBank, der stark auf das KI-Unternehmen setzt.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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