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Geändert am: 27.07.2026 08:47:46

ATX und DAX höher erwartet -- Asiens Börsen im Plus

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt wird am Montag mit Gewinnen erwartet.

Der ATX dürfte höher in die Sitzung gehen.

Die Aktien-Futures deuten auf eine höhere Eröffnung in Europa hin, gestützt durch die positive Stimmung infolge einer Pause im USA-Iran-Konflikt. Die Märkte entspannen in Erwartung oder Hoffnung auf eine neuerliche Waffenruhe, heisst es am Morgen. Rückenwind kommt von den am frühen Montag kräftig fallenden Ölpreisen. n der Folge handeln auch die Anleihen freundlich, die Renditen kommen damit unter Druck. Sollten die Energiepreise längerfristig fallen, könnte dies die Aussichten auf Zinserhöhungen durch Zentralbanken dämpfen und die Risikobereitschaft weiter verbessern. Zudem stellen sich Investoren auf die anstehende Zinsentscheidung der Federal Reserve in dieser Woche sowie auf wichtige Quartalszahlen von Big-Tech-Konzernen wie Apple, Microsoft, Amazon und Meta ein.

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt dürften am Montag etwas zugreifen.

Der DAX wird mit Gewinnen erwartet.

Dank einer Angriffspause der USA im Krieg mit dem Iran dürfte der DAX zu Wochenbeginn an die Stärke vom Freitag anknüpfen. Profitieren dürften die Aktienkurse nicht zuletzt von fallenden Energiepreisen. Der Preis für ein Fass Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent gab um bis zu sieben Prozent nach und fiel unter die Marke von 90 Dollar. Der Gaspreis sackte sogar um neun Prozent ab. Die Angriffspause "nährt die Hoffnung auf Frieden", schrieb Analyst Thomas Altmann von QC Partners. Und das komme an den Börsen gut an. Die zweite Nacht in Folge ohne Angriffe bringe ein Stück Zuversicht und Optimismus zurück.

WALL STREET

Die US-Börsen beendeten die Sitzung am Freitag mit unterschiedlichen Vorzeichen.

Der Dow Jones Industrial zeigte sich überwiegend in der Gewinnzone und legte um 0,46 Prozent auf 51.947,25 Punkte zu.
Der technologielastige NASDAQ Composite verlor zum Sitzungsende 0,64 Prozent auf 24.975,82 Zähler.

Anleger reagierten mit einer gewissen Erleichterung auf die wieder rückläufigen Ölpreise. So sank der Preis für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent deutlich unter 100 US-Dollar. An der überwiegend mit Technologie-Aktien bestückten Nasdaq dagegen herrschte ungeachtet der starken Quartalsbilanz von Intel weiter Vorsicht nach dem starken Lauf von Aktien mit KI-Bezug.

Dass die Ölpreise wieder sanken, begründeten Marktbeobachter mit Gewinnmitnahmen, denn die kriegerischen Auseinandersetzungen in Nahost gehen unvermindert weiter. Inzwischen versucht US-Präsident Donald Trump im Konflikt um die Straße von Hormus, den Druck auf den Iran zu erhöhen.

Entsprechend sehen Experten an den US-Börsen noch keine Rückkehr zu größerer Risikobereitschaft. Diesbezüglich basieren derzeit Hoffnungen vor allem auf der Fahrt aufnehmenden Berichtssaison. Nach den Sorgen, die am Vortag vom Google-Mutterkonzern Alphabet (Alphabet A (ex Google)) und dem Elektroautobauer Tesla bestärkt wurden, gab es nun zwar Erfreulicheres von Intel und der deutschen SAP (SAP SE), dennoch entschieden sich Anleger in der Techbranche eher für Gewinnmitnahmen.

ASIEN

In Asien werden am Montag Gewinne gemacht.

Der Nikkei 225 steigt zeitweise um 0,31 Prozent auf 64.810,87 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland ist ebenso ein Plus zu sehen: Der Shanghai Composite gewinnt 0,4 Prozent auf 3.829,39 Zähler.

Mit Aufschlägen präsentiert sich auch der Markt in Hongkong, wo der Hang Seng 0,81 Prozent auf 25.166,58 Einheiten klettert.

Deutlich fallende Ölpreise stützen am Montag die asiatischen Aktienbörsen. Im Iran-Krieg scheint eine wackelige Waffenruhe zu halten, sowohl die USA als auch der Iran haben ihre wechselseitigen Angriffe seit dem Wochenende bis auf Weiteres eingestellt. Die "wichtigste Entwicklung über das Wochenende ist eine Unterbrechung der US-Angriffe auf den Iran seit spätem Freitag. Es ist zwar schwierig, mit Sicherheit zu wissen, wie sich die Dinge entwickeln werden, aber unser Basisszenario bleibt eine Deeskalation im Laufe der Zeit", urteilt MUFG-Analyst Michael Wan.

Allerdings herrscht keine Euphorie am Markt: Denn Anleger wappnen sich für die US-Notenbank, die am Mittwoch die Zinsen anheben könnte, nachdem der jüngste Anstieg der Ölpreise Inflationsängste geschürt hat. Investoren warten zudem auf die Quartalszahlen der Technologieriesen, nachdem es zuletzt Kritik an den hohen Ausgaben für künstliche Intelligenz gab.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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