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Geändert am: 28.04.2026 22:02:06

ATX schließt fester -- DAX geht leichter aus dem Handel -- US-Börsen schließen schwächer -- Asiens Börsen schlussendlich mit Verlusten

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt bewegte sich am Dienstag vorsichtig nach oben.

Der ATX konnte nach einem stabilen Start moderat zulegen. Letztlich ging er somit 0,27 Prozent höher bei 5.779,43 Zählern in den Feierabend.

Die Märkte waren wenig überraschend weiter im Banne des Konflikts zwischen den USA und dem Iran. "Die Lage in Nahost ist weiterhin kritisch und noch immer gibt es keine Fortschritte, aber auch keine erneute Eskalation mit Kampfhandlungen", beschrieben die Analysten der Helaba die Situation. Der Iran hat einen neuen Verhandlungsvorschlag vorgelegt. Die USA lehnen diesen ab, da es keine Klärung des Atomprogramms gibt. Die Verhandlungen treten laut Experten auf der Stelle, die Krise werde prolongiert.

Diese Woche ist die Woche der Zinsentscheide. Am heutigen Dienstag war bereits die japanische Notenbank dran, die den ihren Leitzins trotz der wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges nicht änderte. Die Währungshüter ließen ihn - wie von den meisten Analysten erwartet - unverändert bei 0,75 Prozent, signalisierten aber eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in den kommenden Monaten.

Am Mittwoch folgt die US-Notenbank (Fed). Für Donnerstag sind dann die Sitzungen der EZB und der Bank of England anberaumt.

Zudem sind die Inflationserwartungen der Verbraucher in den Euro-Ländern im März wegen der stark gestiegenen Energiepreise infolge des Iran-Krieges nach oben geschnellt. Im Mittel rechnen sie in den kommenden zwölf Monaten mit einer Teuerungsrate von 4,0 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag zu der von ihr in Auftrag gegebenen Umfrage mitteilte. Im Februar lag dieser Wert noch bei 2,5 Prozent. "Zinssenkungen dürften vorerst vom Tisch sein. Allgemein werden nun für dieses Jahr ein bis zwei Zinserhöhungen erwartet. Möglich ist ein Zinsschritt bereits im Juni und ein weiterer im Herbst", schrieb Christian Henke, Marktanalyst beim Broker IG Markets, in einer Markteinschätzung.

Österreichs Unternehmen bekommen die geopolitischen Spannungen verstärkt zu spüren. Angesichts des Iran-Kriegs und der Störungen auf der wichtigen Straße von Hormuz fühlen sich aktuell zwei Drittel der Exportbetriebe "sehr stark" oder "eher stark" von höheren Energiepreisen betroffen, wie aus einer Online-Umfrage vom März im Auftrag der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) hervorging. Zu Jahresbeginn 2024 war es lediglich jedes zweite Unternehmen.

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt wagten sich am Dienstag nicht aus ihrer Deckung.

Der DAX fiel nach einem stabilen Start in die Verlustzone und schloss 0,27 Prozent tiefer bei 24.018,26 Punkten.

"Am deutschen Aktienmarkt herrscht derzeit ein ausgeprägtes Patt zwischen Bullen und Bären. Die Marktteilnehmer wechseln sich fast im Stundentakt zwischen Kaufbereitschaft und Gewinnmitnahmen ab", beobachtete Marktexperte Timo Emden. Auch geopolitisch bleibe die Lage angespannt und weitgehend festgefahren: "Der Iran-Konflikt wirkt zunehmend blockiert, ohne dass sich kurzfristig eine Deeskalation oder weitere Eskalationsstufe klar abzeichnet", so Emden.

Angesichts weiterhin hoher Ölpreise halten die aktuellen Konjunktur- und Inflationssorgen an. Insofern sind die Zinsentscheidungen in Japan, Europa und den USA in dieser Woche von besonderem Interesse. In Japan blieb der Leitzins unverändert, wie die Bank of Japan am Morgen mitteilte. Am Mittwoch folgt die US-Notenbank (Fed). Für Donnerstag stehen die Entscheidungen der EZB und der Bank of England auf der Agenda. "Suchen dürften die Anleger nach Hinweisen, ob die bislang abwartende Haltung vieler Notenbanken beibehalten wird oder ob Zinserhöhungen für eine der nächsten Sitzungen signalisiert werden", schrieb Commerzbank-Experte Alexander Krämer.

WALL STREET

Die US-Börsen zeigten am Dienstag Verluste.

Der Dow Jones ging 0,06 Prozent schwächer bei 49.136,45 Punkten aus dem Handel.
Der NASDAQ Composite verabschiedete sich daneben mit einem Minus von 0,90 Prozent bei 24.663,80 Zählern.

Fallende Kurse von Aktien aus dem Umfeld der Künstlichen Intelligenz (KI) haben am Dienstag die technologielastige Börse Nasdaq belastet. Auslöser der Verluste war ein kritischer Zeitungsbericht über das KI-Forschungsunternehmen OpenAI. Beim Leitindex Dow Jones Industrial sorgt die Quartalsbilanz von Coca-Cola für bessere Stimmung.

Grundsätzlich übten sich die Investoren weiterhin in Zurückhaltung. Zum einen schürten die erneut deutlich steigenden Ölpreise wegen fehlender Fortschritte im Iran-Krieg die Konjunktur- und Inflationsängste. Zum anderen steht die Sitzung der US-Notenbank Fed kurz bevor, hier liegt der Fokus der Anleger auf dem anstehenden Wechsel an deren Spitze.

Ein kritischer Bericht des "Wall Street Journal" über OpenAI drückte auf die Kurse der grossen Tech-Partner des Unternehmens. Der Zeitung zufolge hat der KI-Entwickler geschäftliche Ziele zuletzt nicht realisieren können.

ASIEN

Die asiatischen Börsen haben am Dienstag nachgegeben.

In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich 1,02 Prozent tiefer bei 59.917,46 Punkten, nachdem er am Vortag erstmals in seiner Geschichte die 60.000-Punkte-Marke geknackt hatte.

Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite derweil 0,19 Prozent auf 4.078,64 Einheiten.

In Hongkong fiel der Hang Seng unterdessen 0,95 Prozent auf 25.679,78 Zähler.

Übergeordnet dämpften der Iran-Krieg und der wieder gestiegene Ölpreis die Stimmung. Brent-Öl kostet fast 110 Dollar, ungeachtet eines neuen Angebots des Iran, unter Bedingungen die Blockade der Strasse von Hormus zu beenden. Wie erwartet hat die die Bank of Japan (BoJ) den Leitzins unverändert belassen, zugleich aber Zinserhöhungen in Aussicht gestellt für den Fall, dass sich die heimische Wirtschaft im Einklang mit ihren Prognosen entwickelt. Auch hoben die Notenbanker ihre Inflationsprognose an. Technologiewerte stehen in der Region meist unter Druck. Händler verweisen auf einen Bericht des Wall Street Journal, der Zweifel an der Monetarisierung von KI-Investitionen befeuere. Dem Bericht zufolge hat OpenAI die eigenen Umsatz- und Nutzerziele verfehlt. Das habe bei Führungskräften des Unternehmens Befürchtungen geweckt, die massiven Ausgaben für Rechenzentren möglicherweise nicht mehr tragen zu können. Auch ein möglicher Börsengang könnte dadurch in Frage gestellt werden.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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28.04.26 3peak Incorporated Registered Shs -A- / Quartalszahlen
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28.04.26 Producer Price Index (YoY)
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28.04.26 7-Year Note Auction
28.04.26 EZB-Präsidentin Lagarde spricht
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Rohstoffe in diesem Artikel

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Baumwolle 0,81 -0,01 -0,97
Bleipreis 1 943,85 6,75 0,35
Dieselpreis Benzin 2,09 0,01 0,58
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Ethanolpreis 2,16 0,00 0,05
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Heizölpreis 104,08 -0,26 -0,25
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Kupferpreis 12 892,50 -122,90 -0,94
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Sojabohnenpreis 11,95 0,07 0,59
Sojabohnenölpreis 0,77 0,29
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Weizenpreis 191,00 -3,25 -1,67
Zinkpreis 3 348,00 -14,00 -0,42
Zinnpreis 49 174,00 -374,50 -0,76
Zuckerpreis 0,15 2,67
Ölpreis (Brent) 108,13 -1,07 -0,98
Ölpreis (WTI) 101,70 -0,24 -0,24

Indizes in diesem Artikel

DAX 24 292,38 1,41%
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NASDAQ Comp. 25 114,44 0,89%
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NIKKEI 225 59 513,12 0,38%
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