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Geändert am: 28.07.2026 22:17:18

Zahlenflut und KI-Sorgen: Dow schlussendlich stärker -- ATX zum Handelsende tiefer -- DAX schließt im Plus -- Asiens Börsen letztlich überwiegend im Minus - Nikkei und KOSPI sacken kräftig ab

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt gab am Dienstag nach.

Der ATX notierte im frühen Handel etwas schwächer und behielt seine negative Tendenz letztlich bei. Er ging 0,32 Prozent tiefer bei 6.334,06 Punkten aus dem Handel.

Für etwas Entspannung und fallende Ölpreise sorgte die Situation im Nahen Osten. Nach mehreren Tagen ohne gegenseitige Angriffe zwischen dem Iran und den USA hat sich US-Präsident Donald Trump nämlich einmal mehr zuversichtlich über eine mögliche Verhandlungslösung geäußert. Trump sprach von einer "guten Chance" für eine Einigung mit Teheran - das allerdings direkte Gespräche weiterhin dementierte.

Die Blicke sind zudem auf die Sitzung der US-Notenbank Fed am Mittwoch gerichtet. Auf der zweiten Zinssitzung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh wird erneut keine Änderung beim Leitzins erwartet. Ökonomen rechnen überwiegend damit, dass die US-Notenbanker den Leitzins zum fünften Mal in Folge in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent halten werden. Zuletzt hatte die Fed im Dezember den Leitzins angehoben.

In Österreich kamen heute die Anteilscheine von Lenzing unter die Räder. Der Faserhersteller hatte gestern bekanntgegeben, bis Ende 2027 rund 2.000 Jobs abzubauen.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt ging es am Dienstag aufwärts.

Der DAX notierte zum Sitzungsstart moderat höher. Zeitweise rutschte er ins Minus, konnte sich bis zum Handelsende aber erholen und ging 0,41 Prozent höher bei 25.464,01 Punkten in den Feierabend.

Weltweit litten Aktien mit KI-Bezug unter Sorgen vor wachsender China-Konkurrenz und ausufernden Finanzierungsnotwendigkeiten. Am Mittwoch und Donnerstag folge der nächste Härtetest, wenn mit Microsoft, Meta, Apple und Amazon vier der wichtigsten Tech-Konzerne der Welt ihre Quartalszahlen vorlegen, kommentierte der Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets. "Nach den ersten Rissen im KI-Boom dürften genau diese Zahlen den Takt für die Börsen in den kommenden Tagen und Wochen vorgeben. Sie werden zeigen, ob der KI-Zug wieder Fahrt aufnimmt - oder ob aus Euphorie endgültig Skepsis wird."

Im vorderen DAX-Feld verbuchten am Dienstag Aktien aus der "Old economy", insbesondere Autowerte, deutliche Kursgewinne nach gut aufgenommenen Quartalszahlen von Mercedes.

WALL STREET

Die US-Börsen bewegten sich am Dienstag weiter in verschiedene Richtungen.

Der Dow Jones Industrial verblieb nach einer freundlichen Eröffnung im Plus und ging 1,03 Prozent fester bei 52.747,32 Punkten aus dem Handel.
Der technologielastige NASDAQ Composite blieb nach einem negativen Start auf rotem Terrain und schloss 0,22 Prozent schwächer bei 24.876,91 Zählern.

Die New Yorker NASDAQ-Börse entkam auch am Dienstag nicht den jüngsten Turbulenzen im Chipsektor. Während der stärker mit Standardwerten bestückte Wall-Street-Index Dow Jones Industrial dank einiger guter Quartalsberichte den dritten positiven Handelstag in Folge verzeichnete, treiben KI-Profiteure den Anlegern immer mehr die Sorgenfalten auf die Stirn. Bedenken, dass sich immense Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) letztlich nicht rechnen, paaren sich neuerdings mit Sorgen vor Konkurrenz aus China.

Bevor am Mittwoch zunächst die Zinsentscheidung der Notenbank Fed die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird und nachbörslich dann die Quartalsberichte der nächsten zwei "Magnificent Seven"-Mitglieder Microsoft und Meta, standen an diesem Tag zunächst zahlreiche andere Schwergewichte mit Zahlen im Fokus.

ASIEN

Die asiatischen Märkte gerieten am Dienstag mehrheitlich unter Druck.

Besonders der japanische Nikkei 225 geriet dabei unter die Räder und gab kräftige 3,95 Prozent auf 62.364,92 Punkte nach.

Auf dem chinesischen Festland war ebenso ein Minus zu sehen: Der Shanghai Composite verlor letztlich 1,16 Prozent auf 3.813,32 Zähler.

Der Hang Seng zeigte sich derweil stabiler und gewann schließlich 0,41 Prozent auf 25.310,85 Einheiten.

Kräftig abwärts ging es allerdings in Südkorea: Der technologielastige KOSPI rutschte um 10,84 Prozent auf 6.023,66 Punkte ab.

An den asiatischen Aktienmärkten ging es am Dienstag größtenteils steil nach unten. In Südkorea brach der KOSPI ein, auch in Japan wurden heftige Verluste verbucht. Die bekannten Bedenken über die gewaltigen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) lösten eine erneute Verkaufswelle unter Halbleiterweiten aus. Der Ausverkauf im Chipsektor traf die Börsen in Südkorea und Japan besonders hart. Berichte, wonach die jüngsten KI-bezogenen Finanzierungszusagen des US-Schwergewichts NVIDIA 750 Milliarden US-Dollar überstiegen, schürten Zweifel, ob die Nachfrage nach KI-Infrastruktur mit den Investitionen Schritt halten kann. Bereits in den USA zeigten sich Halbleiterwerte schwach.

Mit dem nahenden Monatsultimo steige zudem die Neigung zu Gewinnmitnahmen - gerade im Technologiesektor, hieß es. Zudem sorgte ein weiterer Bericht für Unruhe: In China nimmt offenbar ein staatlich unterstütztes Unternehmen die Massenproduktion von bestimmten Lithografie-Maschinen auf, die in der Halbleiterbranche Verwendung finden. Damit steigt unter Halbleiteranlagenherstellern der Wettbewerb.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Holzpreis 568,00 -1,00 -0,18
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Zinnpreis 56 050,00 101,00 0,18
Zuckerpreis 0,17 -1,31
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