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Geändert am: 28.07.2026 07:45:27
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Sorgen vor hohen KI-Investitionen: Asiens Börsen im Minus - Nikkei und KOSPI sacken kräftig ab
AUSTRIA
Der Wiener Aktienmarkt präsentierte sich am Montag eine Spur tiefer.
Der ATX machte zum Wochenbeginn moderate Verluste, obwohl sich das Barometer zeitweise in der Gewinnzone bewegte. Zum Börsenschluss stand jedoch ein Minus von 1,57 Prozent auf 6.354,29 Punkte an der Kurstafel.
Die Wiener Börse hat am Montag im Verlauf nachgegeben. Die Ölpreise gaben nach dem Aussetzen der Angriffe von USA und Iran nach. Das belastete die Aktien der Energie- und Ölbranche. Die zunehmende Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung des Iran-Krieges und die deutlich rückläufigen Ölpreise sorgten am heimischen Aktienmarkt zunächst für eine Erholung. Allerdings gaben die Aktien der Energie- und Ölbranche klar nach und drückten den ATX etwas nach unten.
Unternehmensseitig war heute am heimischen Aktienmarkt nicht viel zu sehen. Jedoch stellen sich Investoren auf die anstehende Zinsentscheidung der Federal Reserve in dieser Woche sowie auf wichtige Quartalszahlen von Big-Tech-Konzernen wie Apple, Microsoft, Amazon und Meta ein.
DEUTSCHLAND
Anleger am deutschen Aktienmarkt griffen am Montag wieder zu.
Der DAX startete mit einem kräftigen Plus in den Montagshandel und legte auch in der Folge zu. Letztlich verabschiedet sich das Barometer mit einem Plus von 1,04 Prozent bei 25.361,03 Punkten aus dem Handel.
Eine Angriffspause der USA im Krieg mit dem Iran trieb am Montag den DAX weiter in Richtung seines Rekordhochs. Analyst Frank Sohlleder vom Broker ActivTrades sprach von einem Befreiungsschlag für das Börsenbarometer aufgrund der geopolitischen Atempause und des fallenden Ölpreises.
Der Preis für ein Fass Rohöl der Referenzsorte Brent fiel zeitweise unter die Marke von 90 Dollar, da die Vereinigten Staaten ihre Angriffe gegen den Iran vorerst beendet haben. Bis zum Wochenende hatten die USA 13 Nächte in Folge Angriffe auf den Iran gemeldet. Auch der Iran hatte angedeutet, seine Angriffe vorerst auszusetzen. Die Angriffspause "nährt die Hoffnung auf Frieden", schrieb Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners.
Konjunkturseitig stand am Montagvormittag das ifo-Geschäftsklima im Blick, das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer. Die Stimmung in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli stärker aufgehellt als erwartet. Es ging zum Wochenstart in der Berichtssaison jedoch noch vergleichsweise ruhig zu. Ab Dienstag bis zum Wochenschluss wartet auf die Anleger dann eine große Menge an Quartalsbilanzen beiderseits des Atlantiks sowie zur Wochenmitte die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed.
WALL STREET
Die US-Börsen zeigten sich zum Wochenstart mit verschiedenen Vorzeichen.
Der Dow Jones Industrial gewann 0,51 Prozent auf 52.209,69 Zähler.
Der technologielastige NASDAQ Composite verlor daneben 0,18 Prozent auf 24.932,08 Punkte.
Sinkende Ölpreise wegen neuer Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten haben am Montag an den US-Börsen nur den Standardwerten geholfen. Im Technologiesektor wirkte die Chipbranche im Handel wegen neuer Sorgen vor Billigkonkurrenz aus China als Bremsklotz. Erholen konnten sich nur Tech-Werte aus der Software- und Internetbranche.
Im Technologiesektor droht die neue Börsenwoche ohnehin weiter unruhig und schwankungsreich zu bleiben. Denn in den kommenden Tagen stehen zahlreiche Quartalszahlen auf der Agenda, unter anderem von den Schwergewichten Microsoft, Meta Platforms und Apple. Hinzu kommt am Mittwoch die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed, auf die sich der Gesamtmarkt bereits vorbereitet.
ASIEN
Die asiatischen Märkte geraten am Dienstag unter Druck.
Besonders der japanische Nikkei 225 gerät dabei unter die Räder und gibt zeitweise kräftige 4,11 Prozent auf 62'260,23 Punkte nach.
Auf dem chinesischen Festland ist ebenso ein Minus zu sehen: Der Shanghai Composite verliert stellenweise 1,24 Prozent auf 3'810,58 Zähler.
Der Hang Seng zeigt sich derweil etwas stabiler und verliert zwischenzeitlich nur 0,11 Prozent auf 25'179,48 Einheiten.
Kräftig abwärts geht es allerdings in Südkorea: Der technologielastige KOSPI rutscht zeitweise um 10,75 Prozent auf 6'029,36 Punkte ab.
An den asiatischen Aktienmärkten geht es am Dienstag zum Teil steil nach unten. In Südkorea bricht der KOSPI ein, auch in Japan werden heftige Verluste verbucht. Die bekannten Bedenken über die gewaltigen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) lösen eine erneute Verkaufswelle unter Halbleiterweiten aus. Der Ausverkauf im Chipsektor trifft die Börsen in Südkorea und Japan besonders hart. Berichte, wonach die jüngsten KI-bezogenen Finanzierungszusagen des US-Schwergewichts NVIDIA 750 Milliarden US-Dollar überstiegen, schürt Zweifel, ob die Nachfrage nach KI-Infrastruktur mit den Investitionen Schritt halten kann. Bereits in den USA zeigten sich Halbleiterwerte schwach.
Mit dem nahenden Monatsultimo steige zudem die Neigung zu Gewinnmitnahmen - gerade im Technologiesektor, heißt es. Zudem sorgt ein weiterer Bericht für Unruhe: In China nimmt offenbar ein staatlich unterstütztes Unternehmen die Massenproduktion von bestimmten Lithografie-Maschinen auf, die in der Halbleiterbranche Verwendung finden. Damit steigt unter Halbleiteranlagenherstellern der Wettbewerb.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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