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Geändert am: 29.05.2026 16:29:11

Vorläufige Einigung im Nahost-Konflikt in Sicht: Dow fester -- ATX kräftig im Plus -- DAX stabil -- Asiens Börsen letztlich mehrheitlich fester

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt tendiert am Freitag zu Gewinnen.

So notierte der ATX im frühen Handel 0,32 Prozent höher bei 6.061,86 Punkten und legt auch im Anschluss zu.

Angesichts neuen Optimismus über Fortschritte in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat sich der ATX am Freitag wieder seinem zwei Tage zuvor erreichten Rekordhoch angenähert.

Auch im europäischen Umfeld nahmen die Aktienmärkte im Vormittagsverlauf an Schwung auf. Die Ölpreise gaben im Gegenzug nach.

Die USA und der Iran nähern sich nach US-Angaben einer Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe und weitere Verhandlungen. Bezüglich einer Absichtserklärung seien viele Fortschritte gemacht worden, es werde aber noch an einigen Punkten gearbeitet, sagte US-Vizepräsident JD Vance. Ob allerdings Präsident Donald Trump zustimmen wird, sei offen. Aus Teheran hieß es, eine vorläufige Einigung sei bisher nicht ausformuliert und dementsprechend auch nicht bestätigt.

Unternehmensseitig stehen vor dem Wochenende noch UNIQA und CPI Europe mit Zahlenvorlagen im Fokus.

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt trauen sich vor dem Wochenende nicht aus ihrer Deckung.

Entsprechend zeigte sich der DAX zum Sitzungsstart mit Gewinnen von 0,14 Prozent bei 25.126,35 Zählern, fällt im weiteren Verlauf aber an die Nulllinie zurück.

Ein erneuter Hoffnungsschimmer im Iran-Krieg sowie Rückenwind von den US-Börsen und aus Asien haben am Freitag vor allem deutsche Aktien aus der zweiten und dritten Reihe gestützt. Der DAX notiert praktisch unverändert, bis zum Rekordhoch bei 25.507 Punkten vom Januar hat es der Leitindex aber nicht mehr weit.

Die USA und der Iran nähern sich nach US-Angaben einer Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe und weitere Verhandlungen. Die Hängepartie ist damit aber noch nicht beendet. Hinsichtlich einer Absichtserklärung seien viele Fortschritte gemacht worden, es werde aber noch an einigen Punkten gearbeitet, sagte US-Vizepräsident JD Vance. Eine Zustimmung von Präsident Donald Trump sei noch offen. Aus Teheran hieß es, eine vorläufige Einigung sei bisher nicht ausformuliert und dementsprechend auch nicht bestätigt.

"Am Ende der Handelswoche sind Investoren beinahe genauso schlau wie noch vor wenigen Tagen. Der DAX bleibt gefangen in einem fragilen Dreiklang aus Hoffnung, Skepsis und geopolitischen Rückschlägen", kommentierte Marktanalyst Timo Emden. Die Anleger erlebten derzeit ein Déjà-vu nach dem anderen. "Auf Friedenshoffnungen folgen militärische Rückschläge, nur damit kurz darauf wieder neue diplomatische Signale für vorsichtigen Optimismus sorgen. Dieses ständige Wechselspiel aus Hoffnung und neuen Fragezeichen hält die Märkte in Atem. Marktteilnehmer sehen Licht am Ende des Tunnels, wissen aber noch nicht, ob dort wirklich der Ausgang wartet", ergänzte Emden.

WALL STREET

Die aktuell positive Stimmung an den US-Börsen dauert am Freitag nach den abermaligen Rekordständen an.

So eröffnete der Dow Jones Industrial 0,21 Prozent höher bei 50.773,91 Punkten und bleibt auch anschließend auf grünem Terrain.
Auch der Techwerteindex NASDAQ Composite legt zeitweise zu, nachdem er schon zum Start um 0,16 Prozent auf 26.960,84 Zähler gestiegen war.

Die Hoffnung auf eine baldige Einigung zwischen den USA und dem Iran stützt leicht. Laut US-Finanzminister Scott Bessent stehen die USA und der Iran kurz vor einer Einigung. Bei einer solchen dürfte die Blockade der Straße von Hormus als Belastungsthema für die Börsen wegfallen. Mit dann womöglich sinkenden Ölpreisen könnte das Narrativ vom nur temporären Inflationsschock wieder greifen und die Aktienkurse stützen. Passend zu den Hoffnungen am Markt fallen die Ölpreise zum Wochenschluss. "Angesichts der unvorhersehbaren Natur der Verhandlungen in den letzten Monaten könnten die Märkte im Falle eines Rückschlags weiterhin anfällig für eine Umkehr sein", warnt CEO Somesh Kapuria von Hola Prime.

Stützend für die Marktstimmung wirken auch euphorisch aufgenommene Geschäftszahlen von Dell. Der Computerhardware-Hersteller sprach von einem rasanten Wachstum bei KI-Servern für Rechenzentren. Zudem treiben Details zu einem neuen Vertrag mit dem US-Militär im Wert von 9,7 Milliarden US-Dollar.

ASIEN

Die asiatischen Börsen steuerten mehrheitlich auf einen versöhnlichen Wochenausklang zu.

So zog der Nikkei 225 letztlich kräftige 2,53 Prozent auf 66.329,50 Punkte an.

Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite hingegen 0,73 Prozent auf 4.068,57 Stellen.

Aufwärts ging es auch in Hongkong: Dort notierte der Hang Seng schließlich 0,70 Prozent höher bei 25.182,39 Zählern.

Im Sog der festeren Wall Street ist es am Freitag an den Börsen in Ostasien kräftig nach oben gegangen. Wie schon in den USA sorgten Meldungen für Zuversicht, dass die USA und der Iran wieder einmal kurz vor einem Abkommen stehen sollen, das die Waffenruhe verlängern und die Straße von Hormus wieder freigeben soll. Laut US-Vizepräsident Vance ist US-Präsident Trump aber noch nicht bereit, das Abkommen zu unterzeichnen.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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