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Geändert am: 29.07.2026 09:14:36

Ausverkauf im Chipsektor setzt sich fort: ATX wenig bewegt -- DAX fester-- Asiens Börsen mehrheitlich mit Verlusten

AUSTRIA

Anleger am heimischen Aktienmarkt halten sich zur Wochenmitte zurück.

Der ATX bewegt sich im frühen Handel in einer engen Range um seinen Vortagesschlusskurs.

Wieder steigende Rohölpreise nach neuen Angriffen im Iran-Krieg belasten international die Stimmung. Das Highlight des heutigen Tages ist am Abend die Zinsentscheidung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed, schreiben die Helaba-Analysten in ihrem Tageskommentar. Eine Veränderung des Leitzinsniveaus wird mehrheitlich nicht erwartet, hieß es weiter von den Experten.

Am heimischen Aktienmarkt rückte die Erste Group mit positiven Aussichten in den Fokus. Endgültige Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr lieferte zudem KapschTrafficCom.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex präsentiert sich am Mittwoch freundlich.

Der DAX eröffnet die Sitzung 0,35 Prozent höher bei 25.551,97 Punkten.

Erstmals seit dem vorläufigen Stopp der US-Angriffe auf Ziele im Iran haben Teherans Streitkräfte nach Darstellung des US-Militärs mehrere ballistische Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgefeuert. Alle Geschosse seien abgefangen worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit, ohne Angabe des Ziels der Angriffe. Das liess die Preise für Öl und Gas am Mittwoch wieder steigen. Daneben rückt die Sitzung der US-Notenbank in den Blick. Auf der zweiten Zinssitzung der US-Notenbank Fed unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh wird an diesem Mittwoch erneut keine Änderung beim Leitzins erwartet.

WALL STREET

Die US-Börsen bewegten sich am Dienstag weiter in verschiedene Richtungen.

Der Dow Jones Industrial verblieb nach einer freundlichen Eröffnung im Plus und ging 1,03 Prozent fester bei 52.747,32 Punkten aus dem Handel.
Der technologielastige NASDAQ Composite blieb nach einem negativen Start auf rotem Terrain und schloss 0,22 Prozent schwächer bei 24.876,91 Zählern.

Die New Yorker NASDAQ-Börse entkam auch am Dienstag nicht den jüngsten Turbulenzen im Chipsektor. Während der stärker mit Standardwerten bestückte Wall-Street-Index Dow Jones Industrial dank einiger guter Quartalsberichte den dritten positiven Handelstag in Folge verzeichnete, treiben KI-Profiteure den Anlegern immer mehr die Sorgenfalten auf die Stirn. Bedenken, dass sich immense Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) letztlich nicht rechnen, paaren sich neuerdings mit Sorgen vor Konkurrenz aus China.

Bevor am Mittwoch zunächst die Zinsentscheidung der Notenbank Fed die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird und nachbörslich dann die Quartalsberichte der nächsten zwei "Magnificent Seven"-Mitglieder Microsoft und Meta, standen an diesem Tag zunächst zahlreiche andere Schwergewichte mit Zahlen im Fokus.

ASIEN

Die asiatischen Märkte geben auch zur Wochenmitte mehrheitlich nach.

Der japanische Nikkei 225 verliert zeitweise 2,86 Prozent auf 60.584,02 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland notiert der Shanghai Composite 0,53 Prozent tiefer bei 3.793,18 Zählern.

Der Hang Seng gewinnt derweil 1,37 Prozent auf 25.657,66 Einheiten.

Kräftig abwärts geht es erneut in Südkorea: Der technologielastige KOSPI fällt um 7,87 Prozent auf 5.549,71 Punkte.

Während sich an den asiatischen Aktienbörsen am Mittwoch meist schwächere Trends durchsetzen, bleibt es beim Ausverkauf im Halbleitersektor wie schon am Vortag. Der südkoreanische KOSPI bricht erneut ein, Händler sprechen von panikartigen Verkäufen im Halbleitersektor. Wie schon am Vortag wächst die Skepsis, ob die enormen KI-Investitionen tatsächlich ausreichende Renditen erwirtschaften werden. Belastet werden die Börsen zudem von steigenden Ölpreisen, nachdem im Nahen Osten erneut Kämpfe und wechselseitige Attacken ausgebrochen sind. Der Iran hatte einen überraschenden Angriff mit ballistischen Raketen auf US-Streitkräfte in der Region gestartet - die USA schlugen zurück.

Die Verunsicherung am Markt wird durch die am Abend anstehende Leitzinsentscheidung in den USA verschärft. Zwar dürfte die US-Notenbank das Zinsniveau bestätigen. Doch warnt CBA-Analystin Carol Kong: "Es gibt eine geringe Chance, dass die Mehrheit (des Offenmarktausschusses) für eine Anhebung der Zinsen stimmt." Falkenhafte Kommentare von der Fed nach der geldpolitischen Sitzung seien wahrscheinlich.

Höhere Zinsen wären auch für den Technologiesektor mit seinen hohen Kosten ein zusätzliches Problem.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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