Moderna Aktie
WKN DE: A2N9D9 / ISIN: US60770K1079
| Rally kühlt leicht ab |
26.08.2026 22:01:00
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Moderna-Aktie nach Kursrally im Minus: Korrektur oder Gewinnmitnahmen?
- Nach dem Kurssprung setzt bei Moderna eine Verschnaufpause ein
- Analysten überdenken nach dem Studienerfolg reihenweise ihre Einstufungen
- Blick richtet sich auf die nächsten Schritte Richtung Zulassung
Die Moderna-Aktie ist an der NASDAQ zeitweise deutlich unter Druck geraten, nachdem sie zuvor binnen weniger Handelstage stark schwankte. Auslöser der gesamten Bewegung war der positive Studienausgang zur individualisierten Krebsimpfung Intismeran Autogene, den Moderna gemeinsam mit Merck erzielt hatte. Nun mehren sich Anzeichen einer Konsolidierung nach der starken Rally.
Moderna-Aktie: Verschnaufpause nach turbulenten Tagen
Die Moderna-Aktie, ein auf mRNA-Technologie spezialisierter Biotech-Konzern, gab an der NASDAQ letztlich 5,77 Prozent auf 149,66 US-Dollar nach. Der Rücksetzer folgt auf eine Woche mit außergewöhnlichen Kursausschlägen: Am vergangenen Mittwoch war das Papier um 176,97 Prozent auf 174,38 US-Dollar nach oben geschossen, einer der stärksten Kurssprünge der Unternehmensgeschichte. Bereits am Tag darauf kam es zu deutlichen Gewinnmitnahmen, die Aktie gab um 23,55 Prozent nach. Gestern sprang das Papier dann erneut um 14,36 Prozent auf knapp 158,83 US-Dollar, blieb damit aber unter dem seit 2023 höchsten Stand, den es rund eine Woche zuvor erreicht hatte.
Auslöser der gesamten Bewegung waren positive Topline-Ergebnisse der Phase-3-Studie INTerpath-001, die Moderna und Merck vergangene Woche gemeinsam bekanntgegeben hatten. Die Studie zur individualisierten Krebsimpfung Intismeran Autogene in Kombination mit dem Merck-Wirkstoff Keytruda erreichte sowohl den primären Endpunkt, das rezidivfreie Überleben, als auch einen wichtigen sekundären Endpunkt, das fernmetastasenfreie Überleben, bei Patienten mit operiertem malignem Melanom im Stadium IIB bis IV.
Studiendesign und Analystenreaktionen
In die Studie waren 1.137 Hochrisiko-Patienten eingeschlossen, die im Verhältnis 2:1 randomisiert entweder bis zu neun Dosen Intismeran plus Keytruda oder Keytruda allein über rund ein Jahr erhielten. Nach Angaben von Moderna handelt es sich um die erste positive Phase-3-Studie sowohl für eine individualisierte Neoantigen-Therapie als auch für eine mRNA-basierte Krebstherapie. Die Ergebnisse bauen auf einer Zwischenauswertung der Phase-2b-Studie KEYNOTE-942 vom Januar auf, wonach die Kombination das Rückfall- oder Sterberisiko nach fünf Jahren um 49 Prozent gesenkt hatte.
Die Studienerfolge lösten eine Welle von Analysten-Neubewertungen aus. Bank of America Securities hob das Rating von Underperform auf Hold an und setzte das Kursziel auf 170 US-Dollar herauf. UBS-Analyst Michael Yee stufte die Aktie am selben Tag auf Hold mit einem Kursziel von 150 US-Dollar ein, zuvor lag die Marke bei 50 US-Dollar. Barclays-Analystin Eliana Merle hob ihr Kursziel dann wenige Tage später auf 125 US-Dollar an, nach zuvor 48 US-Dollar. Wolfe-Research-Analystin Alexandria Hammond habe ihr bislang negatives Votum gestern aufgegeben und den Schritt mit dem seit der Studienmeldung erreichten Kursniveau begründet. Der Analystenkonsens aus 16 Häusern liegt bei Neutral mit einem mittleren Kursziel von 91,38 US-Dollar.
Merck und der Blick auf die Zulassung
Für Merck, ein Pharmakonzern mit dem Krebsmedikament Keytruda im Portfolio, hätte ein zugelassener Krebsimpfstoff besonderes Gewicht. Die Merck-Aktie erreichte am Dienstag mit 156,92 US-Dollar ein Allzeithoch und schloss als Spitzenreiter im Dow Jones Industrial mit einem Plus von 3,84 Prozent bei 156,45 US-Dollar. Das INTerpath-Entwicklungsprogramm beider Unternehmen umfasst nach eigenen Angaben insgesamt neun Phase-2- und Phase-3-Studien über mehrere Tumorarten hinweg, darunter neben Melanom auch nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom, Blasen- und Nierenzellkarzinom.
Trotz der Rally liegt die Bestmarke der Moderna-Aktie von rund 497 US-Dollar aus der Corona-Pandemiezeit im August 2021 noch in weiter Ferne. Merck und Moderna wollen die detaillierten Studiendaten auf einem noch zu benennenden Fachkongress präsentieren und parallel den Austausch mit der US-Arzneimittelbehörde FDA über eine mögliche Zulassung suchen. Als weiterer Endpunkt rückt künftig das Gesamtüberleben der Patienten in den Fokus.
Ob sich die Konsolidierung fortsetzt oder die Aktie erneut anzieht, dürfte auch davon abhängen, wie sich der Austausch mit der FDA sowie die geplante Präsentation der Studiendetails auf einem Fachkongress entwickeln. Als nächster Termin gilt der 29. Oktober 2026, an dem Moderna nach vorläufigem Kalenderstand Zahlen vorlegen könnte.
Evelyn Schmal, Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.at
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Aktien in diesem Artikel
| Moderna Inc | 128,88 | -5,12% |
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