19.01.2015 08:18:33

MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

-1 of 2- 19 Jan 2015 06:47:00 UTC  DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien
=== +++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

   MONTAG: In den USA bleiben die Börsen wegen des Feiertages "Martin-Luther-King-Jr.-Tag" geschlossen.

   +++++ TAGESTHEMA +++++

   Ein bekannter Fonds ist offenbar dem plötzlichen Aufwertung des Schweizer Franken zum Opfer gefallen. Der für seine aggressiven Wetten auf Schwellenmärkte bekannte Hedgefondsmanager Marko Dimitrijevic habe beschlossen, den "Global"-Fonds der Gesellschaft Everest Capital zu schließen, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person. Der Fonds habe heftiger Verluste erlitten, nachdem die Schweizer Notenbank beschlossen hatte, den seit drei Jahren bestehenden Mindestkurs des Franken zu kippen und den Wechselkurs freizugeben. Das führte zu einer plötzlichen Aufwertung der Schweizer Währung gegenüber Dollar und Euro. Dimitrijevic hatte allerdings eine Wette auf einen fallenden Franken laufen. Everest werde aber weiter aktiv bleiben mit ihrem verwalteten Vermögen von mehr als 2 Milliarden Dollar in mehreren Fonds, die nicht im Schweizer Franken engagiert seien, sagte eine informierte Person.

   Auch Citigroup dürfte durch die einmalig hohen Kursschwankungen des Franken herbe Verluste eingefahren haben. Es werde erwartet, dass die Bank mehr als 150 Millionen US-Dollar verloren habe, sagte eine mit der Sache vertraute Person.

   +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

   Es stehen keine wichtigen Daten auf der Agenda.

   +++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX Stand +/- % S&P-500-Future 2.011,60 -0,06% Nasdaq-Future 4.130,00 -0,10% Nikkei-225 17.014,29 +0,89% Hang-Seng-Index 23.712,29 -1,62% Kospi 1.902,62 +0,77% Shanghai-Composite 3.120,53 -7,58% S&P/ASX 200 5.309,10 +0,19%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

   OSTASIEN (VERLAUF)

   Der Leitindex in Schanghai bricht ein, sein Pendant in Hongkong hält überraschend stabil und gibt lediglich rund 1 Prozent nach. Auslöser des Kursabsturzes sind Maßnahmen Pekings gegen exzessive Spekulationsgeschäfte aus Angst vor einer Überhitzung des Marktes nach den kräftigen Kursgewinnen im vergangenen Jahr. Konkret haben die Behörden drei großen Handelshäusern die Auflage neuer Differenzgeschäfte für drei Monate untersagt. Damit signalisieren die Regulierungsbehörden wachsende Sorgen über die risikoreiche Praxis, bei der sich Anleger verschulden, um Aktien zu erwerben. Citic Securities, Haitong Securities und Guotai Jun'an Securities, die Ziel der behördlichen Anordnung sind, brechen zwischen 6 und 16 Prozent ein. Ebenfalls nicht zur Hebung der Stimmung tragen frische Daten zum Immobilienmarkt in China bei. In den großen Städten der Volksrepublik sind die Häuserpreise erneut gesunken. Das trifft in Hongkong die Sektorwerte schwer. Die übrigen Börsen der Region lassen sich von der negativen Stimmung in China jedoch nicht anstecken. In Tokio bremst selbst der zulegende Yen kaum. Die Stabilisierung der Ölpreise stütze die Börsen in der gesamten Region, heißt es. Brent kostet wieder knapp über 50 Dollar und verteidigt damit die kräftigen Erholungsgewinne vom Freitag. Darüber hinaus setzen Anleger auf das baldige Anlaufen des EZB-Wertpapierkaufprogramms. Die zu erwartende Euroflut einerseits und die Vorgänge in China andererseits könnten eine Erklärung für die fortgesetzte Stabilisierung des Goldpreises auf dem zuletzt erreichten deutlich erhöhten Niveau sein.

   US-NACHBÖRSE

   Nachdem FXCM im regulären Geschäft um 44,8 Prozent eingebrochen waren, ging es nach der Schlussglocke um weitere 65,3 Prozent gen Süden. Die heftigen Turbulenzen im Franken hatten praktisch das gesamte Eigenkapital der aufgezehrt. Allerdings erhält das Unternehmen ein Hilfspaket von 300 Millionen Dollar von Jefferies, was zumindest eine Fortführung der Geschäftstätigkeit sicherstellt.

   WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut DJIA 17.511,57 1,10 190,86 S&P-500 2.019,42 1,34 26,75 Nasdaq-Comp. 4.634,38 1,39 63,56 Nasdaq-100 4.142,14 1,28 52,49

Donnerstag Umsatz NYSE (Aktien) 975 Mio 879 Mio Gewinner 2.600 1.108 Verlierer 587 2.064 Unverändert 73 88 Vor allem der starke Anstieg der Ölpreise trieb die Kurse an der Wall Street zum Wochenausklang nach oben. Dazu kam die überraschend gute Stimmung der US-Verbrauchern, die im Januar auf den höchsten Stand seit zehn Jahren gestiegen ist. Die Hoffnung, dass es Goldman Sachs im vierten Quartal besser als der Konkurrenz gegangen ist, hat sich nicht unbedingt erfüllt. Der Kurs fiel um 0,7 Prozent. Die Bank konnte sich dem Abwärtssog im Geschäft mit festverzinslichen Papieren im Schlussquartal 2014 nicht entziehen. Die Markterwartungen konnten aber insgesamt leicht übertroffen werden. Zu den Gewinnern gehörten mit den kräftigen Ölpreis-Anstiegen Exxon und Chevron, die sich um jeweils 2,4 Prozent erhöhten. Ein zurückhaltender Ausblick hatte zunächst Intel eingebremst. Mit der positiven Entwicklung des Gesamtmarktes stand schließlich ein Plus von 0,7 Prozent zu Buche. Immerhin steigerte Intel Gewinn und Umsatz im Berichtsquartal deutlich und übertraf die Erwartungen.

   TREASURYS

Laufzeit Kurs Änderung Rendite Änderung in Bp 10-Jährige 103-29/32 -11/32 1,81% +3,9 30-Jährige 111-29/32 -17/32 2,43% +2,6 Der US-Rentenmarkt gab seine anfänglichen Gewinne wieder komplett ab und verzeichnete erstmals seit sechs Handelstagen wieder ein Minus. Neben der deutlich besser als erwarteten Verbraucherstimmung und den Aufschlägen am Aktienmarkt verwiesen Teilnehmer auch auf verstärkte Gewinnmitnahmen vor dem langen Wochenende, nachdem es zuletzt fünf Handelstage in Folge deutlich nach oben gegangen war. Die Rendite zehnjähriger Titel legte um vier Basispunkte auf 1,81 Prozent zu.

   Devisen

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Fr, 11.37 Uhr EUR/USD 1,1557 -0,1% 1,1564 1,1605 EUR/JPY 135,46 -0,2% 135,77 135,33 USD/JPY 117,24 -0,2% 117,41 116,59 USD/KRW 1077,57 -0,1% 1079,16 1077,91 USD/CNY 6,2177 +0,2% 6,2070 6,2070 AUD/USD 0,8216 -0,1% 0,8226 0,8210

Der Dollar neigte weiter zur Stärke, der Euro fiel zwischenzeitlich auf den niedrigsten Stand seit zwölf Jahren bei 1,1460 Dollar. Im späten US-Handel konnte der Euro allerdings wieder etwas Boden gutmachen und notierte bei 1,1568 Dollar. Die EZB dürfte in der kommenden Woche ihr Anleihekaufprogramm bekannt geben, so die Erwartung am Markt. Dies würde die Gemeinschaftswährung weiter unter Druck setzen.

   ++++ Rohstoffe +++++

   Öl

Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 48,52 48,69 -0,35 -0,17 Brent/ICE 50,02 50,17 -0,30 -0,15

Zum Wochenausklang stiegen die Ölpreise kräftig. Für WTI ging es um 5,3 Prozent auf 48,69 US-Dollar je Fass aufwärts. Brent legte um 4,0 Prozent auf 50,17 Dollar zu. Gestützt wurde das Sentiment vor allem von Aussagen der Internationalen Energieagentur (IEA), denn aus ihrer Sicht ist eine Erholung des Ölpreises in Sicht. Eine unmittelbare Preiserholung sei zwar nicht zu erwarten, allerdings könnte das Schlimmste überstanden sein. Die Agentur erwartet, dass nicht in der Opec organisierte Förderländer ihre Angebotsausweitung einschränken werden.

   METALLE

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.275,93 1.279,40 -0,3% -3,47 Silber (Spot) 17,69 17,79 -0,5% -0,10 Platin (Spot) 1.264,50 1.267,50 -0,2% -3,00 Kupfer-Future 2,62 2,64 -0,8% -0,02

Gold profitierte weiterhin von der Suche der Investoren nach vermeintlich sicheren Anlagen. Die Sorgen bezüglich des globalen Wachstums und die jüngsten Turbulenzen an den Devisenmärkten, ausgelöst durch die Schweizer Nationalbank und ihre überraschende Aufgabe der Verteidigung des Franken-Mindestkurses, haben dem Goldpreis auf Wochensicht zu einem Plus von 5 Prozent verholfen. Am Freitag kletterte der Preis für die Feinunze um 1 Prozent auf 1.276 Dollar, den höchsten Settlement-Preis seit Ende August.

   +++++ MELDUNGEN SEIT FREITAG 20.00 UHR +++++

   KONJUNKTUR JAPAN

   Industrieproduktion Nov revidiert -0,5% (vorläufig: -0,6%) gg Vormonat

   Auslieferungen Nov revidiert -1,4% (vorläufig: -1,4%) gg Vormonat

   Lagerbestände Nov revidiert +1,1% (vorläufig: +1,0%) gg Vormonat

   Kapazitätsauslastung Nov -0,8% gg Vormonat

   SYRIENKONFLIKT

   Im syrischen Bürgerkrieg droht eine zusätzliche Front zwischen bislang verbündeten kurdischen Milizen und der Armee von Präsident Baschar al-Assad zu entstehen. Mindestens 18 Menschen wurden am Wochenende bei Kämpfen in der nordöstlichen Stadt al-Hasaka getötet, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte.

   AT&T

   Milliardenschwere Anpassungen bei den Pensionsverpflichtungen und eine Abschreibung auf Vermögenswerte sorgen beim US-Telekommunikationskonzern für erhebliche Belastungen im vierten Quartal. Allein im Zusammenhang mit den Pensionskosten werden 7,9 Milliarden US-Dollar fällig.

   GOOGLE

   will mit einem Zukauf offenbar dem neuen Bezahlsystem Apple Pay Konkurrenz machen. Der Internetkonzern verhandele derzeit über eine Übernahme von Softcard, einem Anbieter von mobilen Bezahldienstleistungen, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen.

   SCHLUMBERGER

   (MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

   January 19, 2015 01:47 ET (06:47 GMT)

   Copyright (c) 2015 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 47 AM EST 01-19-15

-2 of 2- 19 Jan 2015 06:47:00 UTC  DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

   Angesichts des Ölpreisverfalls stehen der Energiebranche weitere Jobkürzungen bevor. Dabei seien Produzenten, die sich auf die Förderung von Schieferöl konzentrieren, wegen der höheren Kosten noch schlechter dran als andere Unternehmen der Branche, meint Schlumberger-Chef Paal Kibsgaard.

   XIAOMI

   Der chinesische Smartphonehersteller beteiligt sich am Softwarehersteller Kingsoft. Xiaomi kauft 3 Prozent an dem ebenfalls chinesischen Unternehmen vom Internetkonzern Tencent. Insgesamt zahlt der Smartphonebauer dafür rund 527 Millionen Hongkong-Dollar.

=== Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

   DJG/ros/flf

   (END) Dow Jones Newswires

   January 19, 2015 01:47 ET (06:47 GMT)

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