Novo Nordisk Aktie
WKN DE: A3EU6F / ISIN: DK0062498333
| Analystenliebling |
27.04.2026 22:07:00
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Novo Nordisk oder Eli Lilly: Für diese Pharma-Aktie sind Analysten optimistischer
• Eli Lilly: Klare Kaufdominanz und über 40 Prozent Upside
• Strategischer Deal stärkt Lilly zusätzlich
Warum Analysten bei Novo Nordisk skeptischer werden
Der direkte Vergleich zwischen Novo Nordisk und Eli Lilly offenbart derzeit eine deutliche Diskrepanz in der Markteinschätzung. Während der dänische Pharmariese lange als Benchmark im boomenden Markt für Adipositas-Medikamente galt, hat sich das Analystensentiment zuletzt merklich eingetrübt.
Laut TipRanks empfiehlt von acht Analysten nur noch einer die Novo-Nordisk-ADRs zum Kauf, sieben raten zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 43,00 US-Dollar und damit nur rund 4,4 Prozent über dem letzten Schlusskurs von 41,17 US-Dollar. Die Botschaft ist klar: Wachstum ja, aber ohne nennenswerte Überraschung nach oben.
Auch die jüngsten Analystenkommentare spiegeln diese Zurückhaltung wider. Deutsche Bank-Analyst Emmanuel Papadakis verweist auf "herausfordernde Wochen" im Zusammenhang mit neuen oralen Adipositas-Mitteln und betont, dass sich erst zeigen müsse, wie nachhaltig der Erfolg von Wegovy ist. Zwar liefern Pipeline-Projekte wie Etavopivat laut JPMorgan "eine Bestätigung für einen weiteren Wachstumsmotor", doch Jefferies relativiert die Bedeutung und sieht hier eher ein Produkt "abseits des Investorenfokus".
Die Skepsis zeigt sich auch im Kursbild. Novo Nordisk liegt seit Jahresbeginn rund 19 Prozent im Minus, trotz eines kurzfristigen Anstiegs von 6,88 Prozent am vergangenen Freitag. Zum Wochenstart ging es wieder nach oben: Die ADRs zeigten sich an der NYSE 0,04 Prozent höher bei 41,19 US-Dollar. Mit einem KGV von 11,87 wirkt die Aktie vergleichsweise günstig - allerdings deutet genau das darauf hin, dass der Markt bereits niedrigere Wachstumserwartungen einpreist.
Deshalb ist Eli Lilly der Analystenliebling
Eli Lilly steht auf der anderen Seite der Gleichung. Hier sprechen sich 17 von 20 Analysten für einen Kauf aus, nur ein Experte rät zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel von 1.254 US-Dollar impliziert ein Aufwärtspotenzial von über 40 Prozent. Goldman Sachs und Barclays haben ihre Kaufempfehlungen zuletzt bestätigt.
Auch Lilly hat im laufenden Jahr an Wert verloren und liegt rund 17,75 Prozent im Minus. Am Montag zeigte sich die Eli Lilly-Aktie an der NYSE 1,79 Prozent tiefer bei 868,14 US-Dollar. Der Unterschied: Die hohe Bewertung mit einem KGV von 39,13 wird vom Markt weiterhin akzeptiert - offenbar, weil das erwartete Wachstum entsprechend hoch eingeschätzt wird.
Strategischer Hebel: Lilly baut Pipeline weiter aus
Ein weiterer Unterschied zeigt sich in der strategischen Ausrichtung. Eli Lilly treibt seine Expansion aktiv voran und verstärkt gezielt die eigene Pipeline. Wie das Unternehmen mitteilt, übernimmt der Konzern den Biotech-Spezialisten Ajax Therapeutics.
Im Fokus steht der Wirkstoffkandidat AJ1-11095, ein neuartiger JAK2-Inhibitor zur Behandlung von Blutkrebserkrankungen. Dieser habe laut Unternehmen das Potenzial, "tiefere und nachhaltigere Behandlungserfolge" zu liefern als bestehende Therapien.
Besonders relevant ist der Ansatz für Patienten, die auf bisherige Therapien nicht mehr ansprechen. Lilly sieht hier einen klaren medizinischen Bedarf und will den Wirkstoff zügig weiterentwickeln. Der Deal kann inklusive Meilensteinzahlungen bis zu 2,3 Milliarden US-Dollar erreichen - ein deutliches Signal für den Expansionskurs.
Bewertungsabschlag vs. Wachstumserwartung
Unterm Strich zeigt sich ein klarer Gegensatz: Novo Nordisk ist günstiger bewertet, kämpft aber mit nachlassendem Analystenvertrauen und begrenztem Kurspotenzial. Eli Lilly dagegen bleibt teuer, wird aber von Analysten nahezu geschlossen als Kauf gesehen und untermauert seine Wachstumsstory durch strategische Zukäufe.
Auf der einen Seite könnten Anleger beim dänischen Pharmakonzern aktuell günstig einsteigen und auf eine Trendwende hoffen. Andererseits spricht die Entwicklung der vergangenen Monate eine klare Sprache. Bei Eli Lilly hingegen ist mit mehr Stabilität zu rechnen - und sollte das Papier das ausgelobte Konsensziel der Analysten erreichen, stünde künftig trotz hoher Bewertung ein ordentliches Plus in den Depots.
Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.at
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Aktien in diesem Artikel
| Eli Lilly | 974,90 | 0,00% |
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| Novo Nordisk | 37,80 | 0,00% |
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