Basler Aktie
WKN: 510200 / ISIN: DE0005102008
|
05.08.2026 09:59:40
|
ROUNDUP: Basler wird erneut optimistischer - Aktie dennoch im Minus
AHRENSBURG (dpa-AFX) - Der Bildverarbeitungsspezialist Basler hat nach kräftigen Zuwächsen im ersten Halbjahr erneut die Prognose erhöht. Beim Umsatz peilt das im Juni in den SDAX zurückgekehrte Unternehmen jetzt einen Anstieg auf 270 Millionen Euro bis 290 Millionen Euro an, wie es am Dienstagabend in Ahrensburg mitteilte. Das wäre ein Plus von bis zu 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die vergleichsweise breite Zielspanne gehe unter anderem auf Unsicherheiten in der Lieferkette zurück. Die Aktie legte am Mittwoch im frühen Handel zunächst kräftig zu, rutschte aber schnell ins Minus.
Bei der Marge, gemessen am Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit), liege die Prognose nun zwischen 12,5 und 14,5 Prozent nach knapp acht Prozent im vergangenen Jahr. Für Experten kommt die erneute Anhebung nicht überraschend. So haben die von Bloomberg befragten Analysten im Schnitt ohnehin bereits einen Umsatz von rund 280 Millionen Euro - also in der Mitte der neuen Zielspanne - auf dem Zettel.
Auch die erhöhte Margenprognose ist keine Überraschung. Experten hatten vor den Halbjahreszahlen damit gerechnet, dass Basler das obere Ende der jetzt angepeilten Spanne erreiche.
An der Börse machten einige Anleger nach dem guten Lauf der Aktien in diesem Jahr erst einmal Kasse. Im frühen Handel legte der Kurs um bis zu fünf Prozent auf 26,80 Euro zu, konnte die Gewinne aber nicht lange halten und drehte in die Verlustzone. Rund eine Stunde nach Handelsbeginn gab die Aktie rund vier Prozent auf 24,55 Euro nach.
Im Jahresverlauf legten die Basler-Anteile aber immer noch 60 Prozent zu, auch wenn die Papiere in den vergangenen Wochen etwas von dem im Juni erreichten Jahreshoch von knapp 32 Euro zurückgekommen sind. Das 1988 gegründete Unternehmen wurde im März 1999 - also zu Hochzeiten des Neuen Marktes Ende des vergangenen Jahrtausends - an die Börse gebracht.
Den bisher höchsten Kurs hatte das Papier mit rund 58 Euro im Herbst 2021 erreicht. Bis Ende 2024 rutschte die Aktie aber wieder bis auf 5 Euro ab. Seitdem erholt sie sich aber wieder. Getragen wird die Erholung von einer starken Geschäftsentwicklung.
Der Umsatz legte bis Ende Juni im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent auf 152 Millionen Euro zu. In den ersten sechs Monaten verdiente Basler vor Zinsen und Steuern (Ebit) rund 31 Millionen Euro und damit fast viermal so viel wie vor einem Jahr. Die operative Marge lag bei 20,4 (Vorjahr 7,7) Prozent und damit deutlich über der für das Gesamtjahr angepeilten Spanne.
Da der Auftragseingang in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 59 Prozent - und damit deutlich mehr als der Erlös - auf 180 Millionen Euro nach oben kletterte, sind die Aussichten für die kommenden Monate sehr positiv. Mit den Zuwachsraten schnitt Basler deutlich besser ab als der Gesamtmarkt.
"Nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) lagen die Auftragseingänge der deutschen Hersteller von Bildverarbeitungskomponenten per Ende Juni 2026 nominal um 25 Prozent über dem Vorjahresniveau", teilte Basler mit. "Die Branchenumsätze erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 9 Prozent."
"Mit einem gut gefüllten Auftragsbestand startet das Unternehmen mit Rückenwind in die zweite Jahreshälfte", hieß es in der Mitteilung. "Die starken Ergebnisse des ersten Halbjahres sowie die anhaltend positive Entwicklung des Auftragseingangs in den ersten Wochen des dritten Quartals stimmen die Basler AG grundsätzlich positiv. Die zunehmenden Engpässe in den Lieferketten erschweren jedoch die vollständige Bedienung der sehr hohen Nachfrage."
Zudem wurde die japanische Region Kumamoto vor wenigen Tagen von einem Erdbeben getroffen. "Infolge des Ereignisses musste Sony, einer der größten Lieferanten für Bildsensoren von Basler, die Produktion in einem dort ansässigen Werk vorübergehend einstellen." Nach aktuellem Kenntnisstand sei bis Mitte August mit erheblichen Einschränkungen der Produktion von Bildsensoren zu rechnen.
Da die Sicherheitsbestände in der Lieferkette infolge der hohen Nachfrage der vergangenen Monate weitgehend abgebaut seien, erwartet Basler vorübergehende Belastungen für die Produktionsmengen in den Monaten September und Oktober./zb/tih/he/mis
Der finanzen.at Ratgeber für Aktien!
Wenn Sie mehr über das Thema Aktien erfahren wollen, finden Sie in unserem Ratgeber viele interessante Artikel dazu!
Jetzt informieren!
Nachrichten zu Basler AG
Analysen zu Basler AG
| 10:38 | Basler Buy | Warburg Research | |
| 06:43 | Basler Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 08.07.26 | Basler Buy | Warburg Research | |
| 24.06.26 | Basler Hold | Warburg Research | |
| 28.08.25 | Basler Buy | Jefferies & Company Inc. |
Aktien in diesem Artikel
| Basler AG | 23,90 | -9,64% |
|