Raymond James Financial Aktie
WKN: 875072 / ISIN: US7547301090
| KI-Speicherboom |
28.02.2026 23:20:00
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Sandisk-Aktie im Fokus: Das nächste NVIDIA?
• NAND-Flash-Speicher ist durch KI-Rechenzentren stark nachgefragt
• Konkurrenten sind Micron, Samsung und SK hynix
Vom USB-Stick zum KI-Rechenzentrum
Sandisk war lange Zeit vor allem für Speicherkarten und USB-Sticks bekannt, Produkte, die in Digitalkameras, Spielkonsolen und anderen Unterhaltungselektronikgeräten steckten. Das Unternehmen wurde 2024 aus Western Digital ausgegliedert und ist seither als eigenständiges Unternehmen an der NASDAQ gelistet. Wie Adam Spatacco in einem Beitrag bei The Motley Fool vom 16. Februar 2026 beschreibt, durchläuft Sandisk aktuell eine Transformation, die Parallelen zu NVIDIAs früher Entwicklung aufweist: So wie NVIDIAs Grafikprozessoren ursprünglich für Gaming konzipiert waren und dann für KI-Anwendungen umfunktioniert wurden, wandelt sich Sandisk vom Konsumgüterhersteller zum Zulieferer für KI-Rechenzentren. Die Enterprise-SSDs und NAND-Flash-Speicherlösungen des Unternehmens sind mittlerweile ein fester Bestandteil der Infrastruktur großer Cloud-Anbieter.
Die Geschäftszahlen unterstreichen diesen Wandel. Wie aus Sandisks Pressemitteilung vom 29. Januar 2026 hervorgeht, erzielte das Unternehmen im zweiten Geschäftsquartal 2026 einen Umsatz von 3,03 Milliarden US-Dollar, ein bereinigter Gewinn pro Aktie von 6,20 US-Dollar und ein sequenzielles Umsatzwachstum im Rechenzentrumssegment von 64 Prozent. Der Konzern bezifferte das Umsatzwachstum im Jahresvergleich auf 61 Prozent. Sandisk konnte damit bei Gewinn als auch der Umsatz die Erwartungen der von FactSet befragten Analysten deutlich übertrafen. Der Ausblick auf das dritte Geschäftsquartal fiel laut Pressemitteilung ebenfalls stark aus, mit einer Umsatzprognose von 4,4 bis 4,8 Milliarden US-Dollar und einem bereinigten Gewinn von 12,00 bis 14,00 US-Dollar je Aktie.
KI-Boom trifft auf Speicherknappheit
Der Treiber hinter Sandisks Kursexplosion ist eine massive Angebotsknappheit bei NAND-Flash-Speicher. KI-Rechenzentren benötigen enorme Mengen an Speicherkapazität für Trainingsdatensätze und Inferenz-Workloads. Gleichzeitig steigt auch der Speicherbedarf in KI-fähigen Smartphones und PCs. Die Fertigungskapazitäten bei Sandisk laufen auf Volllast, doch die Nachfrage übersteigt das Angebot weiterhin. CEO David Goeckeler erklärte auf der Barclays Global Technology Conference am 10. Dezember 2025, die Nachfrageseite sei klar in einer Position, in der Verfügbarkeit über den Preis gestellt werde. Analysten von Raymond James stuften die Aktie nach den Q2-Zahlen auf "Outperform" hoch und verwiesen laut CNBC darauf, dass das Angebot so knapp sei, dass die Kapazitäten möglicherweise für Jahre ausverkauft sein könnten.
Diese Angebotslücke hat es Speicherherstellern ermöglicht, die Preise deutlich anzuheben. Sandisk soll im laufenden Quartal die Preise für Enterprise-3D-NAND-SSDs verdoppelt haben. Die Bruttomarge für das dritte Quartal prognostiziert das Unternehmen laut Pressemitteilung auf 65 bis 67 Prozent. Der Gesamtmarkt für High-Bandwidth-Memory (HBM) lag 2025 bei rund 35 Milliarden US-Dollar. Micron-CEO Sanjay Mehrotra bezifferte die erwartete jährliche Wachstumsrate im Rahmen von Microns Q1-FY2026-Earnings-Call am 17. Dezember 2025 auf rund 40 Prozent, was den HBM-Markt bis 2028 auf ein Volumen von etwa 100 Milliarden US-Dollar anwachsen lassen würde.
NVIDIA-Parallele und Risiken
Der Wettbewerb im Speichersegment verteilt sich auf Micron Technology, Samsung und SK hynix. Sandisks frühe Positionierung in der KI-Infrastruktur und das Joint Venture mit dem japanischen Hersteller Kioxia verschaffen dem Unternehmen allerdings Kostenvorteile bei der NAND-Fertigung. JPMorgan-Analyst Harlan Sur verwies laut Yahoo Finance darauf, dass die Nachfrage nach Enterprise-SSDs mit einer jährlichen Wachstumsrate von 35 Prozent bis 2027 auf rund 45 Milliarden US-Dollar ansteigen dürfte und Sandisk seinen Marktanteil in diesem Segment noch deutlich ausbauen könne.
Dennoch gibt es Risiken. Der Speichermarkt ist historisch zyklisch und schwankt zwischen Angebotsknappheit und Überangebot. Im Rahmen der Q2-Telefonkonferenz am 29. Januar 2026 erklärte CEO Goeckeler gegenüber Analysten, man sehe die Kundennachfrage derzeit weit über dem Angebot, und zwar über das Kalenderjahr 2026 hinaus. Jefferies-Analyst Blayne Curtis warnte laut Yahoo Finance jedoch vor der historisch volatilen Natur vergangener Speicherzyklen, auch wenn die Gewinne vorerst weiter steigen dürften. Sandisks Umsatz der vergangenen zwölf Monate liegt bei rund 9 Milliarden US-Dollar. Sollte sich die Nachfrage abkühlen oder neues Angebot auf den Markt kommen, könnte die Aktie empfindlich korrigieren. Bis dahin profitiert Sandisk jedoch von einem Umfeld, das dem frühen KI-Boom bei NVIDIA in vielen Aspekten ähnelt.
D. Maier / Redaktion finanzen.at
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| Barclays plc | 5,59 | 1,16% |
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| Factset Research Systems Inc. | 206,20 | 1,48% |
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| Jefferies Financial Group | 53,32 | 0,08% |
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| JPMorgan Chase & Co. | 285,20 | 3,58% |
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| Micron Technology Inc. | 883,50 | -5,25% |
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| NVIDIA Corp. | 179,20 | -2,09% |
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| Raymond James Financial Inc. | 131,95 | -0,94% |
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| SK hynix Inc. | 2 382 000,00 | 4,11% |
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