Amazon Aktie
WKN: 906866 / ISIN: US0231351067
|
02.03.2026 12:30:38
|
Verbraucherschützer: Plattformen verstoßen gegen EU-Recht
BERLIN (dpa-AFX) - Populäre Online-Plattformen machen es Nutzern in der Regel zu schwer, illegale Inhalte als Rechtsverstöße zu melden. Das zeigt eine Studie des Verbraucherzentrale Bundesverbands, bei der fünf Online-Marktplätze (AliExpress, Amazon, Shein, Temu, Zalando) und fünf Social-Media-Plattformen (Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok, YouTube) untersucht wurden. Nach Einschätzung der Verbraucherschützer verstoßen die Plattformen damit gegen geltendes europäisches Recht.
Der Digital Services Act (DSA) regelt, dass Online-Plattformen leicht zugängliche und nutzerfreundliche Melde- und Beschwerdeverfahren anbieten müssen. Die Untersuchung ergab, dass die Plattformen zwar Meldewege für illegale Inhalte anbieten, etwa Werbung für betrügerische Fakeshops. Diese seien jedoch immer wieder geprägt von technischen Hürden, manipulativen Designs und Intransparenz.
"Plattformen stellen erhebliche Hürden in den Weg"
Wenn Nutzerinnen und Nutzer von Online-Plattformen diese Inhalte melden wollten, müssten sie zum Teil erhebliche Hürden nehmen, beklagte Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands. "Das muss sich ändern. Plattformen sind dazu verpflichtet, leicht zugängliche Möglichkeiten zur Meldung solcher Inhalte zur Verfügung zu stellen."
Im Detail störten sich die Verbraucherschützer daran, dass die Meldewege in vielen Fällen schwer zugänglich und nicht immer nutzerfreundlich gestaltet seien. "Lange Klickpfade, unübersichtliche Auswahllisten und Doppelungen bei geforderten Angaben erschwerten die Meldungen. Teilweise kamen vorgeschriebene Eingangsbestätigungen nicht an."
Pop sagte, illegale Inhalte hätten auf Online-Plattformen nichts zu suchen. "Leicht zugängliche und nutzerfreundliche Melde- und Beschwerdeverfahren könnten helfen, diese schnell zu entfernen." Plattformen müssten die Regelungen des DSA endlich vollständig umsetzen und sämtliche Hürden für die Meldung illegaler Inhalte abbauen - oder Konsequenzen in Form von Bußgeldern bekommen.
DSA in den transatlantischen Beziehungen umstritten
Das Europäische Digitalgesetz DSA gehört zu den Konfliktfeldern zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten. Die Regierung von Präsident Donald Trump wirft der EU vor, mit dem DSA vor allem Zensurmaßnahmen umzusetzen. Die US-Regierung wertet DSA-Bußgelder als Kampfansage. Im vergangenen Dezember hatte die EU-Kommission auf Basis des DSA das erste Bußgeld gegen X (ehemals Twitter) in Höhe von 120 Millionen Euro ausgesprochen. Gegen Facebook und Instagram aus dem Meta (Meta Platforms (ex Facebook))-Konzern laufen die Verfahren noch, ebenso beim chinesischen Online-Händler AliExpress./chd/DP/nas
Der finanzen.at Ratgeber für Aktien!
Wenn Sie mehr über das Thema Aktien erfahren wollen, finden Sie in unserem Ratgeber viele interessante Artikel dazu!
Jetzt informieren!
Nachrichten zu Amazon
|
28.06.26 |
Finale Staffel von 'Maxton Hall' startet im Dezember (dpa-AFX) | |
|
26.06.26 |
ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt Amazon auf 'Overweight' - Ziel 330 Dollar (dpa-AFX) | |
|
25.06.26 |
Optimismus in New York: Dow Jones legt letztendlich zu (finanzen.at) | |
|
25.06.26 |
Gewinne in New York: Dow Jones bewegt sich am Donnerstagnachmittag im Plus (finanzen.at) | |
|
25.06.26 |
Freundlicher Handel in New York: Dow Jones steigt am Donnerstagmittag (finanzen.at) | |
|
25.06.26 |
Aktien von Amazon und Microsoft in Rot: EU verschärft Vorgehen gegen Cloud-Dienste (Dow Jones) | |
|
25.06.26 |
Freundlicher Handel: Dow Jones zum Start des Donnerstagshandels mit Kursplus (finanzen.at) | |
|
25.06.26 |
Magnificent Seven im Korrekturbereich: So schätzen Experten den Rücksetzer bei den Aktien von NVIDIA, Amazon, Microsoft und Co. ein (finanzen.at) |
Analysen zu Amazon
| 26.06.26 | Amazon Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 18.06.26 | Amazon Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 16.06.26 | Amazon Outperform | RBC Capital Markets | |
| 27.05.26 | Amazon Buy | UBS AG | |
| 04.05.26 | Amazon Kaufen | DZ BANK |
Aktien in diesem Artikel
| Amazon | 206,00 | 0,93% |
|
| Meta Platforms (ex Facebook) | 491,35 | 1,51% |
|
| Zalando | 25,76 | 4,08% |
|