Devisen im Blick 11.05.2026 16:51:00

Euro gewinnt etwas zum US-Dollar

Euro gewinnt etwas zum US-Dollar

Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1786 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte der Euro noch etwas niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1765 (Freitag: 1,1761) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8499 (0,8502) Euro.

Im Iran-Krieg ist weiter kein Frieden in Sicht. Die Kriegssorgen lassen die Anleger auch zu Beginn der neuen Handelswoche nicht los und die Ölpreise sind am Montag gestiegen. Dies treibt die Inflationserwartungen an und damit auch die Spekulation auf höhere Zinsen.

Der Euro wurde durch die Entwicklung jedoch nur vorübergehend belastet. Solange der Markt der EZB eine starke Reaktion auf die gestiegenen Inflationsgefahren zutraut, dürften sich die Reaktionen auf die Ölkrise laut Commerzbank zunächst in Grenzen halten. "Je länger der Angebotsschock am Energiemarkt anhält, desto stärker dürfte aber auch die konjunkturelle Belastung für den Euroraum zutage treten", hießt es in einem Kommentar. "Dies wäre umso mehr der Fall, sollten Sorgen hinsichtlich einer potenziellen Mangellage am Ölmarkt mit Anzeichen rapide fallender Lagerbestände zunehmen." Die Eurozone verfügt im Gegensatz zu den USA nicht über nennenswerte eigene Rohölvorkommen.

In einem Interview mit der "Financial Times" (FT) dämpfte der Vizepräsident der EZB, Luis de Guindos, allerdings die Erwartungen an eine Zinserhöhung etwas. Seiner Einschätzung nach sind die Inflationsrisiken derzeit geringer als vor vier Jahren, als der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die Energiekosten stark in die Höhe trieb. Nach Einschätzung von de Guindos sollte die Notenbank bei künftigen Zinsentscheidungen nicht überreagieren.

Wichtige Konjunkturdaten wurden im Tagesverlauf nicht veröffentlicht. Mit Spannung erwartet werden die Zahlen zu den Verbraucherpreisen aus den USA, die am Dienstag veröffentlicht werden.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86488 (0,86410) britische Pfund, 184,87 (184,37) japanische Yen und 0,9163 (0,9156) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.730 Dollar. Das waren 15 Dollar mehr als am Freitag.

/jkr/zb

FRANKFURT (dpa-AFX)

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