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Devisen im Blick 16.07.2026 10:08:00

Euro legt gegenüber Dollar weiter zu - das steckt dahinter

Euro legt  gegenüber Dollar weiter zu - das steckt dahinter

Am Vormittag mussten für die Gemeinschaftswährung Euro 1,1469 Dollar gezahlt werden. Damit wirken die jüngsten Inflationssignale aus den USA nach.

So war die am Dienstag veröffentlichte Inflationsrate im Juni stärker gesunken als erwartet und die am Mittwochnachmittag vorgelegten Erzeugerpreise hatten den Dollar dann weiter belastet. Denn: Der Anstieg der Erzeugerpreise schwächte sich im Juni ab. Verantwortlich waren die im Monatsvergleich gesunkenen Energiepreise.

Gleichwohl könnten die Energiepreise angesichts der jüngsten Eskalation im US-iranischen Krieg auch wieder anziehen und damit Inflationssorgen und somit auch Zinserhöhungfantasien nähren. "Solange auch der Markt diese Gefahr sieht und daher auf US-Zinserhöhungen setzt, dürfte sich die Dollar-Schwäche in Grenzen halten", erklärte Commerzbank-Devisenexpertin Thu Lan Nguyen.

Für Nguyen gibt es zwei zwei Möglichkeiten, wie diese Dollar-Resilienz enden könne. Ersten, wenn sich der Energiepreisschock weiterhin in Grenzen halte oder bei einer dauerhaften Einigung zwischen den USA und dem Iran. Die zweite Möglichkeit wäre eine Neubewertung der Reaktion der US-Notenbank auf Inflation durch die Akteure an den Devisenmärkten. "Das dürfte sogar der wichtigere Grund sein, weshalb der Markt seine US-Zinserhöhungserwartungen zuletzt so hoch geschraubt hat." So sei der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh jüngst deutlich falkenhafter aufgetreten als erwartet. Als Falken gelten Notenbanker, die eher für eine straffe Geldpolitik stehen.

FRANKFURT (dpa-AFX)

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Bildquelle: Sergey Nivens / Shutterstock.com