Devisen im Blick 06.02.2026 17:00:01

Warum der Euro zum Dollar steigt

Warum der Euro zum Dollar steigt

Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung Euro bei 1,1811 US-Dollar gehandelt. Im frühen Geschäft hatte der Euro noch niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1794 (Donnerstag: 1,1798) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8478 (0,8476) Euro.

Schwache Industriedaten aus Deutschland belasteten den Euro nicht nachhaltig. In der größten Volkswirtschaft des Währungsraums war die Produktion im Dezember überraschend stark gesunken, nachdem sie zuvor drei Monate in Folge gestiegen war. Ökonomen verwiesen aber auf den zuletzt kräftigen Auftragseingang in den Industriebetrieben und erwarten eine Fortsetzung der Erholung nach der langen Krise. Außerdem waren Daten zum deutschen Außenhandel im Dezember unerwartet stark ausgefallen.

Ein Teil seiner Gewinne gab der Euro am Nachmittag wieder ab. In den USA ist das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima im Februar laut einer ersten Schätzung stärker als erwartet gestiegen. Verbessert hat sich Beurteilung der aktuellen Lage durch die Verbraucher. Die Erwartungen gaben hingegen etwas nach.

In dem jüngsten Kursanstieg des Euro, der in der vergangenen Woche bis auf 1,20 Dollar ging, sehen Mitglieder der Europäischen Zentralbank (EZB) keinen Grund zur Sorge. Der größte Teil der Kursgewinne sei im ersten Quartal 2025 erfolgt, sagte EZB-Ratsmitglied Yannis Stournaras Bloomberg-TV. Die jüngste Kursentwicklung sei daher "nichts Dramatisches, das uns veranlassen sollte, unseren Kurs zu ändern", sagte der Notenbankpräsident von Griechenland.

EZB-Präsidentin Christin Lagarde hatte sich am Vortag nach der Zinsentscheidung ähnlich geäußert. Zwar könne ein stärkerer Euro die Inflation deutlicher nach unten drücken als bisher erwartet, sagte sie. Die bisherige Entwicklung sei im Basisszenario der Notenbank enthalten. Der Euro bewege sich immer noch im Rahmen des langfristigen Durchschnitts.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86790 (0,86910) britische Pfund, 185,27 (185,11) japanische Yen und 0,9175 (0,9161) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.950 Dollar. Das waren etwa 171 Dollar weniger als am Vortag.

FRANKFURT (dpa-AFX)

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