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Geändert am: 02.02.2026 22:02:22

ATX und DAX schließen deutlich fester -- Gewinne an den US-Börsen -- Asiens Börsen rutschen am Montag letztlich ab

AUSTRIA

Die Wiener Börse zeigte sich am Montag deutlich höher.

Zwar hatte der ATX leichter eröffnet, am frühen Nachmittag drehte er aber ins Plus und schloss letztlich 0,95 Prozent fester bei 5.658,25 Punkten.

Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Montag nach einem schwächeren Auftakt in die Gewinnzone vorgearbeitet. Im europäischen Umfeld drehten die Indizes noch deutlicher ins Plus. Im frühen Handel hatten noch eine deutliche Korrektur bei Edelmetallen sowie Gewinnmitnahmen bei asiatischen Tech-Werten auf die hiesigen Aktienmärkte ausgestrahlt.

Wesentlicher Auslöser des Kursrutsches bei Gold und Silber war die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger von US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump am Freitag. Am Markt wurden dadurch Zweifel genährt, ob es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird, denn Warsh galt in der Vergangenheit lange als geldpolitischer Falke. Marktbeobachtern zufolge verstärkte zudem die Auflösung spekulativer, teils gehebelter Positionen die Korrektur.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich am Montag von seiner freundlichen Seite.

Der DAX konnte seine frühen Verluste abschütteln und drang im Handelsverlauf deutlich in die Gewinnzone vor. Schlussendlich ging er mit einem kräftigen Plus von 1,05 Prozent bei 24.797,52 Indexpunkten aus der Sitzung.

Der deutsche Leitindex hat am Montag nach einem schwachen Start deutlich zugelegt. Die zeitweise massiven Verluste am Edelmetall-Markt konnten das Börsenbarometer damit nicht nachhaltig belasten. Vielmehr setzte sich unter Anlegern die Erkenntnis durch, dass sich an dem fundamental positiven Umfeld für die Börsen wohl nichts geändert hat.

Wesentlicher Auslöser des jüngsten Einbruchs bei den Preisen von Gold und Silber war die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump. Das hatte an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird.

Nicht wenige Spekulanten, die mit Kredit auf weiter anziehende Preise der Edelmetalle gesetzt hatten, wurden davon wohl auf dem falschen Fuß erwischt. Diese müssen dann Positionen glattstellen, was die Preise weiter belastet - eine Abwärtsspirale entsteht, bis die Lage bereinigt ist. Eine solche Entwicklung kann sich dann vorübergehend auch auf andere Märkte, etwa die für Aktien, auswirken.

Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, schrieb dazu: "Die auch durch Erhöhungen von Sicherheitsanforderungen der Terminbörsen ausgelösten Kursverluste der Edelmetalle - bei Silber die höchsten jemals an einem einzelnen Tag gemessenen - lösen automatische technische Verkäufe in anderen Vermögenswerten aus, obwohl diese mit der starken Kurskorrektur dort nichts zu tun haben." Zuletzt seien zu viele Anleger in Edelmetalle investiert gewesen und von der scharfen Korrektur am Freitag unvorbereitet getroffen worden. Nun müssten sie andere Depotpositionen verkaufen, um die Verluste bei den Metallen zu decken.

Vor diesem Hintergrund machten Anleger jetzt bei Rüstungswerten weiter Kasse. Das verwundert nicht, da diese auch im neuen Jahr bislang überdurchschnittlich stark zugelegt hatten. Für den Sektor sprechen weiterhin die Anforderungen der Nato angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sowie die geopolitischen Krisenherde, nachdem Irans oberster Führer im Falle eines US-Angriffs vor einer regionalen Eskalation gewarnt hatte.

WALL STREET

Zum Wochenauftakt griffen die Anleger an der Wall Street zu.

Zwar eröffnete der Dow Jones 0,23 Prozent tiefer bei 48'777,77 Punkten, anschliessend konnte er aber ins Plus drehen und schloss 1,05 Prozent höher bei 49.407,66 Punkten.
Freundlich zeigte sich nach zunächst schwachem Start auch der NASDAQ Composite, hier ging es schlussendlich um 0,56 Prozent auf 23.592,11 Zähler nach oben.

In den USA herrscht in Sachen Zinspfad unter dem von US-Präsident Donald Trump als Nachfolger für US-Notenbankgouverneur Jerome Powell am Freitag bestellten Kevin Warsh etwas Verunsicherung. Warsh gilt als einer der falkenhafteren unter den als Powell-Nachfolger gehandelten Kandidaten, was Zinssenkungsfantasien dämpft. Daher stehen die Edelmetalle Gold und Silber weiter unter Druck.

ASIEN

An den Börsen in Fernost dominierten zum Wochenstart die Bären.

So zeigte sich der Nikkei 225 in Tokio schlussendlich mit einem Minus von 1,25 Prozent bei 52.655,18 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite daneben 2,48 Prozent auf 4.015,75 Zähler.

Noch deutlicher abwärts ging es in Hongkong: Der Hang Seng verlor letztlich 2,23 Prozent auf 26.775,57 Einheiten.

Nach teils deutlichen Kurszuwächsen zum Jahresstart ging es an den asiatischen zum Auftakt in den Februar teils deutlich nach unten. Schwache Vorgaben der Wall Street am Freitag und ein allgemein anhaltend unsicheres Umfeld wurden zu Wochenbeginn mitunter als Begründung angeführt.

Dabei waren die Signale aus der Konjunktur gar nicht schlecht: In China verbesserte sich zumindest der Einkaufsmanagerindex von RatingDog deutlicher über die Wachstumsschwelle auf 50,3 von 50,1 Punkten. Grund für das bessere Umfeld seien vor allem die Aufträge aus dem Ausland gewesen, so Yao Yu, Gründer von RatingDog.

In Japan sorgte Ministerpräsidentin Sanae Takaichi mit Aussagen zur Wechselkursentwicklung offenbar für - zumindest kurzzeitige - Unsicherheit. Takaichi stellte in sozialen Medien eigene Äußerungen während einer Wahlkampfrede klar, die einige Marktteilnehmer als Signal für eine Toleranz gegenüber einem schwächeren Yen interpretierten. Am Wochenende hatte Takaichi gesagt, ein schwacher Yen stütze die Gewinne der Exporteure im Ausland. Anschließend schrieb sie in einem X-Post, dass ihre Absichten von einigen Medien missverstanden worden seien. Sie werde weder einen stärkeren noch einen schwächeren Yen befürworten, sondern stattdessen eine starke Wirtschaft aufbauen, die "widerstandsfähig gegenüber Wechselkursschwankungen" sei.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Baumwolle 0,61 -0,01 -1,13
Bleipreis 1 906,00 2,00 0,11
Dieselpreis Benzin 1,70 -0,02 -0,88
EEX Strompreis Phelix DE 87,16 0,71 0,82
Eisenerzpreis 104,81 -0,59 -0,56
Erdgaspreis - Natural Gas 3,42 -0,09 -2,48
Ethanolpreis 2,16 0,00 0,05
Goldpreis 4 959,02 182,83 3,83
Haferpreis 3,04 -0,08 -2,49
Heizölpreis 63,67 0,53 0,84
Holzpreis 585,50 -1,00 -0,17
Kaffeepreis 2,97 -0,12 -3,84
Kakaopreis 3 050,00 -17,00 -0,55
Kohlepreis 102,85 2,10 2,08
Kupferpreis 12 840,00 18,00 0,14
Lebendrindpreis 2,38 0,03 1,17
Mageres Schwein Preis 0,87 0,09
Maispreis 4,31 -0,04 -0,98
Mastrindpreis 3,68 0,04 1,03
Milchpreis 15,37 -0,14 -0,90
Naphthapreis (European) 555,51 0,75 0,13
Nickelpreis 16 800,00 120,00 0,72
Orangensaftpreis 1,59 -0,01 -0,50
Palladiumpreis 1 721,00 20,00 1,18
Palmölpreis 4 082,00 -39,00 -0,95
Platinpreis 2 111,00 20,50 0,98
Rapspreis 487,75 2,00 0,41
Reispreis 11,21 -0,07 -0,58
Silberpreis 77,77 6,87 9,69
Sojabohnenmehlpreis 303,40 0,20 0,07
Sojabohnenpreis 11,15 0,03 0,22
Sojabohnenölpreis 0,55 -0,56
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Uranpreis 70,05 -0,65 -0,93
Weizenpreis 190,00 -3,50 -1,81
Zinkpreis 3 290,00 35,00 1,08
Zinnpreis 45 845,00 -855,00 -1,83
Zuckerpreis 0,14 -1,12
Ölpreis (Brent) 68,11 0,79 1,17
Ölpreis (WTI) 63,55 0,26 0,41

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DAX 24 721,46 0,94%
Dow Jones 50 115,67 2,47%
NASDAQ Comp. 23 031,21 2,18%
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NIKKEI 225 54 253,68 0,81%
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