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Geändert am: 10.06.2026 09:14:15

Iran-Krieg eskaliert: ATX im Minus -- DAX in Grün -- Asiens Börsen fallen

AUSTRIA

Die Wiener Börse gibt am Mittwoch leicht ab.

Der ATX zeigte sich im frühen Handel 0,17 Prozent im Plus bei 6.019,06 Punkten, dreht im Anschluss jedoch in die Verlustzone.

An der Wiener Börse lässt sich am Mittwoch eine tiefere Tendenz beobachten. Die verschärfte Lage im Nahost-Konflikt sorgt bei den Anlegern für Zurückhaltung. Die USA und der Iran haben sich in der Golfregion trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen über ein Kriegsende erneut gegenseitig angegriffen. "Immerhin haben die USA die Angriffe als Reaktion auf den gestrigen Hubschrauber-Abschuss für beendet erklärt, sodass Hoffnung auf eine Fortsetzung der Verhandlungen besteht", schreiben die Helaba-Analysten in ihrem Tagesausblick.

Am heimischen Aktienmarkt liegt auf Unternehmensebene noch eine sehr dünne Meldungslage vor.

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt greifen am Mittwoch vorsichtig zu.

So startete der DAX 0,3 Prozent fester bei 24.507,4 Punkten und verbleibt im weiteren Verlauf auf grünem Terrain.

Der deutsche Aktienmarkt reagiert am Mittwoch zur Eröffnung nicht negativ auf die wieder verschärfte Lage im Nahost-Konflikt. Allerdings dürfte ein erneuter Schwächeanfall im globalen Technologiesektor die Anleger zunächst davon abhalten, vor den US-Inflationsdaten ins Risiko zu gehen.

Die USA und der Iran haben sich in der Golfregion trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen über ein Kriegsende erneut gegenseitig angegriffen. Als Reaktion auf den Abschuss eines US-Militärhubschraubers bombardierte das US-Militär im Iran Luftabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen im Bereich der Strasse von Hormus. Teheran griff daraufhin laut iranischen Medien US-Stützpunkte in der Golfregion und in Jordanien an.

Mit Spannung erwartet wird die am Nachmittag anstehende Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für Mai. Experten rechnen mit einem Anstieg der Inflationsrate auf 4,2 Prozent. "Das wäre gleichbedeutend mit dem stärksten Preisanstieg seit mehr als 2 Jahren. Eine negative Überraschung bei der Inflation könnte die ohnehin schon bestehenden Spekulationen über Zinserhöhungen noch weiter anheizen", fürchtet Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners.

WALL STREET

Die US-Börsen präsentierten sich am Dienstag uneins.

Der Dow Jones Industrial eröffnete die Sitzung wenig bewegt. Im Verlauf fiel er jedoch auf rotes Terrain zurück, wo er sich größtenteils aufhielt. Im Späthandel ging es jedoch leicht aufwärts. Er schloss 0,17 Prozent höher bei 50.870,94 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite legte zum Start noch zu, drehte im Verlauf allerdings ins Minus. Letztlich verabschiedete er sich 0,97 Prozent tiefer bei 25.678,82 Zählern.

Die US-Aktienmärkte gerieten am Dienstag im Handelsverlauf teilweise deutlich unter Druck. Belastet wurden sie vor allem durch erneute Kursverluste bei zuvor stark gelaufenen Halbleiterwerten. Zudem sorgten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zum Iran-Konflikt für Verunsicherung unter den Anlegern. Im weiteren Verlauf konnten die Indizes ihre zwischenzeitlichen Tiefstände jedoch teilweise wieder wettmachen.

Im Fokus der Anleger stehen zudem mehrere große Kapitalmarkttransaktionen. Der bevorstehende Börsengang von SpaceX sowie die Kapitalmaßnahmen bei großen Technologiekonzernen könnten die hohe Nachfrage nach KI-Aktien auf die Probe stellen. Marktbeobachter verweisen auf die Gefahr, dass das zusätzliche Aktienangebot die Aufnahmekapazität der Investoren belastet und die Volatilität erhöht.

Auch Unternehmen aus dem KI-Sektor drängen verstärkt an den Kapitalmarkt. Nach Anthropic hat inzwischen auch OpenAI eine Aktienplatzierung beantragt. Angesichts der milliardenschweren Investitionen in KI-Infrastruktur wächst jedoch die Diskussion, ob sich diese Ausgaben langfristig ausreichend auszahlen werden. Die anstehenden Börsengänge gelten daher als wichtiger Test für das Vertrauen der Anleger in den KI-Boom.

ASIEN

Die Börsen in Asien notieren am Mittwoch teils mit deutlichen Verlusten.

So verliert der Nikkei 225 in Japan zeitweise kräftige 2,39 Prozent auf 63.853,10 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland geht es ebenfalls nach unten: Der Shanghai Composite gibt 0,58 Prozent ab auf 3.986,66 Zähler.

In Hongkong notiert der Hang Seng derweil 1,11 Prozent tiefer bei 24.292,95 Einheiten.

Eine Eskalation des Iran-Kriegs setzt die asiatischen Aktienmärkte am Mittwoch unter Druck. Nach dem Abschuss eines US-Hubschraubers haben die USA mit massiven Angriffen auf iranische Ziele zurückgeschlagen. Teheran griff daraufhin laut iranischen Medien US-Stützpunkte in der Golfregion und in Jordanien an. Die militärischen Auseinandersetzungen lassen Zweifel am Fortschritt eines möglichen Friedensabkommens aufkommen. Die nur moderat steigenden Ölpreise zeigen aber, dass Anleger weiterhin auf ein Abkommen zur Beendigung des Krieges hoffen.

Zudem berichten Händler auch wieder über aufkommende Zweifel an den langfristigen Renditen bei Künstlicher Intelligenz, weswegen der Technologiesektor in einigen Teilen der Region unter Druck steht. Bereits an der Wall Street hatten Technologiewerte gelitten. Die in den USA am Nachmittag (MESZ) anstehenden Verbraucherpreise vergrößern die Vorsicht gegenüber Technologietiteln. "Ein hoher Inflationswert würde die Erwartungen an 'länger hohe' US-Zinsen untermauern, (...) insbesondere da der Konflikt zwischen den USA und dem Iran keine Anzeichen für eine schnelle Lösung zeigt, urteilt MUFG-Analyst Lloyd Chan. Die Spannungen im Nahen Osten stünden weiterhin im Mittelpunkt, die Spannungen belasteten die globale Risikostimmung.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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