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Geändert am: 15.05.2026 22:02:52

Enttäuschung nach Trump-Xi-Gipfel: ATX geht deutlich schwächer ins Wochenende -- DAX schließt unter 24.000-Punkte-Marke -- Wall Street schwach -- Asiens Börsen letztlich tiefer

AUSTRIA

Der heimische Aktienmarkt präsentierte sich am Freitag deutlich schwächer.

Der ATX blieb nach einem ziemlich schwachen Handelsauftakt weiter im Minus und verabschiedete sich letztlich 1,04 Prozent leichter bei 5.859,94 Punkten ins Wochenende.

Nach dem jüngsten Erholungsversuch hat der Wiener Aktienmarkt am Freitag wieder nachgegeben. Mit dem Ende des Besuchs des US-Präsidenten Donald Trump in China machte sich an den europäischen Börsen Ernüchterung breit, wodurch die Anleger vor dem Wochenende in Deckung blieben.

Die Treffen zwischen Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping hatten, soweit bisher bekannt, weder mit Blick auf Handelsfragen noch auf die verfahrene Situation im Nahen Osten Durchbrüche gebracht. Die Straße von Hormus bleibt somit faktisch geschlossen und angesichts steigender Ölpreise gingen am Markt wieder Inflations- und Zinssorgen um.

Trump sprach zum Abschluss der Reise von "fantastischen Handelsdeals", jedoch ohne ins Detail zu gehen. Stephen Innes von SPI Asset Management zufolge werden die Vorschusslorbeeren des Treffens zwischen den Präsidenten Chinas und der USA nun wieder eingesammelt. Es habe die Lage vielleicht etwas entspannt, aber die "strukturelle Rivalität" sei ungebrochen.

Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen daneben auf Aussagen des US-Präsidenten Trump, die den Schwung aus den Märkten genommen hätten. Trump sagte gegenüber dem Sender Fox News, die USA bräuchten die Straße von Hormus "überhaupt nicht" offen.

Unternehmensseitig blieb die Nachrichtenlage vor dem Wochenende ruhig.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Freitag tiefrot.

Der DAX vergrößerte seinen anfänglichen Verlust im weiteren Handelsverlauf noch deutlich und unterschritt dabei sogar die psychologisch wichtige 24.000-Punkte-Marke. Schlussendlich stand ein kräftiges Minus von 2,07 Prozent bei 23.950,57 Punkten an der Kurstafel.

Inflations- und Zinssorgen trübten vor dem Wochenende die Stimmung unter den Anlegern und drückten die Indizes am deutschen Aktienmarkt deutlich nach unten. Eine Lösung im Iran-Krieg lässt auf sich warten, weshalb die Ölpreise auf hohem Niveau blieben. Im Technologiesektor kam es zu Gewinnmitnahmen, im sehr schwachen Rohstoffsektor standen Edel- und Industriemetalle unter Druck. Letztlich hatten sich die Anleger wohl auch von dem Treffen zwischen dem chinesischen Staatschef Xi Jinping und dem US-Präsidenten Donald Trump in Peking mehr erwartet.

WALL STREET

Die US-Börsen verbuchten am Freitag Verluste.

Der Dow Jones Industrial eröffnete den Handel etwas und gab im weiteren Verlauf deutlicher nach. Er schloss 1,07 Prozent schwächer bei 49.526,11 Punkten.
Der NASDAQ Composite fiel zur Eröffnung zurück und verharrte anschließend tief im Minus. Sein Schlussstand: 26.225,14 Zähler (-1,54 Prozent).

Belastend wirkten vor allem die weiter ausbleibenden Fortschritte im Iran-Konflikt sowie erneut steigende Ölpreise. Die wichtige Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus bleibt faktisch eingeschränkt, was die Sorgen um die Energieversorgung hoch hält.

Konjunkturdaten wie der Empire-State-Index oder Zahlen zur Industrieproduktion fanden zwar Beachtung, galten derzeit aber kaum als richtungsentscheidend für die Märkte. Nach Einschätzung der Helaba spricht das wirtschaftliche Umfeld in den USA aktuell zudem nicht für eine baldige Lockerung der Geldpolitik.

Auch das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping brachte bislang nicht die erhofften großen Fortschritte. Thomas Altmann von QC Partners verwies darauf, dass die Märkte derzeit besonders sensibel auf fehlende Entspannungssignale aus dem Nahen Osten reagieren: Bleiben Fortschritte aus, geraten Aktien unter Druck, während Ölpreise und Anleiherenditen steigen.

ASIEN

Die asiatischen Börsen zeigten sich am Freitag tiefer.

In Tokio verlor der Nikkei 225 1,99 Prozent auf 61.409,29 Zähler.

Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite daneben 1,02 Prozent auf 4.135,39 Punkte.

In Hongkong zeigte sich der Hang Seng 1,62 Prozent schwächer bei 25.962,73 Punkten.

Ernüchterung über den US-chinesischen Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Gegenpart Xi Jinping ließen die Aktien an den asiatischen Märkten am Freitag nach unten abdrehen. Im Verlauf schon gesehene Aufschläge gingen wieder verloren.

Bislang scheine der Gipfel in vielen Fragen keine bedeutenden Durchbrüche erzielt zu haben. Der Markt wisse nicht so recht, was von dem Gipfel zu halten sei, sagte ein Händler. Zu bedenken sei außerdem, dass viele Ankündigungen früherer Treffen nie umgesetzt worden seien, daher vertraue der Markt mündlichen Verlautbarungen kaum.

Trump erklärte derweil, dass die USA die Wiedereröffnung der Strasse von Hormus nicht benötigten, worauf die Ölpreise leicht anziehen. Zudem erklärten US-Vertreter, dass sich die Gespräche mit China nicht auf Exportkontrollen für Halbleiter konzentrierten. Diese Aussagen dämpften Hoffnungen auf höhere Chipverkäufe in die Volksrepublik. Zudem offenbarten die Gespräche zur Taiwan-Frage keine erkennbaren Fortschritte, sondern eher wachsende Spannungen.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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15.05.26 Current Account
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15.05.26 Canadian Portfolio Investment in Foreign Securities
15.05.26 Foreign Portfolio Investment in Canadian Securities
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Weizenpreis 203,00 -1,50 -0,73
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Zinnpreis 55 600,00 -1 510,00 -2,64
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Ölpreis (WTI) 93,04 -2,98 -3,10

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