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Geändert am: 17.03.2026 21:23:51

Anleger ignorieren Ölpreisanstieg: US-Börsen letztlich in Grün -- ATX und DAX schließen mit Gewinnen -- Asiens Börsen mehrheitlich etwas schwächer

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt gewann am Dienstag hinzu.

Der ATX war kaum verändert gestartet und legte im weiteren Handelsverlauf zu. Letztlich beendete er die Sitzung 0,85 Prozent höher bei bei 5.343,35 Punkten.

Europas wichtigste Börsen bewegten sich größtenteils im Gewinnbereich. Weiterhin dreht sich alles um den Krieg der USA und Israels gegen den Iran und die damit verbundenen Ölpreise.

Das Thema Iran-Krieg und die damit zusammenhängenden hohen Energiepreise bleiben das bestimmende Thema und noch ist kein Ende dieser Phase in Sicht, so die Experten der Helaba. Die Bewegungen am Ölmarkt seien bisher in dieser Woche insgesamt gering gewesen, was für etwas Beruhigung gesorgt habe, kommentierten die Strategen der Deutschen Bank. Nach dem Rückgang zum Wochenanfang legten die Ölpreise am Dienstag wieder zu. Grund ist die Angst vor Lieferausfällen, da die Straße von Hormuz weiterhin nicht passiert werden kann.

Der internationale Blick ist bereits auf die großen Zentralbanken gerichtet. So entscheidet die US-Notenbank Fed am Mittwoch über ihren Leitzins, die EZB am Donnerstag, und auch in Großbritannien und Japan wird in dieser Woche über die Leitzinsen entschieden. Am Markt gilt es als ausgemacht, dass die amerikanischen Währungshüter den Leitzins auf ihrer morgigen Sitzung nicht ändern werden.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt knüpfte an seine Erholungsgewinne vom Wochenauftakt an.

Nach einer negativen Eröffnung drehte der DAX klar ins Plus und ging letztlich 0,71 Prozent höher bei 23.730,92 Punkten in den Feierabend.

Die erneut leicht gestiegenen Ölpreise bleiben aber weiter im Fokus, auch wenn sich die meisten Anleger mit Blick auf die Handelsumsätze "offensichtlich dazu entschieden haben, die aktuelle Krise ohne große Handelstätigkeit auszusitzen", wie Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners sagte.

Am zwölften Handelstag, seit die USA und Israel den Militärschlag gegen den Iran gestartet haben, schienen die Hoffnungen auf ein rasches Ende des Kriegs immer noch recht hoch zu sein. Ein länger andauernder Konflikt würde vor allem Europa und Asien wegen ihrer deutlich höheren Importabhängigkeit für Öl und Gas treffen. Die USA sind dagegen weitgehend autark.

Zunehmend in den Blick rücken zudem die großen Zentralbanken, denn am Mittwoch entscheidet die US-Notenbank Fed über ihren Leitzins und am Donnerstag die EZB. Spontane Zinsveränderungen werden zwar als unwahrscheinlich angesehen, doch erhoffe man sich "von den schriftlichen Statements oder zumindest von den Fragerunden mehr Einblicke, ob die Erwartung steigender Leitzinsen in der Eurozone und ausbleibender Zinssenkungen in den USA richtig ist", sagte Altmann.

Auch ohne den Iran-Krieg agiere die Fed bereits seit längerem im Spannungsfeld zwischen einer hartnäckigen Inflation und einem schwächelndem Arbeitsmarkt, gab DZ-Bank-Analyst Christian Lenk zu bedenken. Die Auswirkungen des Krieges dürften das Dilemma allerdings noch verschärfen.

WALL STREET

Die US-Börsen verbuchten am Dienstag Gewinne.

Der Dow Jones beendete die Sitzung bei 46.993,26 Punkten um 0,10 Prozent fester. Er hatte bereits im Plus eröffnet und sich auch im weiteren Verlauf über der Nulllinie gehalten, obwohl die Gewinne im späten Handel etwas abschmolzen.
Der NASDAQ Composite beendete den Dienstagshandel um 0,47 Prozent fester bei 22.479,53 Punkten. Auch er hatte bereits höher eröffnet und war auch anschließend auf grünem Terrain geblieben.

Am Dienstag, dem Tag vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed, ging die Erholung am New Yorker Aktienmarkt in die Fortsetzung. Den Gewinnen stand dabei nicht im Wege, dass im Iran-Krieg weiter keine Entspannung abzusehen war und die Ölpreise wieder etwas anzogen. Vor diesem Hintergrund blieben Anleger am Dienstag aber vorsichtig. Der Schwung bei den Aktienkursen flachte im Verlauf wieder etwas ab.

Laut einem Marktbeobachter setzten die Anleger zwar nicht auf eine schnelle Lösung in dem Iran-Krieg, sie versuchten aber die aktuellen Spannungen auf der Suche nach einer Einstiegsgelegenheit auszublenden. Der Iran hat nämlich seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Persischen Golf intensiviert. Über den höheren Ölpreis bremst dies die Konjunkturhoffnung und verstärkt zugleich Inflationsgefahren.

Anleger schauen deshalb auch gespannt auf anstehende Zinsentscheide großer Notenbanken. "Die Tendenz geht eindeutig dahin, dass die Zentralbanken restriktiver agieren werden, als es die Märkte wünschen", sagte der Investmentchef Andrew Chorlton von M&G Investment Managers. Bei der Fed dürften die Anleger am Mittwoch vor allem die Pressekonferenz von Notenbankchef Jerome Powell im Blick haben, der bald sein Amt an den von US-Präsident Donald Trump nominierten Kevin Warsh übergeben soll.

ASIEN

Die Börsen in Fernost zeigten sich am Dienstag mehrheitlich tiefer.

In Tokio verlor der Nikkei 225 am zweiten Handelstag der Woche und schloss 0,09 Prozent tiefer bei 53.700,39 Punkten.

Verluste wurden unterdessen ebenfalls vom chinesischen Festland gemeldet: Der Shanghai Composite verlor 0,85 Prozent auf 4.049,91 Stellen.

In Hongkong zeigte sich der Markt daneben von seiner freundlichen Seite: Anleger schoben den Hang Seng 0,24 Prozent auf 25.895,94 Punkte nach oben.

Die Aktienmärkte in Ostasien haben am Dienstag nach der positiven Vorgabe der Wall Street vom Vortag zunächst überwiegend freundlich tendiert. Allerdings kamen die Indizes im Späthandel deutlich von ihren Hochs zurück, und rutschten sogar ins Minus, nachdem die Ölpreise wieder etwas Fahrt nach oben aufnahmen - vor dem Hintergrund eines iranischen Angriffs auf Energieinfrastruktur in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Weiterhin gelangen fast keine Öltransporte durch die von Iran kontrollierte und abgeriegelte Straße von Hormus. Zudem handelte sich US-Präsident Trump bei seiner Aufforderung an diverse Staaten, sich an Schiffseskorten zu beteiligen, nur Absagen ein. Insbesondere viele ostasiatische Staaten beziehen ihr Öl über diese Schiffsroute.

Dazu könnte sich an den Börsen im späten Geschäft auch mehr Zurückhaltung wegen der rund um den Globus anstehenden Notenbanksitzungen im weiteren Wochenverlauf breitgemacht haben. Bei den Zentralbanken weltweit findet derzeit ein Umdenken bei den Zinsen statt, nachdem der Konflikt im Nahen Osten die Energiepreise massiv in die Höhe getrieben hat. Höhere Energiepreise dürften global steigende Inflationsraten zur Folge haben.

Die Reserve Bank of Australia machte den Anfang. Sie erhöhte angesichts der weiter zu hohen Inflation die Zinsen zum zweiten Mal in diesem Jahr - auf 4,10 von 3,85 Prozent. Die Entscheidung fiel aber knapp aus. Die Zentralbank verwies auf steigende Treibstoffkosten im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt, die ein zentrales Aufwärtsrisiko für die Inflation darstellten und bekräftigte die Erwartung, dass die Geldpolitik restriktiv bleiben könnte.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Datum Unternehmen/Event
17.03.26 360 Finance Inc (A) American Depositary Share Repr 2 Shs -A- / Quartalszahlen
17.03.26 A2A S.p.A. / Quartalszahlen
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17.03.26 ZEW Survey – Economic Sentiment
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17.03.26 Monatliches Budget-Statement
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17.03.26 Leistungsbilanz - BIP Rate

Rohstoffe in diesem Artikel

Aluminiumpreis 3 471,54 -41,37 -1,18
Baumwolle 0,72 0,01 1,06
Bleipreis 1 892,90 2,05 0,11
Dieselpreis Benzin 2,43 0,01 0,45
EEX Strompreis Phelix DE 99,30 0,45 0,46
Erdgaspreis - Natural Gas 2,81 0,01 0,39
Ethanolpreis 2,16 0,00 0,05
Goldpreis 4 650,90 -25,53 -0,55
Haferpreis 3,49 0,03 0,94
Heizölpreis 114,39 -0,79 -0,69
Holzpreis 584,00 -12,50 -2,10
Kaffeepreis 2,98 0,03 0,90
Kakaopreis 2 459,00 -5,00 -0,20
Kohlepreis 113,00 -
Kupferpreis 12 146,35 -123,60 -1,01
Lebendrindpreis 2,48 0,02 0,91
Mageres Schwein Preis 0,91 0,22
Maispreis 4,54 -
Mastrindpreis 3,72 -0,11
Milchpreis 17,49 -0,24 -1,35
Naphthapreis (European) 995,66 10,62 1,08
Nickelpreis 16 890,00 -171,50 -1,01
Orangensaftpreis 2,01 0,01 0,63
Palladiumpreis 1 484,00 -23,50 -1,56
Palmölpreis 4 739,00 -6,00 -0,13
Platinpreis 1 972,50 -10,50 -0,53
Rapspreis 505,75 1,00 0,20
Reispreis 11,08 -0,16 -1,38
Silberpreis 72,82 -0,20 -0,27
Sojabohnenmehlpreis 317,00 0,40 0,13
Sojabohnenpreis 11,65 -0,02
Sojabohnenölpreis 0,70 0,11
Super Benzin 2,18 0,00 0,18
Weizenpreis 202,50 1,25 0,62
Zinkpreis 3 234,90 -1,30 -0,04
Zinnpreis 45 226,00 -2 568,00 -5,37
Zuckerpreis 0,15 -0,20
Ölpreis (Brent) 109,69 0,45 0,41
Ölpreis (WTI) 112,41 0,87 0,78

Indizes in diesem Artikel

DAX 23 168,08 -0,56%
Dow Jones 46 669,88 0,36%
NASDAQ Comp. 21 996,34 0,54%
S&P 500 6 611,83 0,44%
NIKKEI 225 53 413,68 0,55%
Hang Seng 25 294,03 2,04%
ATX 5 457,38 -0,36%
Shanghai Composite 3 880,10 -1,00%