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Geändert am: 18.03.2026 12:32:14
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Vor Fed-Zinsentscheid: ATX und DAX in Grün -- Asiens Börsen letztlich im Plus
AUSTRIA
Der Wiener Aktienmarkt kann am Mittwoch zulegen.
Der ATX notierte im frühen Handel leichte 0,03 Prozent im Plus bei 5.344,79 Punkten, dreht anschließend aber in die Gewinnzone. Auch an den europäischen Leitbörsen ging es im Verlauf mit den Aktienkursen nach oben. Sie reagierten damit auf den gesunkenen Ölpreis. Dieser reagierte auf Bemühungen, den Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf abseits der Strasse von Hormus zu organisieren. Zuletzt hatte das Opec-Mitglied Irak eine Vereinbarung mit der Türkei zur Wiederaufnahme von Öltransporten getroffen.
Am heimischen Aktienmarkt rückten mit Ergebnisvorlagen der Verbund und Semperit in den Fokus der Akteure. Der Gummi- und Kautschukkonzern Semperit hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 einen massiven Gewinneinbruch erlitten. Unterm Strich blieben nach Steuern nur noch 0,4 Mio. Euro übrig, was einem Minus von über 96 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Aktionäre sollen infolgedessen für 2025 keine Dividende erhalten. Der Umsatz des Industriekonzerns ging 2025 leicht um 2,1 Prozent auf 662,4 Mio. Euro zurück.
Aufgrund der deutlich gesunkenen Stromproduktion aus Wasserkraft und der negativen Effekte aus der verlängerten Gewinnabschöpfung in Österreich fiel das Verbund-Ergebnis im Geschäftsjahr 2025 niedriger aus als im Vorjahr.
Die Aufmerksamkeit ist nun auf die Sitzung der US-Notenbank am Abend gerichtet.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt knüpft an seine Erholungsgewinne vom Wochenauftakt an.
Der DAX startete 0,45 Prozent fester bei 23.837,20 Punkten in den dritten Handelstag der Woche. Auch im weiteren Verlauf verbleibt er in der Gewinnzone.
Die Anleger an den Börsen weltweit fassen in der dritten Woche des Iran-Kriegs neuen Mut. Auch der deutsche Leitindex erholte sich am Mittwoch weiter, denn Anleger hoffen, "dass sich der feste Griff des Iran um den globalen Energiemarkt Schritt für Schritt lockern wird", wie Chefmarktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank erklärte.
Zum einen wachse weltweit der politische Druck auf US-Präsident Donald Trump, die Strasse von Hormus wieder passierbar zu machen. Zum anderen verlagerten Saudi-Arabien und der Irak ihre Exporte und nutzten Pipelines, um Öl zu sicheren Häfen zu bringen. So hat etwa der Irak ein Pipeline-Abkommen zum Ölexport über die Türkei geschlossen. Das alles sei "eine grosse Sache für den Ölmarkt". Auch wenn dadurch laut Stanzl nicht die gesamte Ölproduktion dieser Länder exportiert werden kann, "verliert die iranische Blockade der Meerenge von Hormus dadurch ein Stück weit an Bedeutung".
Am Abend wird obendrein auch die US-Notenbank Fed in den Blick rücken. Die Leitzinsentscheidung in den USA steht auf dem Programm. Im stark verunsicherten Umfeld wird die Fed zwar kaum die Leitzinsen verändern, doch marktbewegend könnten ihre Aussagen sein.
Zuletzt waren grundsätzliche Zinssenkungshoffnungen am Markt ausgepreist worden. Zudem waren angesichts des befürchteten Inflationsanstiegs, der durch den hohen Ölpreis zu erwarten ist, sogar erste Unsicherheiten über mögliche Zinsanhebungen aufgekommen. Daher sind nach den Worten der Helaba-Experten die Prognosen zu Wachstum und Inflation wesentlich.
WALL STREET
Die US-Börsen verbuchten am Dienstag Gewinne.
Der Dow Jones beendete die Sitzung bei 46.993,26 Punkten um 0,10 Prozent fester. Er hatte bereits im Plus eröffnet und sich auch im weiteren Verlauf über der Nulllinie gehalten, obwohl die Gewinne im späten Handel etwas abschmolzen.
Der NASDAQ Composite beendete den Dienstagshandel um 0,47 Prozent fester bei 22.479,53 Punkten. Auch er hatte bereits höher eröffnet und war auch anschließend auf grünem Terrain geblieben.
Am Dienstag, dem Tag vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed, ging die Erholung am New Yorker Aktienmarkt in die Fortsetzung. Den Gewinnen stand dabei nicht im Wege, dass im Iran-Krieg weiter keine Entspannung abzusehen war und die Ölpreise wieder etwas anzogen. Vor diesem Hintergrund blieben Anleger am Dienstag aber vorsichtig. Der Schwung bei den Aktienkursen flachte im Verlauf wieder etwas ab.
Laut einem Marktbeobachter setzten die Anleger zwar nicht auf eine schnelle Lösung in dem Iran-Krieg, sie versuchten aber die aktuellen Spannungen auf der Suche nach einer Einstiegsgelegenheit auszublenden. Der Iran hat nämlich seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Persischen Golf intensiviert. Über den höheren Ölpreis bremst dies die Konjunkturhoffnung und verstärkt zugleich Inflationsgefahren.
Anleger schauen deshalb auch gespannt auf anstehende Zinsentscheide großer Notenbanken. "Die Tendenz geht eindeutig dahin, dass die Zentralbanken restriktiver agieren werden, als es die Märkte wünschen", sagte der Investmentchef Andrew Chorlton von M&G Investment Managers. Bei der Fed dürften die Anleger am Mittwoch vor allem die Pressekonferenz von Notenbankchef Jerome Powell im Blick haben, der bald sein Amt an den von US-Präsident Donald Trump nominierten Kevin Warsh übergeben soll.
ASIEN
Die Börsen in Fernost zeigten sich am Mittwoch mit Zuschlägen.
In Tokio ging der Nikkei 225 letztlich 2,87 Prozent fester bei 55.239,40 Punkten in den Feierabend.
Auf dem chinesischen Festland präsentierte sich der Shanghai Composite schlussendlich 0,32 Prozent fester bei 4.062,98 Punkten.
In Hongkong bewegte sich der Hang Seng zu Handelsende 0,61 Prozent im Plus bei 26.025,42 Punkten.
In Japan ging es mit dem Leitindex kräftig nach oben. Auch in Hongkong und China zeigten sich die Börsen mit Zuschlägen.
Die sinkenden Ölpreise wirkten unterstützend. Im Handel wurde über eine eher nur technische Gegenbewegung spekuliert nach dem vorangegangenen Anstieg, schließlich setze der Iran seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur im gesamten Nahen Osten fort.
Im Fokus an den Märkten stand neben dem Fortgang des Kriegs im Nahen Osten, und dabei vor allem die Entwicklung des Ölpreises, der Zinsenentscheid der US-Notenbank am Abend (MEZ). Eine Zinsänderung wird nicht erwartet. Spannend wird, wie sich die Notenbanker zu den Gefahren einer steigenden Inflation und Konjunkturschwäche als Folge der gestiegenen Ölpreise und Lieferkettenprobleme durch den Krieg im Nahen Osten auslassen werden. Zinssenkungshoffnungen waren zuletzt immer weiter nach hinten verschoben worden. Längst werden nicht mehr zwei Zinssenkungen im laufenden Jahr erwartet, sondern, wenn überhaupt, nur noch eine. Die Frage sei, inwieweit die Fed dies angesichts des Energiepreisschocks bestätigte, so das Team von InTouch Capital Markets.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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