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Geändert am: 19.03.2026 21:20:59

ATX und DAX schließen schwächer -- Wall Street mit negativem Handelsschluss -- Asiens Börsen letztlich tiefrot

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt präsentierte sich mit Abschlägen.

Der ATX notierte im frühen Handel stellenweise tiefer und bewegte sich auch im weiteren Verlauf in der Verlustzone, wo er 2,99 Prozent leichter bei 5.263,02 Stellen aus dem Handel ging.

Nach der positiven ersten Wochenhälfte verzeichnete der Wiener Aktienmarkt am Donnerstag wieder Rückschläge. Dabei schlugen steigende Ölpreise und schwache Übersee-Vorgaben den Anlegern aufs Gemüt. Druck kommt erneut vom Ölpreis, dessen Anstieg Konjunktur- und Inflationssorgen schürt. Mittlerweile stiegen auch die Kontrakte für Lieferungen im Juni und Juli über 100 Dollar, was zeigt, dass die Marktakteure auch verstärkt Lieferengpässe in den kommenden Monaten einpreisen.

Ein iranischer Offizieller sprach in der Nacht auf X von einer neuen Eskalationsstufe. Damit reagiert das Regime auf zunehmende Angriffe auf seine Energieinfrastruktur. Der Iran sieht seinerseits Energieinfrastruktur in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar als legitime Ziele.

Am Vorabend hatten die wichtigsten US-Indizes ihre Verluste nach dem europäischen Handelsende massiv ausgeweitet. Die US-Notenbank Fed ließ in dem durch den Iran-Krieg verunsicherten Umfeld ihre Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert. Ein Commerzbank-Experte sprach von einem "falkenhaften Festhalten" am aktuellen Zins. Geldpolitisch setzen die sogenannten "Falken" restriktiv primär auf die Bekämpfung von Inflation durch steigende Zinsen.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt notierte auf rotem Terrain.

Der DAX startete schwächer in den Handelstag und rutschte im Anschluss tiefer in die Verlustzone. Er schloss die Sitzung 2,82 Prozent schwächer bei 22.839,56 Punkten ab.

Konjunktursorgen haben den deutschen Aktienmarkt wieder fest im Griff. Die wichtigsten Indizes gerieten am Donnerstag stark unter Druck. Für Verunsicherung sorgte der weiter kräftige Anstieg der Ölpreise, der die Furcht vor einem deutlichen Anziehen der Inflation mit entsprechend negativen wirtschaftlichen Konsequenzen schürte.

Der Ölpreis reagiert weiter sensibel auf Nachrichten zum Iran-Krieg. Ein iranischer Offizieller sprach in der Nacht auf der Online-Plattform X von einer neuen Eskalationsstufe. Damit reagiert das Regime auf zunehmende Angriffe auf seine Energieinfrastruktur. Der Iran sieht seinerseits Energieinfrastruktur in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar als legitime Ziele.

"Am deutschen Aktienmarkt herrscht ein Cocktail der Unsicherheit, bestehend aus geopolitischen Risiken und wachsenden Zinssorgen", sagte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. Die militärische Eskalation im Iran-Konflikt und die daraus resultierenden Turbulenzen am Ölmarkt hielten die Anleger weiterhin in Atem. Steigende Energiepreise nährten die Sorge, dass der geldpolitische Gegenwind nun deutlich anziehen könnte.

Die Erwartung einer schnellen Entspannung habe sich erneut als zu optimistisch erwiesen, fuhr Emden fort. Jede neue Eskalationsmeldung stelle dieses Szenario infrage. "Was aktuell noch als fragile Hoffnung am Markt vorhanden ist, kann jederzeit in Ernüchterung umschlagen", resümierte der Experte.

Hierzulande neigte sich die Berichtssaison der Unternehmen dem Ende zu, und die letzten Nachzügler veröffentlichten ihre Geschäftszahlen.

WALL STREET

Die US-Börsen reduzierten ihre teils deutlichen Verluste bis zum Handelsende.

Der Dow Jones eröffnete tiefer, rutschte dann zuerst weiter ab. Im späten Handel konnte er kurz auf grünes Terrain springen. Zur Schlussglocke stand dann jedoch wieder ein Abschlag von 0,44 Prozent auf 46.021,43 Punkte an der Tafel.
Der NASDAQ Composite knickte zunächst regelrecht ein, bis er seine Verluste letztlich auf -0,28 Prozent bei 22.090,69 Zählern eingrenzte.

Die Ölpreise haben am Donnerstag die Richtung an der Wall Street vorgegeben. Der weiter eskalierende Krieg im Nahen Osten und die anhaltenden Angriffe auf Energie-Infrastruktur hatten den Preis für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zunächst bis auf knapp 119 Dollar nach oben getrieben. Doch mit Aussagen von US-Finanzminister Scott Bessent gaben die Ölpreise ihre Gewinne wieder ab und drehten leicht ins Minus. Bessent hatte erklärt, die USA könnten die Sanktionen gegen iranisches Öl auf See aufheben und mehr Öl aus ihren strategischen Reserven freigeben, um die Preise zu dämpfen.

Bereits zur Wochenmitte hatten überraschend deutlich gestiegene Erzeugerpreise und Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell, wonach Zinssenkungen ohne Fortschritte bei der Bekämpfung der Teuerung ausbleiben könnten, kräftig auf die Stimmung gedrückt. In Europa notierten die wichtigsten Indizes zuletzt tief im Minus.

Die Stimmung werde von Risikoscheu dominiert, kommentierte Mathieu Racheter, Leiter der Aktienstrategie bei der Schweizer Privatbank Julius Bär. Die Märkte hätten weiterhin eine brisante Mischung aus geopolitischen Entwicklungen und Signalen der Zentralbanken zu verdauen, und "die erneute Eskalation im Nahen Osten lässt die Stagflationsängste wieder aufleben, gerade als sich die Anleger bis März allmählich mit der Inflationsentwicklung abgefunden hatten".

ASIEN

Die Börsen in Fernost präsentierten sich am Donnerstag mit Abschlägen.

In Tokio zeigte sich der Nikkei 225 letztlich 3,38 Prozent tiefer bei 53.372,53 Zählern.

Auf dem chinesischen Festland präsentierte sich der Shanghai Composite schlussendlich 1,39 Prozent tiefer bei 4.006,55 Indexpunkten.

In Hongkong bewegte sich der Hang Seng letztlich 2,02 Prozent im Minus bei 25.500,58 Punkten.

Deutlicher abwärts ging es am Donnerstag an den ostasiatischen Aktienmärkten. Gegenwind kam von mehreren Seiten: Zum einen sorgten die Aussagen der US-Notenbank (Fed) vom Vorabend für Verunsicherung, worauf die Wall Street bereits mit Verlusten reagiert hatte. Zum anderen stiegen die Ölpreise wieder kräftig und schürten Inflationssorgen.

Die Kernbotschaft der US-Notenbank war Unsicherheit. Sie ließ erwartungsgemäß die Leitzinsen unverändert und veröffentlichte Zinsperspektiven (Dot Plots), die auf nur noch eine Zinssenkung in diesem Jahr hindeuten, und nicht mehr auf zwei wie noch beim vorangegangenen Treffen im Januar. Auch das überraschte nicht. In der begleitenden Erklärung räumte die Fed allerdings "Unsicherheit" aufgrund des Krieges im Nahen Osten ein. Und Fed-Chef Powell sagte, die Auswirkungen der Entwicklungen im Nahen Osten seien ungewiss. "Die höheren Energiepreise werden die Inflation antreiben, aber es ist noch zu früh, das Ausmaß abzuschätzen".

Derweil ließ auch die japanische Notenbank wie erwartet die Zinsen unverändert, wies aber ebenfalls auf zunehmende Unsicherheit der Auswirkungen des Krieges auf die Inflation hin. Anders als die US-Notenbank befindet sich die japanische Zentralbank allerdings ohnehin bereits in einem Zinserhöhungszyklus und im April dürften die Zinsen weiter angehoben werden. Die Notenbanker erklärten, dass der weitere Verlauf des Nahost-Konflikts und die Entwicklung der Rohölpreise den Inflationspfad Japans beeinflussen könnten, insbesondere angesichts der starken Abhängigkeit des Landes von Energieimporten.

Unterdessen fiel der Yen im Zuge der allgemeinen Dollarstärke wieder deutlicher zurück Richtung 160 je Dollar. Das schürte zusätzlich Inflationsgefahren, weil es Importe verteuert. Angesichts der Yen-Schwäche gab es jüngst bereits wenig erfolgreiche Versuche, mit verbalen Interventionen den Yen zu stützen.

Fortgesetzte gegenseitige Angriffe im Krieg im Nahen Osten auf Energieanlagen treiben derweil die Ölpreise wieder stark nach oben. Nordseeöl der Sorte Brent verteuert sich um über 4 Prozent auf rund 112 Dollar. Damit nähert sich der Preis wieder dem Höchstniveau seit Ausbruch des Krieges, als in der Spitze Preise von rund 120 Dollar aufgerufen wurden.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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19.03.26 01 Communique Laboratory Inc Registered Shs / Quartalszahlen
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19.03.26 ABB Ltd. (Asea Brown Boveri Ltd.) (Spons. ADRS) / Hauptversammlung
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19.03.26 Accenture PLC Cert Deposito Arg Repr 0.013333333 Sh / Quartalszahlen
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19.03.26 BoE Zinssatzentscheidung
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19.03.26 BoE MPC Vote Rate Cut
19.03.26 BoE Minutes
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19.03.26 Durchschnittliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (4-Wochen-Durchschnitt)
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19.03.26 EZB-Zinssatz für die Einlagefazilität
19.03.26 ECB Monetary Policy Statement
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Baumwolle 0,80 -0,03 -3,25
Bleipreis 1 966,35 22,50 1,16
Dieselpreis Benzin 2,08 -0,01 -0,48
EEX Strompreis Phelix DE 97,95 0,15 0,15
Erdgaspreis - Natural Gas 2,72 -0,07 -2,62
Ethanolpreis 2,16 0,00 0,05
Goldpreis 4 685,31 128,07 2,81
Haferpreis 3,25 -0,16 -4,76
Heizölpreis 100,91 -5,55 -5,21
Holzpreis 579,00 2,00 0,35
Kaffeepreis 3,03 -0,03 -0,96
Kakaopreis 3 073,00 13,00 0,42
Kohlepreis 110,10 -0,55 -0,50
Kupferpreis 12 969,90 77,40 0,60
Lebendrindpreis 2,53 -0,12
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Maispreis 4,60 -0,06 -1,24
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Palladiumpreis 1 535,00 28,50 1,89
Palmölpreis 4 531,00 -107,00 -2,31
Platinpreis 2 010,00 39,50 2,00
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Weizenpreis 189,50 -1,25 -0,66
Zinkpreis 3 347,35 -0,65 -0,02
Zinnpreis 49 799,00 625,00 1,27
Zuckerpreis 0,15 -0,01 -4,36
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