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Geändert am: 20.01.2026 22:18:33

Zollsorgen: ATX und DAX geben letztlich kräftig nach -- Wall Street schlussendlich deutlich tiefer -- Asiens Börsen schließen leichter

AUSTRIA

Am Dienstag führte der ATX seine Konsolidierung fort.

Nach einem negativen Start bewegte sich der ATX auch weiterhin in der Verlustzone und beendete den Dienstagshandel 1,30 Prozent tiefer bei 5.370,85 Punkten.

Damit reihte sich Wien in das Gesamtbild der europäischen Börsen ein, die sich allesamt tiefrot präsentierten. Haupttreiber waren US-Präsident Donald Trumps Zugriffswünsche auf Grönland, die mit Zolldrohungen einhergehen. Betroffen von den neuen Zöllen wären acht europäische NATO-Länder, darunter auch Deutschland. Die Verschärfung der transatlantischen Spannungen und die neue Zollunsicherheit nagten an der europäischen Anlagestory, schrieb Beata Manthey, Aktienmarktstrategin der Citigroup. Es liege nun ein Schatten über der erwarteten Gewinnbelebung europäischer Konzerne.

Bezüglich Einzelwerten rückten der Flughafen Wien und Kapsch TrafficCom in den Fokus. Der Flughafen Wien hat bekanntgegeben, mit einem Passagierrückgang zu rechnen. Der Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom wiederum konnte von einem neuen Auftrag in Griechenland berichten.

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt ergriffen am Dienstag die Flucht.

Der DAX baute sein anfängliches Minus im weiteren Verlauf noch aus und ging 1,03 Prozent schwächer bei 24.703,12 Indexpunkten in den Feierabend.

Die am Wochenende wieder aufgeflammten Zollsorgen haben den deutschen Aktienmarkt auch am Dienstag deutlich belastet. Für den deutschen Leitindex, der zum Wochenauftakt wieder unter die runde Marke von 25.000 Punkten gerutscht war, ging die Korrektur der vorherigen Rekordjagd weiter. In der Vorwoche hatte er noch eine Bestmarke von 25'507 Punkten erreicht.

US-Präsident Donald Trump hatte den europäischen Anlegern am Wochenende die Laune verhagelt. Wegen des Grönland-Streits hatte er Strafzölle ab Februar angekündigt, die zum 1. Juni Zölle noch steigen sollen, sofern kein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt wird. Betroffen von den Zöllen sind acht europäische NATO-Länder, darunter auch Deutschland.

Die Verschärfung der transatlantischen Spannungen und die neue Zollunsicherheit nagten an der europäischen Anlagestory, schrieb Beata Manthey, Aktienmarktstrategin der Citigroup. Es liege nun ein Schatten über der erwarteten Gewinnbelebung europäischer Konzerne. Manthey strich daher ihre Präferenz für Aktien Kontinentaleuropas und schätzt sie im globalen Kontext nur noch neutral ein - erstmals seit mehr als einem Jahr, wie sie betonte. Mit Blick auf einzelne Branchen ist sie besonders skeptisch für Auto- und Chemiekonzerne. Hier hält sie eine Belebung der Gewinnentwicklung für besonders schwierig.

Optimistischer äußerte sich Marina Zavolock von Morgan Stanley. Die neue Zolleskalation erschwere die Lage insgesamt zwar, allerdings seien die Belastungen höchst individuell, so die Anlageexpertin. Und letztlich werde Europa in seinem Kurs zu mehr Eigenständigkeit und Eigenverantwortung bestärkt, was nicht nur Rüstungsinvestitionen, sondern auch der Reformagenda insgesamt Schub geben dürfte.

WALL STREET

Die US-Börsen haben die verkürzte Handelswoche tief auf rotem Terrain begonnen.

Der Dow Jones verlor zur Startglocke bereits klar und rutschte anschließend noch stärker ab. Er beendete den Handel 1,76 Prozent tiefer bei 48.488,77 Punkten.
Der NASDAQ Composite machte zur Eröffnung ebenfalls Verluste und tendierte auch weiterhin tief im Minus. Er schloss den Tag 2,39 Prozent schwächer bei 22.954,32 Einheiten ab.
Für den S&P 500 ging es zum Beginn der Sitzung deutlich abwärts. Auch im weiteren Verlauf ging es weiter runter. Schlussendlich wurden Verluste in Höher von 2,06 Prozent bei 6.796,93 Stellen verzeichnet.

An der Wall Street ließen sich am Dienstag deutliche Kursverluste beobachten. Nach dem feiertagsbedingten Handelspause am Montag reagierten die US-Anleger nun auf die Eskalation im Streit um Grönland. Präsident Donald Trump hatte am Wochenende erneut Anspruch auf die zu Dänemark gehörende Insel erhoben und europäischen NATO-Staaten Strafzölle angedroht, die Dänemark militärisch unterstützen. Die Europäische Union kündigte daraufhin entschiedene Gegenmaßnahmen an.

Im Mittelpunkt des Interesses stand nun das Weltwirtschaftsforum in Davos. Während EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die geplanten US-Strafzölle am Dienstag als "Fehler" bezeichnete und die Souveränität Grönlands verteidigte, wird am Mittwoch die Rede von Präsident Trump erwartet.

Anders als erwartet stellte sich im Handelsverlauf noch heraus, dass es an diesem Dienstag doch noch keine Entscheidung über die Rechtmäßigkeit schon geltender US-Zölle durch den Obersten Gerichtshof geben wird.

Im Fokus der Anleger stand zudem die Netflix-Bilanz, die nach US-Börsenschluss veröffentlicht wurde.

ASIEN

An den Börsen in Fernost ging es am Dienstag abwärts.

In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich 1,11 Prozent auf 52.991,10 Indexpunkte.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite schlussendlich 0,01 Prozent tiefer bei 4.113,65 Einheiten.

Ebenso abwärts ging es unterdessen in Hongkong: Der Hang Seng präsentierte sich schließlich mit einem Minus von 0,29 Prozent auf 26.487,51 Stellen.

Überwiegend mit Abgaben zeigten sich die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag. Marktteilnehmer verwiesen auf die zunehmenden Sorgen in Bezug auf Grönland. US-Präsident Donald Trump hatte seine Ansprüche zur Übernahme des Landes bekräftigt - eine Lösung zeichnete sich weiterhin nicht ab. Obwohl die Besorgnis über Trumps Rhetorik bezüglich der Grönland-Kontrolle zunehme, nähmen die Märkte die Dinge recht gelassen, meinte Sally Auld, Chefvolkswirtin bei der National Australia Bank.

Sie setzten möglicherweise darauf, dass es bei den bevorstehenden Treffen in Davos zu einer Deeskalation kommen werde. Das Muster aus Eskalation und anschließender Deeskalation sei etwas, das die Märkte von der Trump-Regierung gewohnt seien, fügte sie hinzu. Sollte sich das Thema jedoch weiter verschärfen, wären die Auswirkungen für die NATO erheblich und die Märkte wären gezwungen, sich neu zu kalibrieren, ergänzte die Teilnehmerin.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Unternehmensdaten

Datum Unternehmen/Event
20.01.26 3M Co Canadian Depoitary Receipt Hedged Reg S / Quartalszahlen
20.01.26 3M Co Cert.Deposito Arg.Repr. 0.2 Shs / Quartalszahlen
20.01.26 3M Co. / Quartalszahlen
20.01.26 Add Shop Promotions Ltd Registered Shs 144A Reg S / Quartalszahlen
20.01.26 Allied Corp Registered Shs / Quartalszahlen
20.01.26 AmeriServ Financial Inc. / Quartalszahlen
20.01.26 Ashland Global Holdings Inc / Hauptversammlung
20.01.26 Asian Warehousing Ltd Registered Shs / Quartalszahlen

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20.01.26 EcoFin-Treffen
20.01.26 Producer Price Index (YoY)
20.01.26 Erzeuger- und Importpreise (Jahr)
20.01.26 Producer and Import Prices (MoM)
20.01.26 Current Account Balance EUR
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20.01.26 Current Account (YoY)
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20.01.26 ZEW Umfrage - Konjunkturerwartungen
20.01.26 ZEW Umfrage - Konjunkturerwartungen
20.01.26 ZEW Survey – Current Situation
20.01.26 Bauleistung s.a (Monat)
20.01.26 Construction Output w.d.a (YoY)
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20.01.26 EZB-Mitglied Nagel spricht
20.01.26 Auktion 52-wöchiger Treasury Bills
20.01.26 Handelsbilanz (im Monatsvergleich)

Rohstoffe in diesem Artikel

Aluminiumpreis 3 070,27 38,34 1,26
Baumwolle 0,61 -0,01 -1,13
Bleipreis 1 906,00 2,00 0,11
Dieselpreis Benzin 1,70 -0,02 -0,88
EEX Strompreis Phelix DE 87,16 0,71 0,82
Eisenerzpreis 104,81 -0,59 -0,56
Erdgaspreis - Natural Gas 3,42 -0,09 -2,48
Ethanolpreis 2,16 0,00 0,05
Goldpreis 4 959,02 182,83 3,83
Haferpreis 3,04 -0,08 -2,49
Heizölpreis 63,67 0,53 0,84
Holzpreis 585,50 -1,00 -0,17
Kaffeepreis 2,97 -0,12 -3,84
Kakaopreis 3 050,00 -17,00 -0,55
Kohlepreis 102,85 2,10 2,08
Kupferpreis 12 840,00 18,00 0,14
Lebendrindpreis 2,38 0,03 1,17
Mageres Schwein Preis 0,87 0,09
Maispreis 4,31 -0,04 -0,98
Mastrindpreis 3,68 0,04 1,03
Milchpreis 15,37 -0,14 -0,90
Naphthapreis (European) 555,51 0,75 0,13
Nickelpreis 16 800,00 120,00 0,72
Orangensaftpreis 1,59 -0,01 -0,50
Palladiumpreis 1 721,00 20,00 1,18
Palmölpreis 4 082,00 -39,00 -0,95
Platinpreis 2 111,00 20,50 0,98
Rapspreis 487,75 2,00 0,41
Reispreis 11,21 -0,07 -0,58
Silberpreis 77,77 6,87 9,69
Sojabohnenmehlpreis 303,40 0,20 0,07
Sojabohnenpreis 11,15 0,03 0,22
Sojabohnenölpreis 0,55 -0,56
Super Benzin 1,73 -0,01 -0,75
Uranpreis 70,05 -0,65 -0,93
Weizenpreis 190,00 -3,50 -1,81
Zinkpreis 3 290,00 35,00 1,08
Zinnpreis 45 845,00 -855,00 -1,83
Zuckerpreis 0,14 -1,12
Ölpreis (Brent) 68,11 0,79 1,17
Ölpreis (WTI) 63,55 0,26 0,41

Indizes in diesem Artikel

DAX 24 721,46 0,94%
Dow Jones 50 115,67 2,47%
NASDAQ Comp. 23 031,21 2,18%
S&P 500 6 932,30 1,97%
NIKKEI 225 54 253,68 0,81%
Hang Seng 26 559,95 -1,21%
ATX 5 665,53 0,51%
Shanghai Composite 4 075,92 -0,64%