Geändert am: 20.03.2026 21:25:07

US-Börsen zum Wochenschluss auf Talfahrt -- ATX und DAX gehen deutlich schwächer ins Wochenende -- Asiens Börsen schlussendlich im Minus - Nikkei im Feiertag

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt zeigte sich am Freitag eine Spur tiefer.

Dabei notierte der ATX im frühen Handel noch fester, konnte seine Gewinne aber im weiteren Verlauf nicht halten. Am Nachmittag rutschte das Börsenbarometer weit unter die Nulllinie. Dort verabschiedete sich der Leitindex mit einem Minus von 1,30 Prozent bei 5.194,82 Punkten.

Geprägt wurde das Marktgeschehen weiterhin von Schlagzeilen zum Irankrieg. Zwar machten Aussagen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu Hoffnung auf ein nun doch rascheres Kriegsende als befürchtet. Andererseits erwägen die USA einem Bericht des US-Nachrichtenportals "Axios" zufolge eine Besetzung oder Blockade der Golf-Insel Kharg, auf der sich wichtige Ölanlagen des Irans befinden.

Etwas Gegenwind für die Aktienkurse kam am Freitagvormittag daher von wieder steigenden Ölpreisen. Zuletzt notierte Öl der Marke Brent weiter über 105 US-Dollar.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt begab sich im Freitagshandel einmal mehr auf Richtungssuche.

So nahm der DAX den Handel zunächst fester auf, wechselte im Anschluss jedoch häufiger das Vorzeichen. Am Nachmittag rutschte das Börsenbarometer deutlich ab. Letztlich ging er mit Verlusten von 2,01 Prozent bei 22.380,19 Punkten in den Feierabend.

Nach einem positiven Auftakt geriet der deutsche Aktienmarkt am Freitag im Handelsverlauf ins Stottern und rutschte mehrmals in die Minuszone. Zunächst stützten vage Hoffnungen auf ein schnelleres Ende des Iran-Krieges. Dann sorgten jedoch wieder deutlich steigende Ölpreise und später eine schwächere Eröffnung an der Wall Street für erneute Belastung. Die Kursschwankungen brachten Händler auch mit dem sogenannten großen Verfalltag in Verbindung. An diesem Freitag liefen an den Termin- und Derivatebörsen Futures und Optionen auf Aktienindizes aus.

WALL STREET

Die US-Börsen zeigten sich am Freitag deutlich schwächer.

Der Dow Jones beendete die Sitzung nahe am Tagestief und verlor letztlich 0,96 Prozent Prozent auf 45.577,47 Punkte. Er markierte damit den tiefsten Stand seit Oktober.
Der NASDAQ Composite rutschte noch stärker ab und fiel schlussendlich um 2,01 Prozent auf 21.647,61 Zähler.

Die Wall Street hatte ihre Abschläge am Freitag im Verlauf ausgebaut. Wieder gestiegene Erdölpreise belasteten die US-Börsen. Der hohe Ölpreis schürte einerseits Inflations- und andererseits Wachstumsängste. Dieses Stagflationsumfeld lieferte kaum Kaufargumente für Aktien. In den vergangenen Tagen hatten die wichtigsten Notenbanken weltweit die Inflationsgefahren thematisiert - bedingt durch den Ölpreisschock.

Eine Deeskalation des Irankrieges war weiter nicht in Sicht. Das US-Verteidigungsministerium entsendete drei weitere Kriegsschiffe und Tausende zusätzliche Marine-Infanteristen in den Nahen Osten. Aus dem Iran kamen derweil neue Drohungen.

Zudem wurde die Ölraffinerie Mina Al-Ahmadi in Kuwait Ziel eines Drohenangriffs, worauf einige Teile der Raffinerie ihren Betrieb einstellen mussten. Die Ölpreise drehten mit den Schlagzeilen ins Plus, obwohl die USA erwogen, weitere Teile ihrer strategischen Ölreserven freizugeben. Auch über die Lockerung von Sanktionen auf iranisches Öl, das sich schon in Tankschiffen auf See befindet, wurde nachgedacht. Der Preis für das Fass Brentöl zog zeitweise auf über 112 US-Dollar an - ein Aufschlag von 8,8 Prozent auf Wochensicht.

Auf ihrer Suche nach Sicherheit griffen Anleger zum Dollar, der überdies gestützt wurde von geschwundenen Zinssenkungserwartungen und gestiegenen Marktzinsen. Die US-Notenbank hatte deutlich gemacht, dass Zinssenkungen vorerst vom Tisch seien. Denn der Krieg im Nahen Osten und der steigende Ölpreis dürften die Inflation nach oben treiben.

ASIEN

Die Börsen in Fernost präsentierten sich am Freitag mit Abschlägen.

In Tokio zeigte sich der Nikkei 225 am Donnerstag letztlich 3,38 Prozent tiefer bei 53.372,53 Zählern. Am Freitag wird feiertagsbedingt nicht gehandelt.

Auf dem chinesischen Festland präsentierte sich der Shanghai Composite schlussendlich 1,24 Prozent tiefer bei 3.957,05 Indexpunkten.

In Hongkong beendete der Hang Seng den Handel 0,88 Prozent im Minus bei 25.277,32 Punkten.

Nach den starken Kursverlusten am Donnerstag ging es am Freitag an den Börsen in Ostasien weiter nach unten gegangen, wenn auch nicht mehr so dynamisch. In Tokio pausierte der Handel anlässlich des Feiertags zum Frühlingsanfang. Zumindest zu etwas Beruhigung trug bei, dass die Ölpreise von den jüngsten Hochs wieder etwas zurückkamen, zuletzt kostete Brent-Öl 108,30 Dollar.

Die Sorgen über die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Energiepreise und die Weltwirtschaft waren weiter das bestimmende Thema. Die Notenbanksitzungen der Vortage brachten wenig überraschend zutage, dass der Energiepreisschock als Folge des Kriegs im Iran eine Gefahr für die Inflation darstellt, die einerseits schwer quantifizierbar ist, aber früher oder später Gegenmaßnahmen in Form einer strafferen Geldpolitik erfordert, vornehmlich in Gestalt höherer Zinsen.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
Eintrag hinzufügen
Hinweis: Sie möchten dieses Wertpapier günstig handeln? Sparen Sie sich unnötige Gebühren! Bei finanzen.net Brokerage handeln Sie Ihre Wertpapiere für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade? Hier informieren!
Es ist ein Fehler aufgetreten!

Unternehmensdaten

Datum Unternehmen/Event
20.03.26 Anam Electronics Co Ltd / Hauptversammlung
20.03.26 Anhui Wanwei Updated High-Tech Material Industr y Co Ltd (A) / Quartalszahlen
20.03.26 Antengene Corporation Limited Registered Shs Unitary Reg S-144A / Quartalszahlen
20.03.26 ATON Green Storage S.p.A. Az nominativa / Quartalszahlen
20.03.26 Bechtle Aktiengesellschaft Inhaber-Akt Em 2025 / Quartalszahlen
20.03.26 Beijing Jangho Curtain Wall Co Ltd (A) / Quartalszahlen
20.03.26 Beijing Media Corporation Ltd (H) / Quartalszahlen
20.03.26 Beijing Tong Ren Tang Chinese Medicine Co Ltd / Quartalszahlen

Wirtschaftsdaten

Datum Unternehmen
20.03.26 Ramadan-Fest
20.03.26 PBoC Interest Rate Decision
20.03.26 Unemployment rate
20.03.26 Credit Card Spending (YoY)
20.03.26 Erzeugerpreisindex (Jahr)
20.03.26 Nettokreditaufnahme des öffentlichen Sektors
20.03.26 Producer Price Index (MoM)
20.03.26 EZB-Mitglied Escrivá spricht
20.03.26 EZB-Mitglied Nagel spricht
20.03.26 EZB-Mitglied Villeroy spricht
20.03.26 Leistungsbilanz EUR
20.03.26 Consumer Price Index
20.03.26 Leistungsbilanz n.s.a
20.03.26 Globale Handelsbilanz
20.03.26 FDI - Direktinvestitionen im Ausland (YTD) (Jahr)
20.03.26 Current Account s.a
20.03.26 Trade Balance EU
20.03.26 Unemployment Rate
20.03.26 Trade Balance s.a.
20.03.26 Trade Balance n.s.a.
20.03.26 Interest Rate Decision
20.03.26 Current Account Balance
20.03.26 Infrastructure Output (YoY)
20.03.26 FX Reserves, USD
20.03.26 Privatausgaben ( Quartal )
20.03.26 Fed-Mitglied Bowman spricht
20.03.26 Privatausgaben (im Jahresvergleich)
20.03.26 Fed-Mitglied Bowman spricht
20.03.26 Preisindex für neue Immobilien (Jahr)
20.03.26 New Housing Price Index (MoM)
20.03.26 Raw Material Price Index
20.03.26 Retail Sales ex Autos (MoM)
20.03.26 Industrial Product Price (MoM)
20.03.26 Retail Sales (MoM)
20.03.26 Fed-Mitglied Waller spricht
20.03.26 Baker Hughes Plattform-Zählung
20.03.26 EZB-Mitglied Nagel spricht
20.03.26 Bruttoinlandsprodukt (Jahr)
20.03.26 CFTC Gold NC Netto-Positionen
20.03.26 CFTC Öl NC Netto-Positionen
20.03.26 CFTC JPY NC Netto-Positionen
20.03.26 CFTC S&P 500 NC Netto-Positionen
20.03.26 CFTC EUR NC Netto-Positionen
20.03.26 CFTC AUD NC Netto-Positionen
20.03.26 CFTC GBP NC Netto-Positionen
20.03.26 Tag der Menschenrechte

Rohstoffe in diesem Artikel

Aluminiumpreis 3 450,11 -29,74 -0,85
Baumwolle 0,73 0,02 2,22
Bleipreis 1 893,50 -26,50 -1,38
Dieselpreis Benzin 2,41 -0,03 -1,19
EEX Strompreis Phelix DE 97,66 1,19 1,23
Erdgaspreis - Natural Gas 2,67 -0,05 -1,98
Ethanolpreis 2,16 0,00 0,05
Goldpreis 4 766,02 35,48 0,75
Haferpreis 3,33 0,08
Heizölpreis 104,08 3,43 3,41
Holzpreis 579,50 -9,50 -1,61
Kaffeepreis 2,94 -0,12
Kakaopreis 2 367,00 -32,00 -1,33
Kohlepreis 106,70 -1,00 -0,93
Kupferpreis 12 455,00 -97,00 -0,77
Lebendrindpreis 2,50 0,01 0,38
Mageres Schwein Preis 0,91 0,01 0,61
Maispreis 4,45 0,06
Mastrindpreis 3,73 0,02 0,61
Milchpreis 17,07 -0,14 -0,81
Naphthapreis (European) 918,38 24,35 2,72
Nickelpreis 17 025,00 -175,00 -1,02
Orangensaftpreis 1,94 -0,11 -5,51
Palladiumpreis 1 562,00 -34,50 -2,16
Palmölpreis 4 583,00 73,00 1,62
Platinpreis 2 107,00 44,50 2,16
Rapspreis 497,00 -9,00 -1,78
Reispreis 10,91 -0,15 -1,36
Silberpreis 75,11 0,61 0,82
Sojabohnenmehlpreis 317,40 3,30 1,05
Sojabohnenpreis 11,65 0,01 0,06
Sojabohnenölpreis 0,68 0,33
Super Benzin 2,15 -0,03 -1,51
Weizenpreis 197,75 -4,75 -2,35
Zinkpreis 3 256,00 -39,00 -1,18
Zinnpreis 46 725,00 -1 170,00 -2,44
Zuckerpreis 0,14 -2,18
Ölpreis (Brent) 96,24 -0,46 -0,48
Ölpreis (WTI) 97,87 3,46 3,66

Indizes in diesem Artikel

DAX 23 806,99 -1,14%
Dow Jones 48 185,80 0,58%
NASDAQ Comp. 22 822,42 0,83%
S&P 500 6 824,66 0,62%
NIKKEI 225 55 895,32 -0,73%
Hang Seng 25 752,40 -0,54%
ATX 5 655,52 -0,17%
Shanghai Composite 3 966,17 -0,72%