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Geändert am: 23.03.2026 10:09:30
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ATX & DAX deutlich leichter -- Asiens Börsen geben letztlich klar nach
AUSTRIA
Der Wiener Aktienmarkt macht am Montag Verluste.
Der ATX hat die erste Sitzung der Woche 2,03 Prozent tiefer bei 5.089,29 Punkten begonnen und verliert auch anschließend.
Erneut steht der Beginn einer Handelswoche im März im Zeichen des Iran-Krieges. Dabei gab es am Wochenende gegenseitige Drohungen um die Straße von Hormuz, die der Iran faktisch blockiert. Die Meerenge vor Irans Küste ist eine wichtige Ader für den Welthandel mit Öl und Flüssiggas.
Der Iran droht nach einem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump mit der vollständigen Schließung der Straße von Hormuz, sollten die USA iranische Kraftwerke angreifen. Die Konsequenz werde eine totale Sperre sein, teilten die iranischen Revolutionsgarden am Sonntag über den Staatssender IRIB mit. Trump hatte zuvor mit der Zerstörung seiner Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormuz vollständig und "ohne Drohungen" öffnen.
Seitens der Revolutionsgarden hieß es, die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge werde im Fall von Angriffen nach einer völligen Sperre erst wieder geöffnet, wenn die zerstörten Kraftwerke wieder aufgebaut seien. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz ist infolge des Iran-Kriegs bereits weitgehend zum Erliegen gekommen. Der von den USA und Israel angegriffene Iran hat zuletzt in der Region wiederholt Schiffe angegriffen. Einzelne Schiffe konnten die Meerenge aber auch passieren.
"Besonders die anhaltend hohen Energiepreise bereiten Sorgen. Dadurch werden Inflations- und Konjunkturängste befeuert, was sich wiederum negativ auf die Stimmungslage niederschlägt", hieß es im Tagesausblick von Helaba.
In dieser Woche stehen laut Helaba mit den vorläufigen Einkaufsmanagerindizes in Deutschland und in der Eurozone sowie dem ifo-Geschäftsklima wichtige Befragungen im Unternehmenssektor an, die üblicherweise weniger volatil sind als Umfragen unter Finanzmarktteilnehmern. "Dennoch sind auch die Unternehmen stark besorgt, denn bereits vor dem Ausbruch des Iran-Konflikts waren die Energiepreise in Deutschland vergleichsweise hoch", so die Helaba-Experten.
Unternehmensseitig ist in Österreich zu Wochenbeginn wenig zu erwarten.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt begibt sich zum Wochenbeginn auf eine Talfahrt.
Der DAX startete 1,94 Prozent im Minus bei 21.946,95 Einheiten in die Sitzung und bewegt sich auch im weiteren Verlauf auf negativem Terrain.
Der DAX setzt am Montag seine Talfahrt fort. In Asien standen nach dem Ultimatum von Donald Trump an den Iran noch deutlichere Kursabschläge zu Buche.
In der Nacht zu Sonntag hatte der US-Präsident der iranischen Führung mit der Zerstörung von Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Strasse von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen. Teheran drohte ihrerseits mit der vollständigen Schliessung der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge.
"Wenn die Ölarterie sich verengt, atmet das ganze System durch einen Strohhalm", kommentierte Marktstratege Stephen Innes von SPI Asset Management. Es gehe inzwischen weniger um Einzelereignisse als die schiere Länge des Konflikts. Die Instabilität baue sich langsam auf. Besorgniserregend sei der gemeinsame Rutsch von Aktien, Anleihen und sogar des Goldpreises, so Innes weiter. Es finde also keine Rotation des Geldes statt, sondern es werde schlicht abgezogen. Zu allem Überfluss steige der Druck auf die Notenbanken, zu reagieren.
"Die Lage ist so unsicher wie noch nie seit dem Beginn dieses Krieges", ergänzte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Niemand weiss, wie weit die USA und Israel wirklich zu gehen bereit sind. Und niemand kann absehen, wie verheerend Gegenschläge des Iran ausfallen können. Die Panik, die lange Zeit nicht vorhanden war, frisst sich jetzt in die Märkte und in die Kurse."
WALL STREET
Die US-Börsen zeigten sich am Freitag deutlich schwächer.
Der Dow Jones beendete die Sitzung nahe am Tagestief und verlor letztlich 0,96 Prozent Prozent auf 45.577,47 Punkte. Er markierte damit den tiefsten Stand seit Oktober.
Der NASDAQ Composite rutschte noch stärker ab und fiel schlussendlich um 2,01 Prozent auf 21.647,61 Zähler.
Die Wall Street hatte ihre Abschläge am Freitag im Verlauf ausgebaut. Wieder gestiegene Erdölpreise belasteten die US-Börsen. Der hohe Ölpreis schürte einerseits Inflations- und andererseits Wachstumsängste. Dieses Stagflationsumfeld lieferte kaum Kaufargumente für Aktien. In den vergangenen Tagen hatten die wichtigsten Notenbanken weltweit die Inflationsgefahren thematisiert - bedingt durch den Ölpreisschock.
Eine Deeskalation des Irankrieges war weiter nicht in Sicht. Das US-Verteidigungsministerium entsendete drei weitere Kriegsschiffe und Tausende zusätzliche Marine-Infanteristen in den Nahen Osten. Aus dem Iran kamen derweil neue Drohungen.
Zudem wurde die Ölraffinerie Mina Al-Ahmadi in Kuwait Ziel eines Drohenangriffs, worauf einige Teile der Raffinerie ihren Betrieb einstellen mussten. Die Ölpreise drehten mit den Schlagzeilen ins Plus, obwohl die USA erwogen, weitere Teile ihrer strategischen Ölreserven freizugeben. Auch über die Lockerung von Sanktionen auf iranisches Öl, das sich schon in Tankschiffen auf See befindet, wurde nachgedacht. Der Preis für das Fass Brentöl zog zeitweise auf über 112 US-Dollar an - ein Aufschlag von 8,8 Prozent auf Wochensicht.
Auf ihrer Suche nach Sicherheit griffen Anleger zum Dollar, der überdies gestützt wurde von geschwundenen Zinssenkungserwartungen und gestiegenen Marktzinsen. Die US-Notenbank hatte deutlich gemacht, dass Zinssenkungen vorerst vom Tisch seien. Denn der Krieg im Nahen Osten und der steigende Ölpreis dürften die Inflation nach oben treiben.
ASIEN
Die Börsen in Fernost präsentierten sich am Montag mit Abschlägen.
In Tokio zeigte sich der Nikkei 225 am Montag letztlich 3,48 Prozent tiefer bei 51.515,49 Zählern.
Auf dem chinesischen Festland präsentierte sich der Shanghai Composite derweil 3,63 Prozent tiefer bei 3.813,28 Indexpunkten.
In Hongkong bewegte sich der Hang Seng schlussendlich 3,54 Prozent im Minus bei 24.382,47 Punkten.
Die Sorge vor einer weiteren Eskalation des Iran-Krieges hat die asiatischen Aktienmärkte zu Beginn der Woche auf Talfahrt geschickt. US-Präsident Donald Trump hat mit der Zerstörung von Irans Kraftwerken gedroht, sollte das Land seine Blockade der Strasse von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden beenden. Der Iran hat für solch einen Fall mit Vergeltungsschlägen gedroht. Besonders deutlich ging es für den Kospi in Seoul nach unten. Der Handel war wegen der hohen Verluste im Verlauf kurzzeitig ausgesetzt.
Asiens Abhängigkeit von Energieimporten mache es im Vergleich zu anderen Regionen anfälliger für eine längere Phase höherer Ölpreise, so Gareth Leather von Capital Economics. Etwa 80 bis 90 Prozent der Energieströme, die die Strasse von Hormus passieren, seien in der Vergangenheit für die asiatischen Märkte bestimmt gewesen.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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