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Geändert am: 24.03.2026 21:02:04

Hoffnung auf Deeskalation im Iran: ATX schließlich etwas fester -- DAX geht wenig bewegt in den Feierabend -- US-Handel endet mit Verlusten -- Asiens Börsen letztlich höher

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt legte nach den gestrigen Kursgewinnen weiter zu.

Der ATX ging zunächst tiefer in den Handelstag, wechselte im Verlauf aber häufiger das Vorzeichen. Am späten Nachmittag ging es wieder knapp in die Gewinnzone, wo er den Handel auch beendete. Sein Schlussstand: 5.268,58 (+0,15%).

Der Irankrieg mit all seinen weltwirtschaftlichen Störgeräuschen ließ die Finanzmärkte nicht los.

Verunsicherung beherrschte erneut das Geschehen an den Finanzmärkten, jedoch soll es Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges gegeben haben. Der Iran dementierte jegliche Gespräche. Heute wurde bereits wieder ein iranischer Raketenangriff auf Tel Aviv gemeldet.

Der Iran-Krieg und die damit steigenden Energie-Rohstoffpreise trüben die Aussichten für das heimische Wirtschaftswachstum. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) erwartet für das laufende Jahr nun ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent, vor Weihnachten lag die Prognose noch bei 0,8 Prozent. Auch die Inflation dürfte heuer höher ausfallen als ursprünglich gedacht: Die Inflationsprognose (HVPI) der OeNB lautet nun auf 2,7 Prozent, davor waren es 2,4 Prozent.

Der Krieg und seine Auswirkungen seien sehr ernst, sagte OeNB-Gouverneur Martin Kocher am Dienstag zum Iran-Krieg. "Gleichzeitig ist es aber nicht angebracht, in Panik zu verfallen." Die positive Wachstumsdynamik vom Jahresbeginn - vor Ausbruch des Krieges - sollte nur temporär gedämpft werden, schreibt die OeNB am Dienstag in ihrer Aussendung.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt befand sich nach der gestrigen Erholung auf Richtungssuche.

So ging der DAX zunächst mit freundlicher Tendenz in die Sitzung, drehte im Anschluss jedoch ins Minus und wechselte seither immer wieder die Richtung. Rund eine halbe Stunde vor Handelsschluss rutschte das Börsenbarometer wieder ab, kämpfte sich vor Handelsschluss aber wieder an die Nulllinie. Sein Schlussstand: 22.636,91 (-0,07%).

Die anhaltende Unsicherheit rund um den Iran-Krieg liess die Anleger auch am Dienstag nicht los. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob die massive Zwischenerholung vom Montagmittag zunächst nur ein Strohfeuer war.

Am Montag war der DAX mit 21.863 Punkten zunächst auf einen Tiefpunkt seit April 2025 abgesackt, bevor eine Kurznachricht von US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social für einen Hoffnungsschimmer sorgte. Bei anschliessend widersprüchlicher Nachrichtenlage war die Euphorie aber schon am Vortag schnell wieder abgeebbt. Der Preis für ein Barrel der Ölsorte Brent, der zeitweise unter 100 Dollar stand, kostete zuletzt wieder bis zu 104 Dollar. Die davon ausgehenden Inflations- und Konjunktursorgen halten damit an.

Trump hatte am Vortag erklärt, man befinde sich in Gesprächen mit dem Iran, und verlängerte das Ultimatum für Angriffe auf iranische Energieanlagen bis kommenden Freitag. Der Iran hat die Gespräche allerdings dementiert. "Der Konflikt ist damit jedoch nicht beendet, und die wirtschaftlichen Folgen der faktischen Blockade der Strasse von Hormus bleiben schwer abschätzbar", schrieb am Morgen der Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank. Die Märkte preisten weiterhin eine höhere Inflation, aber keine Rezession, ein. Die Gefahr einer solchen bleibe aber präsent, sollte die Situation weiter eskalieren.

WALL STREET

Die US-Börsen zeigten sich nach der Vortageserholung mit Verlusten.

Der Dow Jones gab 0,18 Prozent auf 46.123,63 Punkte nach.
Auch der NASDAQ Composite schloss tiefer und verlor 0,84 Prozent auf 21.761,89 Zähler.

Nach der Erholung zu Wochenbeginn ging es an den US-Aktienmärkten am Dienstag wieder bergab. Am Montag hatten Aussagen von US-Präsident Donald Trump noch Hoffnungen auf eine Deeskalation im Iran-Krieg geschürt. Trump verschob ein Ultimatum an den Iran und sprach von "produktiven" Gesprächen. Dass der Iran Verhandlungen zur Beendigung des Krieges umgehend dementierte, gab der Euphorie unter den Anlegern zunächst nur einen kleinen Dämpfer.

Doch schon einen Tag später überwog angesichts der anhaltenden Kämpfe erneut die Skepsis am Markt. Dies zeigten auch die wieder steigenden Ölpreise nach dem deutlichen Rückgang zu Wochenbeginn. Auf die Stimmung drückten zudem Unsicherheiten im Zusammenhang mit Fremdkapitalfinanzierungen durch spezialisierte Investmentfirmen.

"Es ist unklar, wie weit die diplomatischen Kontakte der USA in die neuen Strukturen des iranischen Regimes reichen und ob überhaupt ernsthafte Gespräche stattfinden", kommentierte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, die Lage im Nahen Osten. Er hält es obendrein für möglich, dass Saudi-Arabien ebenfalls zu einer aktiven Kriegspartei werden könnte, was eine weitere Eskalation bedeuten würde.

Wie Stanzl gibt es derzeit an den Börsen weltweit zahlreiche Marktbeobachter, Strategen, Analysten und Händler, die derzeit die Vielzahl möglicher Entwicklungen im Nahost-Konflikt vor Augen haben und sie abwägen. Eines befürchten allerdings so ziemlich alle: Sollte der Krieg länger dauern, dürfte dies einer wieder stärkeren Inflation Vorschub leisten und zu steigenden Zinsen führen, was die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren schmälern würde.

ASIEN

Die Börsen in Fernost präsentierten sich am Dienstag mit Aufschlägen.

In Tokio zeigte sich der Nikkei 225 letztlich 1,43 Prozent höher bei 52.252,28 Zählern.

Auf dem chinesischen Festland präsentierte sich der Shanghai Composite derweil 1,78 Prozent stärker bei 3.881,28 Indexpunkten.

In Hongkong bewegte sich der Hang Seng schließlich 2,79 Prozent im Plus bei 25.063,71 Punkten.

Die Hoffnung auf eine Deeskalation im Iran-Krieg sorgte am Dienstag an den asiatischen Aktienmärkten für eine leichte Erholung von den teils heftigen Verlusten zu Wochenbeginn. Allerdings waren die Signale nicht eindeutig. So hatte am Vortag US-Präsident Donald Trump das Ultimatum gegen den Iran um fünf Tage verlängert und sprach von Gesprächen mit einem iranischen Spitzenvertreter. Gleichwohl nannte er den Namen des iranischen Vertreters nicht. Das iranische Außenministerium dementierte zudem die Gespräche laut dem staatlichen Sender IRIB.

Der Iran hatte auf das Ultimatum mit der Drohung reagiert, alle Energieinfrastrukturen und Entsalzungsanlagen mit Verbindungen zu den USA in der Golfregion anzugreifen, was an den Börsen in Asien für einen Ausverkauf gesorgt hatte. Die Erholung fiel nun aufgrund der gegenteiligen Signale recht zurückhaltend aus.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Baumwolle 0,74 0,01 0,94
Bleipreis 1 882,00 -11,40 -0,60
Dieselpreis Benzin 2,28 -0,01 -0,39
EEX Strompreis Phelix DE 94,80 -2,30 -2,37
Erdgaspreis - Natural Gas 2,64 -0,01 -0,42
Ethanolpreis 2,16 0,00 0,05
Goldpreis 4 744,82 -3,37 -0,07
Haferpreis 3,40 0,08 2,41
Heizölpreis 99,33 -4,76 -4,57
Holzpreis 577,00 1,50 0,26
Kaffeepreis 3,00 -0,07
Kakaopreis 2 451,00 35,00 1,45
Kohlepreis 105,50 1,50 1,44
Kupferpreis 12 660,45 208,10 1,67
Lebendrindpreis 2,51 -0,01 -0,33
Mageres Schwein Preis 0,91 -0,11
Maispreis 4,44 0,03 0,62
Mastrindpreis 3,74 0,08
Milchpreis 16,99 -0,04 -0,23
Naphthapreis (European) 901,99 -16,39 -1,78
Nickelpreis 17 059,00 40,00 0,24
Orangensaftpreis 1,95 -0,03 -1,64
Palladiumpreis 1 573,50 42,50 2,78
Palmölpreis 4 485,00 -6,00 -0,13
Platinpreis 2 073,00 16,00 0,78
Rapspreis 499,75 2,75 0,55
Reispreis 10,76 -0,04 -0,37
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Sojabohnenmehlpreis 335,50 3,70 1,12
Sojabohnenpreis 11,69 -0,07 -0,57
Sojabohnenölpreis 0,67 -0,18
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Weizenpreis 194,75 -0,75 -0,38
Zinkpreis 3 295,85 41,00 1,26
Zinnpreis 47 951,00 1 250,00 2,68
Zuckerpreis 0,14 -0,58
Ölpreis (Brent) 99,64 5,38 5,71
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