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Geändert am: 25.05.2026 20:11:12

Hoffnung auf Frieden steigt: ATX mit neuem Rekord über 6.100-Punkte-Marke -- DAX gewinnt kräftig -- Feiertag an US-Börsen -- Asiatische Börsen schließen stark

AUSTRIA

Am Wiener Aktienmarkt standen die Börsenampeln an Pfingstmontag auf Grün.

Der ATX stieg bereits kurz nach Handelsbeginn über die rund Marke von 6.000 Punkten. Im Anschluss kletterte er weiter und überwand dabei auch erstmals die Marke von 6.100 Punkten, wo er letztlich 2,77 Prozent höher bei 6.148,24 Zählern auf einem Rekordhoch den Handel beendete.

Nach positiven Vorgaben der Übersee-Märkte zeigten sich auch die europäischen Leitbörsen klar im grünen Bereich. Für Auftrieb sorgen zu Wochenbeginn die Hoffnungen auf ein schnelles Abkommen zur Beendigung des Iran-Krieges sowie die merklich gesunkenen Rohölpreise.

Die USA stehen nach Angaben von Präsident Donald Trump in den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs vor einem Rahmenabkommen mit Teheran und der Wiederöffnung der Straße von Hormuz. Es sei "weitgehend" ausgehandelt, schrieb Trump am Wochenende auf der Plattform Truth Social. Allerdings dämpfte er auch Hoffnungen auf ein schnelles Abkommen: "Die Verhandlungen verlaufen geordnet und konstruktiv, und ich habe meine Vertreter angewiesen, beim Deal nichts zu überstürzen, da die Zeit auf unserer Seite ist." Beide Seiten müssten sich Zeit nehmen. "Es darf keine Fehler geben!".

Konjunkturdaten standen am Pfingstmontag keine zur Veröffentlichung an. Auch die Meldungslage zu den Unternehmen gestaltet sich feiertagsbedingt ausgesprochen dünn. Zudem bleiben die US-Aktienmärkte heute wegen eines Feiertags geschlossen.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt zog am Montag klar an.

Der DAX zeigte sich zur Eröffnung stärker. Auch im Anschluss verbuchte er über der runden Marke von 25.000 Punkten weitere Gewinne - und nahm damit allmählich wieder Kurs auf sein Rekordhoch bei 25.507,79 Punkten. Zuletzt stand ein Plus von 2,01 Prozent auf 25.389,10 Zähler an der Kurstafel.

Beflügelt von der Hoffnung auf ein Friedensabkommen im Iran-Krieg und deutlich fallende Ölpreise setzte der deutsche Aktienmarkt seinen jüngsten Erfolgskurs am Pfingstmontag fort. Die USA stehen nach Angaben von Präsident Donald Trump in den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs vor einem Rahmenabkommen mit Teheran und der Wiederöffnung der Straße von Hormus. Es sei "weitgehend" ausgehandelt, schrieb Trump am Wochenende auf der Plattform Truth Social. Allerdings dämpfte er auch Hoffnungen auf ein schnelles Abkommen: "Die Verhandlungen verlaufen geordnet und konstruktiv, und ich habe meine Vertreter angewiesen, beim Deal nichts zu überstürzen, da die Zeit auf unserer Seite ist." Beide Seiten müssten sich Zeit nehmen. "Es darf keine Fehler geben!".

"Die Kriegswolken über der Straße von Hormus beginnen endlich aufzubrechen", schrieb Stephen Innes von SPI Asset Management. In der Folge breche der Trend der steigenden Ölpreise, der US-Dollar sinke und die Aktienmärkte bekämen ihre Friedensdividende zurück.

Das Abkommen würde, falls es zustande kommt, Trumps Hauptziel nicht erreichen. Dieses besteht darin, den Iran für immer am Erwerb einer Atomwaffe zu hindern. Es würde jedoch das Wiederaufflammen eines Krieges verhindern, den die Länder des Nahen Ostens nicht wollen. Zudem würde es beginnen, eine globale Wirtschaftskrise zu lindern. Zugleich nimmt der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus langsam wieder an Fahrt auf.

WALL STREET

An den US-Börsen findet am Montag wegen des Feiertags "Memorial Day" kein Handel statt.

Der Dow Jones Industrial bleibt damit auf seinem Schlussstand von Freitag stehen. Nachdem er im Handelsverlauf bei 50.830,24 Punkten ein neues Rekordhoch erreicht hatte, ging er vor dem Wochenende mit einem Plus von 0,58 Prozent bei 50.579,70 Punkten aus der Sitzung.
Der NASDAQ Composite verharrt aufgrund der geschlossenen US-Börsen ebenfalls auf seinem Freitagsschluss von 26.343,97 Zählern (+0,19 Prozent).

Die Aktienkurse profitierten vor dem Wochenende von den hartnäckigen Hoffnungen auf eine friedliche Beendigung des Iran-Kriegs, den zuletzt eher robusten Konjunkturdaten sowie der anhaltenden Euphorie mit Blick auf das Mega-Thema Künstliche Intelligenz (KI). Für Zuversicht sorgten vor allem Hoffnungen auf ein baldiges Abkommen im Nahost-Konflikt. Doch ob die Verhandlungen tatsächlich zu einer Einigung zwischen den USA und dem Iran führen, ist weiterhin offen.

Konjunkturseitig wurden am Freitag der Index der Frühindikatoren für April und der von der Uni Michigan ermittelte Index der Verbraucherstimmung für Mai veröffentlicht. Im Blick stand ferner der Wechsel an der Spitze der US-Notenbank. Deren neuer Chairman Kevin Warsh wurde am Freitag vereidigt. Anleger am Anleihemarkt hofften wie auch am Aktienmarkt auf ein Ende des Iran-Krieges und in der Folge auf eine Öffnung der Straße von Hormus. Sollten die Ölpreise dann deutlich fallen, dürfte auch die Inflation zurückgehen und mit ihr Zinserhöhungsspekulationen, hieß es. Manche setzen auch auf Warsh als geldpolitische Taube.

ASIEN

An den Börsen in Asien war die Stimmung zum Wochenstart blendend.

In Tokio kletterte der japanische Leitindex Nikkei 225 letztlich um 2,87 Prozent auf 65.158,19 Punkte. Er hat damit erstmals in seiner Geschichte die Marke von 65.000 Zählern überschritten und über ihr geschlossen.

Auf dem chinesischen Festland legte der Shanghai Composite bis zum Handelsende um 0,96 Prozent auf 4.152,57 Einheiten zu.

In Hongkong wurde zu Wochenbeginn aufgrund eines Feiertags indes nicht gehandelt. Der Hang Seng verharrte auf seinem Schlussstand von Freitag bei 25.606,03 Zählern (+0,86 Prozent).

Die fortgesetzte Rally der Chipaktien an der Wall Street und zunehmende Signale einer bevorstehenden Friedensvereinbarung im Nahost-Konflikt sorgten am Montag an den Börsen in Asien für eine freundliche Stimmung. Dazu trugen auch in der Folge deutlich fallende Ölpreise bei. Brent-Öl verbilligte sich zeitweise auf das niedrigste Niveau seit rund fünf Wochen.

Laut US-Präsident Donald Trump sei ein sogenanntes Memorandum of Understanding zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus "weitgehend ausgehandelt", was die Hoffnung auf eine Entspannung in dem inzwischen monatelangen Konflikt nährte. Allerdings ließ Trump dieser Aussage später die Warnung folgen, dass "keine Eile", bestehe, eine Vereinbarung abzuschließen.

Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete bereits am Samstag unter Berufung auf US-Beamte von einer Vereinbarung, die derzeitige Waffenruhe um 60 Tage zu verlängern, die Straße von Hormus wieder für die Handelsschifffahrt zu öffnen und dem Iran zu erlauben, uneingeschränkt Öl zu exportieren. Die Meldungen sind allerdings weiter mit Vorsicht zu genießen, zumal es offenbar im Hinblick auf das Atomwaffenprogramm des Irans weiter keine Einigung gibt. Möglicherweise wird der Themenkomplex aber zunächst ausgeklammert.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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