Geändert am: 26.02.2026 22:27:20

NVIDIA-Bilanz im Fokus: ATX letztlich wenig bewegt -- DAX schließt stärker -- US-Börsen gehen uneinheitlich aus dem Handel -- Asiens Börsen gehen uneinheitlich aus dem Donnerstagshandel

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt präsentierte sich am Donnerstag uneinheitlich.

So eröffnete der ATX mit einem Abschlag und befand sich anschließend auf rotem Terrain. Letztlich schloss der Index weitgehend unverändert. Sein Schlusskurs: 5.763,61 Punkte (-0,04 %).

An den europäischen Leitbörsen ging es mit den Aktienkursen hingegen leicht nach oben und einige Handelsplätze setzten ihren Rekordkurs fort. Auch der EURO STOXX 50 konnte eine neue Bestmarke erreichen.

International standen die Zahlen und Aussagen des US-Technologieschwergewichtes NVIDIA im Fokus. Der KI-Boom lässt das Geschäft des Chipkonzerns allen Zweiflern zum Trotz sehr stark wachsen. Aussagen über einen langfristig möglicherweise stärker werdenden Druck chinesischer Konkurrenten wurden jedoch negativ aufgenommen.

Auf Unternehmensebene rückte am heimischen Aktienmarkt das Schwergewicht Erste Group mit einer Zahlenvorlagen ins Blickfeld der Akteure.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt griffen die Anleger am Donnerstag zu.

So startete der DAX zunächst etwas schwächer, drehte im weiteren Verlauf aber etwas ins Plus. Letztlich konnte er die Gewinne ausbauen und stieg um 0,45 Prozent, wobei er die Sitzung bei 25.289,02 Punkten beendete.

Dem DAX ging nach der gestrigen Rückeroberung der 25.000-Punkte-Marke am Donnerstag erst einmal der Schwung aus. Die mit Spannung erwarteten NVIDIA-Geschäftszahlen vom Vorabend gaben ihm keinen Auftrieb.

Die jüngst aufgekommenen Sorgen im KI-Sektor konnten weder die KI-Koryphäe NVIDIA noch der Softwarekonzern Salesforce zerstreuen. Aussagen von NVIDIAs Finanzchefin Collette Kress zu einem langfristig möglicherweise stärkeren Druck durch chinesische Konkurrenten liessen aufhorchen. Die Quartalszahlen von NVIDIA waren erneut sehr stark, für die Aktien zeichneten sich am Donnerstag Gewinne ab. Die Resultate reichten aber nicht aus, um den KI-Hype zurückzubringen, schrieb Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners.

Am deutschen Aktienmarkt blieb ebenfalls die Berichtssaison mit einer Flut von Jahreszahlen im Fokus.

WALL STREET

Die US-Börsen zeigten sich am Donnerstag uneinheitlich.

Der Dow Jones ging 0,04 Prozent höher bei 49.499,51 Punkten aus dem Handel.
Der NASDAQ Composite verlor unterdessen 1,18 Prozent und schloss bei 22.878,38 Zählern.

Deutliche Kursverluste von NVIDIA trotz starker Zahlen des KI-Champions haben die US-Aktienmärkte am Donnerstag belastet. Die Anleger zeigten sich vorsichtig, nachdem die weltweit bedeutendsten Börsen - angetrieben vom Thema Künstliche Intelligenz (KI) - von Rekord zu Rekord geeilt waren. Hinzu kamen nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs in den Vereinigten Staaten die weiterhin schwelenden Zoll-Unsicherheiten, da US-Präsident Donald Trump umgehend alternative Massnahmen angekündigt hatte. Der Ausgang der Atomverhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran ist ebenfalls ungewiss. Im schlimmsten Fall könnte ein Angriff der USA folgen.

Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank verwies auf die Zweischneidigkeit der starken NVIDIA-Zahlen und der Aussagen zur weiteren Geschäftsentwicklung: "Längst sind Signale eines schnelleren KI-Ausbaus, wie sie NVIDIA lieferte, kein Grund mehr für Anleger, in Jubel-Arien zu verfallen. Sie kennen die Kehrseite der Medaille: die Disruption durch KI. Wenn der KI-Ausbau schneller verläuft als gedacht, ist auch die Wahrscheinlichkeit grösser, dass dies ebenso für die KI-Disruption gilt."

ASIEN

Die Börsen in Fernost schlugen am Donnerstag unterschiedliche Richtungen ein.

In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Gewinn von 0,29 Prozent bei 58.753,39 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite bis Handelsschluss minimale 0,01 Prozent auf 4.146,63 Zähler.

In Hongkong gab der Hang Seng letztlich um 1,44 Prozent auf 26.381,02 Zähler nach.

Nach den jüngsten Rekordständen in Tokio, Seoul und Sydney sind die asiatischen Börsen am Donnerstag weiter nach oben marschiert. Alle drei Indizes markierten erneut Allzeithoch. Die wegen der hohen Erwartungen mit Erleichterung aufgenommenen Geschäftszahlen der US-KI-Ikone NVIDIA hielten die Technologierally zumindest in an ausgewählten Märkten am Laufen. Dies betraf vor allem die Börse in Südkorea, wo der positive Zahlenausweis von NVIDIA die Aktien der Chiphersteller weiter befeuerte. In China war die Luft nach einer zweitägigen Wiedereröffnungsrally nach den Neujahresfeierlichkeiten raus. Obwohl NVIDIA Gewinne und Prognosen über Konsens veröffentlichte, blieben einige Zweifel bezüglich ihrer Lagerbestände und des China-Geschäfts bestehen.

Die Volatilität im Handel mit KI-Aktien dürfte trotz der starken Geschäftszahlen von NVIDIA anhalten, urteilte Chef-Anlagestrategin Charu Chanana von Saxo Markets. Die KI-Story sei inzwischen ausgereift und Anleger wollten nun Beweise für die Monetarisierung und Ausgabendisziplin sehen.

Die Ergebnisse von NVIDIA hätten die Erwartungen übertroffen und "die Stimmung am Aktienmarkt etwas gestützt", urteilte Analyst Michael Brown von Pepperstone.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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