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Geändert am: 27.05.2026 08:26:20
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ATX kaum verändert erwartet -- DAX vor Gewinnen -- Asiatische Börsen uneinheitlich - Kospi setzt Rekordjagd fort
AUSTRIA
Am Wiener Aktienmarkt dürften es Anleger am Mittwoch weiterhin ruhig angehen lassen.
Der ATX tendiert gemäß vorbörslicher Indikationen seitwärts.
Mit einer Fortsetzung der uneinheitlichen Börsentendenzen rechnen Händler auch am Mittwoch an Europas Börsen. Während hinter den Kulissen eine starke Rotation in wenigen Sektoren läuft, spiegelt sich das in den großen Länder-Indizes eher wenig. Belastbare Neuigkeiten rund um die Irankrise gibt es weiter nicht. Positiv wirkt aber der fallende Ölpreis.
Gute Nachrichten für die globale Konjunktur kommen derweil aus China. Dort sind die Industriegewinne im April auf ein 52-Monats-Hoch gestiegen und beenden damit einen rund dreijährigen Abwärtstrend. Höhere Gewinne der chinesischen Unternehmen dürften deren Investitionstätigkeit steigern und damit auch für Nachfrage bei Europas Exportfirmen sorgen. Deutschland dürfte indes seine Rolle als Verlierer der globalen Konjunkturentwicklung zementieren: So blicken Händler am Vormittag mit Spannung in Richtung Sachverständigenrat, der sein neues Frühjahrsgutachten zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vorlegen wird. Volkswirte rechnen mit einer Senkung der Wachstumsprognose. Autowerte stehen am Mittwochmorgen im Blick mit den neuen Acea-Absatzzahlen für Europa.
DEUTSCHLAND
Anleger am deutschen Aktienmarkt fassen zur Wochenmitte wieder Mut.
So tendiert der DAX rund eine Stunde vor der Startglocke zu Gewinnen.
Nach dem schwächeren Dienstag dürfte der DAX zur Wochenmitte wieder etwas anziehen. Das Rekordhoch vom Januar bei 25.507 Punkten bleibt im Visier. In den USA erreichten die Indizes S&P 500 und NASDAQ 100 am Dienstagabend, getrieben von der KI-Rally, bereits neuerliche Höchststände. Sie befinden sich bereits seit Mitte April wieder auf Rekordjagd. Der Dow Jones Industrial hatte lange Zeit hinterhergehinkt, aber am vergangenen Freitag ebenfalls ein Rekordhoch erreicht. Am Dienstag gab er nach der feiertagsbedingten Handelspause am Montag allerdings leicht nach.
WALL STREET
Die Wall Street zeigt sich am Dienstag uneinheitlich.
Zwar eröffnete der Dow Jones Industrial höher, drehte aber umgehend in die Verlustzone. Im Späthandel dämmte er seine Abgaben noch ein, sodass er sich letztlich bei 50.461,68 Zählern mit einem Minus von 0,23 Prozent aus dem Handel verabschiedete.
Dagegen legte der NASDAQ Composite nach höherem Start weiterhin zu und setzte seine jüngste Rekordjagd fort. In der Spitze stieg er auf 26.725,29 Punkte, ging schließlich aber mit plus 1,19 Prozent bei 26.656,18 Einheiten in den Feierabend.
Mit einer uneinheitlichen Tendenz hat die Wall Street am Dienstag den Handel beendet. Am Montag blieben der US-Aktien- und -Anleihemarkt wegen dem Feiertag "Memorial Day" geschlossen. Die am Wochenende aufgekommenen Hoffnungen auf einen baldigen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran haben wieder Dämpfer erhalten. Denn die USA haben iranische Raketenstellungen angegriffen, ebenso Minen-Boote. Die Maßnahmen würden als defensiv ausgerichtet bezeichnet und stellten keine Beeinträchtigung für den Prozess der Friedensfindung dar, so US-Militärs. Von der US-Regierung hatte es am Wochenende noch geheißen, man stehe kurz vor einem Rahmenabkommen, das eine Verlängerung der Feuerpause und eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorsehe.
Mit den optimistischen Meldungen vom Wochenende waren die Ölpreise am Montag stark gefallen. Nun stiegen sie wieder. Brent-Öl erhöhte sich um 3,6 Prozent auf 99,55 Dollar, lag zeitweise auch über der 100-Dollar-Marke. "Die Märkte wollen, dass dieser Konflikt beendet wird und die Straße von Hormus offen ist", sagte Tracy Shuchart, leitende Ökonomin bei der NinjaTrader Group. "Es sieht so aus, als würde sich die festgefahrene Situation in nächster Zeit nicht ändern", ergänzte sie. Selbst wenn morgen eine Einigung erzielt würde, "bedeutet das nicht, dass die Lieferungen morgen automatisch wieder aufgenommen werden."
ASIEN
An den Börsen in Asien geht es zur Wochenmitte in verschiedene Richtungen.
In Tokio legt der Nikkei 225 zeitweise um 0,33 Prozent zu auf 65.213,70 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland verliert der Shanghai Composite hingegen 1,56 Prozent auf 4.080,70 Stellen.
In Hongkong notiert der Hang Seng unterdessen 1,09 Prozent tiefer bei 25.319,88 Punkten.
Die Börse im südkoreanischen Seoul ist weiter nicht zu bremsen und steigt von einem Allzeithoch zum nächsten. Auch am Mittwoch kommt es wieder zu einem Hausseschub, wie üblich angeführt von Aktien aus dem Chipsektor, namentlich SK Hynix und Samsung Electronics. Der Kospi schnellt kräftig nach oben und liegt damit nun seit Jahresbeginn 97 Prozent im Plus, hat sich also praktisch verdoppelt. Phasenweise betrug das Tagesplus auch schon 5 Prozent.
An den anderen Plätzen der Region überwiegen moderate Abgaben vor dem Hintergrund der zuletzt wieder etwas gedämpften Hoffnungen auf eine unmittelbar bevorstehende Friedensvereinbarung im Nahost-Konflikt.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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