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Geändert am: 30.01.2026 22:09:18

ATX und DAX gehen freundlich ins Wochenende -- US-Börsen letztlich schwächer -- Asiens Börsen schlussendlich in Rot

AUSTRIA

Die Wiener Börse zeigte sich am Freitag von ihrer freundlichen Seite.

So eröffnete der ATX mit einem Plus und blieb auch anschließend auf grünem Terrain. Letztlich verabschiedet er sich 0,47 Prozent fester bei 5.604,90 Punkten ins Wochenende.

Geopolitische Themen blieben weiterhin im Fokus der Aktienmärkte. So befindet sich eine US-Flugzeugträgergruppe auf dem Weg in den Iran. US-Präsident Donald Trump hofft nach eigenen Angaben, einen Angriff der US-Armee auf den Iran vermeiden zu können. Der Iran kündigte für den Fall eines US-Angriffs einen sofortigen Gegenschlag an.

Im Ukraine-Krieg will Russland sich öffentlich nicht darauf festlegen, ob das Land der Bitte von Trump nach einer begrenzten Waffenruhe mit der Ukraine nachkommt. Trump hatte zuvor gesagt, Putin habe der Bitte zugestimmt.

Abseits davon standen zum Wochenausklang mehrere Bekanntgaben von Konjunkturdaten auf dem Programm. In Österreich wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2025 laut Wifo-Schnellschätzung um 0,2 Prozent, im Jahresabstand legte die Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent zu.

Unternehmensseitig stand in Österreich die Raiffeisen Bank International (RBI) im Mittelpunkt. Laut vorläufigem Jahresergebnis 2025 stieg der Gewinn ohne Russland um 48 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro.

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt griffen vor dem Wochenende zu.

So startete der DAX mit einem Gewinn und baute diesen im Anschluss noch aus. Er verabschiedete sich 0,94 Prozent höher bei 24.538,81 Punkten ins Wochenende.

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Freitag vom Kursrutsch am Vortag etwas erholt. Inflationsdaten aus Deutschland hatte keinen größeren Einfluss auf die wichtigen Indizes. Die Verbraucherpreise lagen im Januar um 2,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats - nach 1,8 Prozent Inflation im Dezember. "Die wieder etwas erhöhte Kerninflation von 2,5 Prozent zeigt, dass nach wie vor Inflationsdruck vorhanden ist", kommentierte Michael Heise, Chefökonom von HQ Trust. Die nach US-Börsenschluss vom iPhone-Konzern Apple vorgelegten Quartalszahlen scheinen die Stimmung im Tech-Sektor zumindest nicht weiter zu trüben. Unternehmensseitig standen Geschäftszahlen von adidas im Blick.

WALL STREET

Vor dem Wochenende dominierten die Bären an den US-Börsen.

So eröffnete der Dow Jones die Sitzung etwas tiefer und verharrte auch im Verlauf im Minus. er verabschiedete sich schließlich 0,36 Prozent schwächer bei 48.892,47 Punkten ins Wochenende.
Deutlich schwächer zeigte sich der NASDAQ Composite, nachdem er zum Handelsstart bereits nachgegeben hatte. Letztlich verlor er 0,94 Prozent auf 23.461,82 Zähler.

Marktbeobachter verwiesen darauf, dass der von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagene Nachfolger für US-Notenbankchef Jerome Powell als Vertreter einer eher restriktiven Geldpolitik gilt, die eher festverzinsliche Wertpapiere als Aktien begünstigen würde. Die Ökonomen von Evercore ISI um Krishna Guha betonten indes, sie sähen den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh eher "als Pragmatiker und nicht als ideologischen Falken in der Tradition der unabhängigen konservativen Zentralbanker." Für einen kleinen Stimmungsdämpfer sorgte derweil, dass die Erzeugerpreise im Dezember etwa stärker als erwartet gestiegen sind.

ASIEN

Die Börsen in Asien präsentierten sich am Freitag schwächer.

In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Verlust von 0,10 Prozent bei 53.322,85 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite daneben bis Handelsende um 0,96 Prozent auf 4.117,95 Einheiten.

In Hongkong gab der Hang Seng um 2,08 Prozent auf 27.387,11 Zähler ab.

Angeführt von den Börsen in China und Australien haben die Indizes der Region am Freitag überwiegend mit Abgaben geschlossen. Angeführt wurden die Verluste vom Technologiesektor, der sich bereits in den USA mit dem Kurseinbruch von Microsoft schwach gezeigt hatte. Einige lokale Märkte blickten auf einen starken Januar zurück, dies habe zu Gewinnmitnahmen zum Monatsultimo eingeladen, hieß es. Dies gelte gerade vor dem hohen Schlagzeilenrisiko rund um den Iran am Wochenende.

Für Kaufzurückhaltung sorgten übergeordnet die steigenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Es gebe Erwartungen eines US-Angriffs auf den Iran am Wochenende, mutmaßte IG-Analyst Chris Beauchamp. "Die Anzeichen deuteten darauf hin, dass die USA eine größere und längere Kampagne starten könnten, was unweigerlich die Befürchtung aufkommen lasse, dass Teheran Vergeltung üben werde", fügte der Chefmarktanalyst hinzu.

In Japan hatte sich die Inflation etwas abgekühlt, sie blieb aber im Kern über der Zielmarke der japanischen Notenbank. Die Verbraucherpreise aus dem Großraum Tokio sanken gleichwohl auf den niedrigsten Stand seit rund vier Jahren. Japans Industrieproduktion war derweil im Dezember den zweiten Monat in Folge gesunken und schloss das Jahr 2025 mit einer schwachen Tendenz ab. Analysten hatten zwar mit einem stärkeren Rückgang gerechnet, gleichwohl dämpften Inflations- und Industriedaten die kursierenden Zinserhöhungsspekulationen etwas.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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30.01.26 77 (Seventy-Seven) Bank Ltd / Quartalszahlen
30.01.26 Aadhar Housing Finance Ltd Registered Shs 144A Reg S / Quartalszahlen
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Dieselpreis Benzin 1,70 -0,02 -0,88
EEX Strompreis Phelix DE 85,35 1,49 1,78
Eisenerzpreis 104,81 -0,59 -0,56
Erdgaspreis - Natural Gas 3,00 -0,02 -0,50
Ethanolpreis 2,16 0,00 0,05
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Haferpreis 3,30 0,09 2,88
Heizölpreis 68,95 2,38 3,57
Holzpreis 568,00 -14,50 -2,49
Kaffeepreis 2,87 -0,05
Kakaopreis 2 128,00 -152,00 -6,67
Kohlepreis 106,95 1,45 1,37
Kupferpreis 12 626,00 23,00 0,18
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Nickelpreis 16 940,00 275,00 1,65
Orangensaftpreis 1,87 -0,10 -5,07
Palladiumpreis 1 676,00 -59,00 -3,40
Palmölpreis 4 094,00 83,00 2,07
Platinpreis 2 068,50 -31,50 -1,50
Rapspreis 492,75 5,25 1,08
Reispreis 10,18 -
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Sojabohnenmehlpreis 304,60 0,70 0,23
Sojabohnenpreis 11,41 -0,01 -0,04
Sojabohnenölpreis 0,60 0,01 2,07
Super Benzin 1,74 -0,01 -0,46
Uranpreis 70,05 -0,65 -0,93
Weizenpreis 193,75 3,00 1,57
Zinkpreis 3 292,00 42,00 1,29
Zinnpreis 46 045,00 45,00 0,10
Zuckerpreis 0,14 -0,71
Ölpreis (Brent) 71,87 1,55 2,20
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DAX 25 043,57 -0,93%
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