Imperial Brands Aktie
WKN: 903000 / ISIN: GB0004544929
|
24.01.2026 18:03:38
|
Bundesinstitut: Kühlstoffe in E-Zigaretten sind schädlich
BERLIN (dpa-AFX) - Die in E-Zigaretten verwendeten Kühlstoffe können dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zufolge der Gesundheit schaden. Alle bisher geprüften Kühlstoffe können demnach unter anderem Leber und Nieren nachhaltig schädigen.
Von der Verwendung solcher Kühlstoffe in E-Liquids sei abzuraten, da bereits bei mittlerem Konsum - fünf Milliliter pro Tag - von einem langfristigen Gesundheitsrisiko auszugehen sei. Völlig unklar sei derzeit noch, wie das Risiko für Lungenschäden einzuschätzen ist.
Diverse chemische Substanzen genutzt
Kühlstoffe - auch Cooling Agents genannt - werden den Liquids von E-Zigaretten beigemischt, um ein kühlendes und erfrischendes Mund- und Rachengefühl zu erzeugen. Dabei werden dem BfR zufolge diverse chemische Substanzen genutzt - viele seien geschmacksneutral und geruchlos.
Andere wie Menthol seien mit einem charakteristischen Geruch und Geschmack verbunden. Die Konzentration der häufig synthetisch hergestellten Kühlstoffe in E-Liquids variiere stark, teils seien die Konzentrationen hoch.
Bisher kaum öffentlich einsehbare Daten zu Risiken
Daten zur gesundheitlichen Wirkung beim Inhalieren in die Lunge lägen bisher öffentlich kaum vor, hieß es. Das BfR hat nach ersten vorangegangenen Analysen weitere neun Kühlstoffe wie Menthol, Menthylacetat und Eucalyptol bewertet.
Genutzt wurden Daten aus Studien zur oralen Aufnahme der Stoffe bei Tieren wie Ratten oder Mäusen. Für einige Kühlstoffe, für die keine Daten verfügbar waren, wurden Studiendaten von strukturähnlichen Stoffen verwendet, wie es hieß.
Gesundheitsschäden teils schon bei wenig Konsum
"Die Wahrscheinlichkeit gesundheitlicher Beeinträchtigungen für die Allgemeinbevölkerung ist beim Dampfen von E-Zigaretten mit kühlenden Substanzen gegeben, im Besonderen bei mittlerem und starkem Konsum", schließen die BfR-Experten. Für die Stoffe WS-12, Frescolat MGA und Menthyllactat könnten Gesundheitsschäden schon bei niedrigem Konsum (1 Milliliter/Tag) nicht ausgeschlossen werden.
Bei der Bewertung seien die Kühlstoffe jeweils separat betrachtet worden. "In der realen Anwendung könnte die Gesamt-Exposition gegenüber Kühlstoffen jedoch höher ausfallen, da viele E-Liquids Mischungen mehrerer Kühlstoffe enthalten." Mischungen mit bis zu acht solchen Substanzen seien bekannt.
Noch keine Grenzwerte festgelegt
Festgelegte Richtwerte für die maximale Stoffmenge, bei der keine gesundheitlichen Risiken abzusehen sind, gibt es bei Kühlstoffen noch nicht. Das BfR nutzte darum für seine Bewertung den sogenannten NOAEL-Wert für die höchste getestete Dosis eines Stoffes, bei der in Versuchen keine gesundheitlichen Schäden feststellbar waren. In Tierversuchen wurden demnach vor allem Schädigungen der Leber und Niere beobachtet.
Das BfR gibt zu bedenken, dass die Risiken unter- oder überschätzt sein können, weil es bisher kaum gute Daten gebe. "Es fehlen vor allem Daten dazu, wie die Stoffe wirken, wenn sie eingeatmet werden." Vor allem zur Wirkung auf die Lunge sei daher derzeit keine Aussage möglich. Verbrauchern rät das BfR, auf Liquids mit Kühlstoffen zu verzichten.
Liquids für E-Zigaretten enthalten in der Regel das stark süchtig machende Nikotin und verschiedene Aroma- und Geschmacksstoffe. Die Flüssigkeit wird über ein Heizelement verdampft und über ein Mundstück eingeatmet. Die Liquids sind sehr unterschiedlich zusammengesetzt.
Langfristige Folgen sind noch weitgehend unbekannt
Gesundheitsrisiken gehen dem BfR zufolge vom Nikotin, den Verneblungs-, Wirk- und Zusatzstoffen sowie möglichen Verunreinigungen aus. Zudem können durch die Hitzeeinwirkung weitere schädigende Stoffe entstehen. Über die langfristigen gesundheitlichen Folgen von E-Zigaretten ist derzeit noch wenig bekannt.
Im Vergleich zu herkömmlichen Zigaretten - allein in Deutschland pro Jahr für den vorzeitigen Tod von mehr als 120.000 Menschen verantwortlich - sind E-Zigaretten nach BfR-Angaben deutlich weniger gefährlich. Das Institut empfiehlt aber, zum Schutz der eigenen Gesundheit grundsätzlich auch auf E-Zigaretten zu verzichten./kll/DP/zb
Der finanzen.at Ratgeber für Aktien!
Wenn Sie mehr über das Thema Aktien erfahren wollen, finden Sie in unserem Ratgeber viele interessante Artikel dazu!
Jetzt informieren!
Nachrichten zu BAT PLC (British American Tobacco)
|
02.02.26 |
STOXX 50-Handel aktuell: STOXX 50 zeigt sich zum Start schwächer (finanzen.at) | |
|
27.01.26 |
Freundlicher Handel: STOXX 50 zum Start des Dienstagshandels mit Zuschlägen (finanzen.at) | |
|
22.01.26 |
STOXX 50-Handel aktuell: STOXX 50 zum Start des Donnerstagshandels mit Zuschlägen (finanzen.at) | |
|
22.01.26 |
Starker Wochentag in London: FTSE 100 bewegt sich zum Start des Donnerstagshandels im Plus (finanzen.at) | |
|
21.01.26 |
FTSE 100-Papier BAT-Aktie: So viel Gewinn hätte eine Investition in BAT von vor einem Jahr abgeworfen (finanzen.at) | |
|
20.01.26 |
STOXX 50 aktuell: STOXX 50 fällt letztendlich (finanzen.at) | |
|
20.01.26 |
Schwacher Handel: STOXX 50 gibt am Dienstagnachmittag nach (finanzen.at) | |
|
20.01.26 |
Schwacher Handel in London: So entwickelt sich der FTSE 100 am Nachmittag (finanzen.at) |
Analysen zu Imperial Brands plc
Aktien in diesem Artikel
| Altria Inc. | 52,79 | 1,25% |
|
| BAT PLC (British American Tobacco) | 51,60 | 0,98% |
|
| Imperial Brands plc | 35,99 | 1,70% |
|