IBM Aktie
WKN: 851399 / ISIN: US4592001014
| Fehlertolerantes System |
29.05.2026 23:06:00
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IBM-Aktie mit Rückenwind: Quantencomputing-Pläne beflügeln Anlegerfantasie
• Fehlertolerantes System geplant
• Staatliche Förderung inklusive
Der US-Technologiekonzern IBM plant laut einem gestern veröffentlichten SEC-Filing in den kommenden fünf Jahren mehr als zehn Milliarden US-Dollar in Quantencomputing zu investieren. Anleger reagierten daraufhin positiv: Die IBM-Aktie schloss gestern an der NYSE mit einem Kursplus von 3,53 Prozent bei 264,22 US-Dollar. Und auch am Freitag setzt sich die Aufwärtsbewegung mit Gewinnen von 9,59 Prozent auf 289,57 US-Dollar fort. Und auch am Freitag setzte sich die Aufwärtsbewegung letztlich mit Gewinnen von 12,71 Prozent auf 297,80 US-Dollar fort.
IBM setzt auf Quantencomputing der nächsten Generation
Mit der milliardenschweren Investitionsoffensive will IBM seine technologische Führungsrolle im Quantencomputing ausbauen. Laut Unternehmensangaben sollen die Mittel unter anderem in Forschung und Entwicklung, Produktionskapazitäten, Fertigungstechnologien sowie strategische Übernahmen fließen.
Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung eines sogenannten "large-scale fault-tolerant" Quantencomputers. Solche Systeme gelten als entscheidender Durchbruch der Branche, da sie Rechenfehler automatisch korrigieren und damit komplexe Anwendungen erstmals wirtschaftlich nutzbar machen könnten.
IBM verweist in seiner Mitteilung zudem darauf, dass bereits über 90 Quanten-Systeme weltweit im Einsatz seien. Die Technologie wird unter anderem von Unternehmen, Universitäten und staatlichen Einrichtungen genutzt.
Staatliche Förderung stärkt US-Chipproduktion
Parallel zur eigenen Investitionsoffensive treibt IBM auch den Aufbau einer US-amerikanischen Quantenchipfertigung voran. Laut einer Vereinbarung im Umfeld des US-Handelsministeriums soll die Plattform "Anderon" als spezialisierte Quanten-Foundry ausgebaut werden.
Dabei ist laut Unternehmensangaben eine staatliche Förderung von eine Milliarde US-Dollar vorgesehen. IBM selbst will ebenfalls eine Milliarde US-Dollar in das Projekt investieren.
Für die Branche könnte dieser Schritt strategisch besonders wichtig sein. Denn viele Herausforderungen im Quantencomputing liegen mittlerweile weniger in der Theorie als vielmehr in der industriellen Fertigung. Themen wie Zuverlässigkeit, Produktionsausbeute und Skalierbarkeit gelten als zentrale Hürden auf dem Weg zur kommerziellen Nutzung.
Was Anleger jetzt wissen sollten: Hoffnung auf neue Wachstumsimpulse?
IBM versucht zugleich, ein umfassendes Technologie-Ökosystem rund um Quantencomputing aufzubauen. Nach Unternehmensangaben arbeiten bereits mehr als 325 Fortune-500-Unternehmen, Startups, Universitäten und Behörden mit den IBM-Systemen. Einsatzfelder reichen von Materialforschung über Chemie bis hin zu Biotechnologie.
Zusätzlich investiert der Konzern Milliardenbeträge in Cybersicherheit und sichere Open-Source-Infrastrukturen. Laut IBM sollen dafür weitere 5 Milliarden US-Dollar bereitgestellt werden.
Für Investoren bleibt das Thema dennoch eine Wette auf die Zukunft. Kurzfristig dürften die hohen Investitionen zunächst die Kostenbasis erhöhen. Entscheidend wird daher sein, ob IBM die technische Skalierung tatsächlich wie geplant umsetzen kann.
Gelingt der Schritt zu fehlertoleranten Systemen bis 2029, könnte IBM im entstehenden Milliardenmarkt für Quantencomputing eine Schlüsselrolle einnehmen. Scheitert die Umsetzung oder verzögert sich der Zeitplan, dürfte sich auch der kommerzielle Durchbruch weiter nach hinten verschieben.
Bettina Schneider, Thomas Zoller, Redaktion finanzen.at
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