Amazon Aktie
WKN: 906866 / ISIN: US0231351067
| KI-Ausgaben |
24.02.2026 23:45:00
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NVIDIA-Aktie schwächelt: Was steckt hinter der Krise?
• Wolfe Research-Analyst Chris Caso nannte drei Gründe für die Schwäche
• US-Exportkontrollen für China bleiben struktureller Belastungsfaktor
Milliardenschwere KI-Ausgaben sorgen für Unbehagen
Obwohl das Geschäft bei NVIDIA operativ hervorragend läuft, hat die Aktie seit Jahresbeginn 2026 den breiten Markt underperformt. Im zuletzt veröffentlichten dritten Geschäftsquartal (Stichtag Oktober 2025) erzielte NVIDIA einen Umsatz von 57 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 62 Prozent im Jahresvergleich. Für das vierte Geschäftsquartal stellte das Unternehmen einen Umsatz von rund 65 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Die Ergebnisse des vierten Quartals sollen am 25. Februar 2026 vorgelegt werden.
Was Anleger trotzdem nervös macht, sind die gewaltigen Investitionspläne der großen Tech-Konzerne. Amazon kündigte im Rahmen seiner Q4-Zahlen am 6. Februar 2026 an, im laufenden Jahr rund 200 Milliarden US-Dollar für Investitionsausgaben einzuplanen, wobei der Großteil in KI-Infrastruktur und Rechenzentren fließen soll. Die Google-Mutter Alphabet plant für 2026 Ausgaben von 175 bis 185 Milliarden US-Dollar, und Meta bewegt sich mit 115 bis 135 Milliarden US-Dollar in einer ähnlichen Größenordnung. Zusammengenommen wollen diese vier Konzerne in einem einzigen Jahr über 600 Milliarden US-Dollar investieren. Wie Daniel Sparks in seinem Beitrag bei The Motley Fool vom 16. Februar 2026 schreibt, deuten solche Summen auf eine gewisse euphorische Stimmung rund um KI hin. Amazons freier Cashflow lag zuletzt bei nur 11,2 Milliarden US-Dollar, was signalisiert, dass der Konzern 2026 einen deutlich negativen freien Cashflow einplanen dürfte. Für viele Investoren stellt sich daher die Frage, ob ein solches Investitionstempo nachhaltig aufrechterhalten werden kann.
Wachsende Konkurrenz durch Eigenentwicklungen
Ein weiterer Faktor, der auf der NVIDIA-Aktie lastet, ist die zunehmende Konkurrenz durch hauseigene Chip-Programme der großen Cloud-Anbieter. Allen voran Amazon: Das Unternehmen verfügt mittlerweile über ein eigenes Chip-Geschäft mit einer jährlichen Umsatzrate von über 10 Milliarden US-Dollar. Der hauseigene KI-Chip Trainium2 ist nach Unternehmensangaben bereits vollständig ausgebucht, und mit Anthropic nutzt ein prominenter KI-Entwickler den Chip, um seine Modelle zu trainieren. Amazon-CEO Andy Jassy machte während des Q4-Earnings-Calls am 6. Februar 2026 klar, dass die Kosten von KI-Chips aktuell eine erhebliche Hürde darstellen und Amazon mit eigenen Chip-Lösungen gezielt gegensteuern wolle. Auch Alphabet und Microsoft treiben ihre eigenen KI-Chip-Programme voran und setzen intern zunehmend auf eigene Lösungen für ihre Cloud-Infrastruktur. Sollte es diesen Konzernen gelingen, leistungsfähige Alternativen zu deutlich günstigeren Preisen anzubieten, könnte das NVIDIAs Preissetzungsmacht und damit auch die Margen langfristig unter Druck setzen.
Hinzu kommen, wie aus einer Analyse von EBC Financial Group vom 5. Februar 2026 hervorgeht, Belastungen durch den laufenden Architekturwechsel bei NVIDIA selbst. Der Übergang von Hopper- auf Blackwell-Systeme hat die Bruttomarge temporär belastet. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 verbuchte NVIDIA eine Belastung von 4,5 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit überschüssigen H20-Lagerbeständen und Kaufverpflichtungen. Auch geopolitische Einschränkungen, insbesondere die US-Exportkontrollen für den chinesischen Markt, bleiben ein struktureller Belastungsfaktor.
Bewertung und der Blick nach vorne
Auch die Bewertung dürfte eine Rolle bei der verhaltenen Kursentwicklung spielen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Motley Fool-Beitrags am 16. Februar 2026 lag NVIDIAs Kurs-Gewinn-Verhältnis bei etwa 45, das Forward-KGV bei rund 24. Wie Sparks in seinem Beitrag einordnet, deute das Forward-KGV darauf hin, dass NVIDIA bei anhaltendem Wachstum in seine aktuelle Bewertung hineinwachsen könnte. Allerdings wäre selbst dieses Multiple zu hoch angesetzt, sollten sich die beschriebenen Risiken tatsächlich materialisieren.
Wolfe Research-Analyst Chris Caso fasste in einer Kundennotiz vom 13. Januar 2026, auf die sich CNBC bezog, die Gründe für die Schwächephase zusammen und nannte drei Hauptfaktoren: den späten Blackwell-Launch, Zweifel an der Nachhaltigkeit der KI-Ausgaben und die wachsende Bedrohung durch eigenentwickelte KI-Chips der Hyperscaler.
Am 25. Februar 2026 legt NVIDIA die Ergebnisse des vierten Geschäftsquartals vor. Dieser Termin dürfte als nächster großer Katalysator für die Aktie fungieren, da er neue Prognosen, eine aktualisierte Margenentwicklung und eine Einordnung der Nachfragesituation liefert. Trotz der Schwächephase bleibt NVIDIA ein hochprofitables Unternehmen mit starkem Umsatzwachstum. Der Markt preist allerdings zunehmend die Risiken ein, die mit einem möglichen Ende des exponentiellen KI-Investitionszyklus einhergehen könnten.
D. Maier / Redaktion finanzen.at
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