| Alles auf Starlink |
10.07.2026 07:23:00
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Ron Baron erhöht seine Wette auf SpaceX deutlich
• Baron bezifferte den Wert seines gesamten SpaceX-Pakets auf rund 25 Milliarden US-Dollar
• Baron hält langfristig eine Bewertung von 10 bis 30 Billionen US-Dollar für möglich
Eine Milliarde am Tag des Börsengangs
Ron Baron, Gründer und Chef der Investmentgesellschaft Baron Capital, kaufte im Rahmen des SpaceX-Börsengangs am 12. Juni 2026 zusätzliche Aktien im Wert von einer Milliarde US-Dollar. Seine Beteiligung an dem Musk-Konzern baut er bereits seit 2017 auf, über Mitarbeiter-Aktienverkäufe und private Finanzierungsrunden flossen über die Jahre rund 2 Milliarden US-Dollar. Nach dem Zukauf bezifferte Baron den Wert seines Pakets nach Angaben von Börse Online auf rund 25 Milliarden US-Dollar.
Barons Erwartungen reichen weit. Er hält es für möglich, dass SpaceX in den nächsten zehn bis 15 Jahren auf eine Bewertung von 10 bis 30 Billionen US-Dollar kommen könnte, was den Konzern zum mit Abstand wertvollsten Unternehmen der Welt machen würde. Baron gilt als einer der bekanntesten Anhänger von Elon Musks Unternehmen und betont, die Position nicht mehr verkaufen zu wollen. Seine Überzeugung speist sich auch aus einer früheren Wette auf Tesla, die seiner Firma einen geschätzten Milliardengewinn einbrachte.
Starlink und Starship als Hoffnungsträger
Der größte Teil der astronomischen Erwartung von Baron wird von Starlink getragen, dem Satelliteninternet von SpaceX und einzigem profitablen Geschäftsbereich. Baron traut dem Dienst langfristig 300 Millionen Nutzer zu und einen Jahresumsatz von einer Billion US-Dollar. Zum Vergleich: 2025 kam Starlink auf rund 11,4 Milliarden US-Dollar Umsatz bei etwa 10 Millionen Abonnenten. Barons Ziel setzt damit nicht nur eine Vervielfachung der Kundenzahl voraus, sondern auch deutlich höhere Erlöse je Kunde, denn diese müssten von rund 1.100 auf über 3.000 US-Dollar im Jahr steigen.
Als zweiten Treiber sieht Baron die wiederverwendbare Rakete Starship, die sich noch in der Entwicklung befindet. Sie soll 100 bis 150 Tonnen Nutzlast in eine niedrige Erdumlaufbahn befördern, während die Falcon 9 auf 17,5 Tonnen kommt. Gelingt das zuverlässig, könnte SpaceX seine ohnehin dominante Stellung im Startgeschäft weiter ausbauen.
Hohe Bewertung, hohe Risiken
Den hohen Erwartungen stehen jedoch erhebliche Risiken gegenüber. Zum Ausgabepreis von 135 US-Dollar wurde SpaceX im Rahmen des Börsengangs mit rund 1,75 Billionen US-Dollar bewertet, bei einem für 2025 ausgewiesenen Umsatz von lediglich 18,7 Milliarden US-Dollar. Zugleich verbuchte das Unternehmen 2025 einen Nettoverlust von 4,9 Milliarden US-Dollar. Die Bewertung preist damit bereits einen großen Teil der von Baron erhofften Zukunft ein.
Hinzu kommt die zum Konzern gehörende KI-Sparte xAI, die nach Angaben von Börse Online rund eine Milliarde US-Dollar pro Monat verbrennt.
Auch Barons Starlink-Annahme ist nicht ohne Tücken, denn die Technik ist in dicht besiedelten Städten weniger leistungsfähig, gerade dort aber sitzt der Großteil zahlungskräftiger Kunden. Damit Barons Rechnung aufgeht, müsste Starlink massiv wachsen, Starship zum Erfolg werden und xAI von einer Belastung zu einem Gewinnbringer reifen.
Dominik Maier, Redaktion finanzen.at
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