STRABAG Aktie
WKN: STR / ISIN: AT000000STR1
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28.08.2026 09:03:00
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Strabag mit massivem Gewinnplus zum Halbjahr
Der Bauriese Strabag hat seine Ergebnisse im ersten Halbjahr deutlich verbessert. Trotz steigender Energiepreise und höherer Materialkosten infolge der Spannungen im Nahen Osten legte der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Jahresabstand um 35 Prozent auf 174,4 Mio. Euro zu, wie der Konzern am Freitag bekanntgab. Unter dem Strich blieben 119 Mio. Euro - ein Plus von 25 Prozent. Die Bauleistung erhöhte sich um 12 Prozent auf 10 Mrd. Euro. Die Jahresziele wurden angehoben.
"Wir erwarten eine Leistung von nahe 23 Mrd. Euro, nachdem wir bisher von rund 22 Mrd. Euro ausgegangen waren - für die EBIT-Marge rechnen wir mit 5,5 Prozent bis 6 Prozent, nach zuvor 5 Prozent bis 5,5 Prozent", teilte CEO Stefan Kratochwill im Halbjahresbericht mit. 2025 lag die Leistung bei 20,4 Mrd. Euro. Die EBIT-Marge betrug 6,7 Prozent.
Weiterhin positive Impulse
Für die kommenden Monate erwarte der Konzern weiterhin positive Impulse aus dem Infrastrukturgeschäft. "In Deutschland nehmen wir ein solides Ausschreibungsvolumen wahr, das zunehmend durch Mittel aus dem Sondervermögen unterstützt wird", erklärte der Konzernchef. Die deutsche Regierung will im Rahmen des sogenannten "Sondervermögens" 500 Mrd. Euro in die Infrastruktur investieren. Gleichzeitig sehe die Strabag attraktive Marktchancen in Zentral- und Osteuropa, getragen von EU-Finanzierungen, sowie im Vereinigten Königreich und in Australien.
"Hinter uns liegt ein dynamisches und sehr erfolgreiches erstes Halbjahr 2026", fasste Kratochwill rückblickend zusammen. Der Jahresauftakt sei kälter ausgefallen als in den Vorjahren, sodass Straßenbauprojekte in einigen Märkten erst später angelaufen seien. "Dennoch lag unsere Leistung bereits im ersten Quartal über dem Vorjahreswert."
Im zweiten Quartal habe die Dynamik spürbar zugenommen - "getragen von Impulsen aus der Energie- und Bahninfrastruktur". Die Bauleistung wuchs den Angaben zufolge vor allem in Deutschland, im Vereinigten Königreich unter anderem durch die Van-Elle-Übernahme, in Tschechien und Kroatien.
Auftragsbestand gut aufgepolstert
Massive Zuwächse gab es heuer in den ersten sechs Monaten auch beim Auftragsbestand, der um 27 Prozent auf rund 36 Mrd. Euro wuchs. "Damit haben wir uns bereits eine gute Grundauslastung bis in das Jahr 2028 hinein gesichert", so Kratochwill. Wesentliche Beiträge lieferten demnach große Infrastrukturprojekte in Deutschland, Polen und Slowenien sowie in Australien und Chile.
"Mit der Übernahme der WTE-Gruppe im März haben wir einen wichtigen Meilenstein unserer Strategie 2030 erreicht und sind zur Komplettanbieterin für Wasserinfrastruktur aufgestiegen", betonte der CEO. Strabag erwarb weiters die deutsche Umwelttechnik-Tochter Wassertechnik GmbH (WTE) mit über 500 Ingenieurinnen und Ingenieuren vom niederösterreichischen Versorger EVN. Auch die Akquisition des britischen Spezialtiefbauunternehmens Van Elle stärke die Marktposition der Strabag und erweitere die Marktabdeckung nachhaltig.
Die Strabag beschäftigte im Schnitt weltweit 80.923 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente).
(Redaktionelle Hinweise: GRAFIK 1069-26) kre/ivn
ISIN AT000000STR1 WEB http://www.strabag.com
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