Ethereum - Japanischer Yen
| Stockende Gesetzgebung |
01.04.2026 07:52:00
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Bitcoin im Wartemodus: Citi senkt Kursziel deutlich
• Stockende US-Gesetzgebung bremst institutionelle Nachfrage und ETF-Dynamik
• Szenarien reichen von 58.000 bis 165.000 US-Dollar je Bitcoin
Mit dem sogenannten "Clarity Act" bemühen sich die Vereinigten Staaten um eine Grundlage, wie Kryptomärkte funktionieren sollen. Ein klares Regelwerk soll Vertrauen schaffen - und die klaffende Lücke zwischen Krypto und traditioneller Finanzwelt zumindest teilweise schließen.
Politischer Stillstand wird zum Bremsklotz für den Kryptomarkt
Eben diese geplante Regulierung des Kryptomarktes kommt im Senat nur schleppend voran, wie Reuters berichtet. Vor allem beim "Clarity Act" gibt es weiterhin Streit, etwa über den Umgang mit Stablecoins und die künftige Aufsicht.
Die Hintergründe sind komplex. Wie Reuters berichtet, stehen sich Banken und Kryptoindustrie in zentralen Fragen gegenüber. Während Anbieter aus dem Kryptosektor mehr Spielraum fordern, sehen Banken Risiken für Einlagen und Stabilität des Finanzsystems. Gleichzeitig läuft der politischen Einigung die Zeit davon. Mit Blick auf die Zwischenwahlen 2026 könnte sich das Zeitfenster weiter schließen, was die Unsicherheit zusätzlich erhöht.
Citigroup kappt Erwartungen und reduziert Kursziele
Auch Citigroup-Stratege Alex Saunders erklärt laut Reuters, wie die knapp es mit einem Durchbruch in diesem Jahr werden könnte: "Regulatorische Impulse werden die weitere Adoption und Kapitalzuflüsse antreiben, aber das Zeitfenster für eine US-Gesetzgebung in diesem Jahr wird enger".
Die wachsende Skepsis zwingt die US-Bank zu einer Neubewertung ihrer ausgerufenen Kursziele der Ur-Kryptowährung Bitcoin und Ethereum. Wie Reuters berichtet, hat Citi das 12-Monats-Kursziel für Bitcoin von 143.000 US-Dollar auf 112.000 US-Dollar reduziert. Auch Ethereum traut Citi weniger zu und senkt die Erwartung von 3.175 US-Dollar, nachdem zuvor noch 4.304 US-Dollar im Raum standen.
Zwischen ETF-Hoffnung und schwacher Dynamik: Markt bleibt im Wartemodus
Doch ganz ohne positive Signale kommt der Markt dennoch nicht aus. Wie investing.com aus der Kundennotiz zitiert, erwartet die Citigroup weiterhin deutliche Zuflüsse in börsengehandelte Krypto-Produkte. Für Bitcoin-ETFs rechnet die Bank mit rund 10 Milliarden US-Dollar, für Ethereum mit etwa 2,5 Milliarden US-Dollar.
Gleichzeitig zeigen sich Schwächen, die den Optimismus dämpfen. Die Netzwerkaktivität bei Ethereum bleibt laut Einschätzung der Bank hinter den Erwartungen zurück, während sich auch institutionelle Zuflüsse zuletzt verhaltener entwickelten. Reuters zufolge geht Citi deshalb davon aus, dass sich Bitcoin zunächst in einer gewissen Bandbreite bewegen dürfte. Die Marke von rund 70.000 US-Dollar gilt dabei als wichtiger Orientierungspunkt für den Markt.
Breite Spanne zeigt Unsicherheit - von Rücksetzer bis Rally
Wie groß die Unsicherheit aktuell ist, zeigt der Blick auf die möglichen Szenarien. Laut Reuters sieht die Citigroup im ungünstigen Fall einen Rückgang des Bitcoin-Kurses auf bis zu 58.000 US-Dollar. Sollte die Nachfrage dagegen anziehen und neue Impulse den Markt stützen, hält die Bank auch einen Anstieg auf bis zu 165.000 US-Dollar für möglich.
Damit bleibt die Entwicklung stark von äußeren Faktoren abhängig. Neben der politischen Lage spielen auch makroökonomische Trends und Kapitalströme eine entscheidende Rolle. Für Anleger bedeutet das vor allem eines: Der Markt wartet auf klare Signale.
Benedict Kurschat, Claudia Stephan Redaktion finanzen.at
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