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Quartalsvorlage voraus 25.08.2026 22:03:00

NVIDIA-Aktie vor Quartalszahlen: Optionsmarkt preist Milliarden-Schwankung ein

NVIDIA-Aktie vor Quartalszahlen: Optionsmarkt preist Milliarden-Schwankung ein

  • Optionsmarkt setzt auf spürbaren Ausschlag der NVIDIA-Aktie
  • Analysten blicken vor allem auf Umsatzprognose und Chip-Nachfrage
  • Experten sehen die Phase spektakulärer Kurssprünge bei NVIDIA als beendet an

Vor der Vorlage der Quartalszahlen preisen Optionshändler laut Reuters eine Schwankung von 280 Milliarden US-Dollar im Börsenwert von NVIDIA ein. Der Chiphersteller legt sein Zahlenwerk zum zweiten Quartal des Fiskaljahres 2027 am Mittwoch nach US-Börsenschluss vor. Die implizite Bewegung liegt unter dem historischen Durchschnitt der vergangenen Quartale, gleichzeitig bleibt der Chipkonzern für Anleger ein zentraler Gradmesser für den gesamten KI-Trade.

Was der Optionsmarkt für die NVIDIA-Aktie einpreist

Die Optionen auf die NVIDIA-Aktie signalisieren für Donnerstag, also einen Tag nach der nachbörslichen Zahlenvorlage, laut Reuters eine Bewegung von 5,4 Prozent in beide Richtungen. Diese implizite Schwankung entspricht rund 280 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung, mehr als der einzelne Börsenwert von etwa 90 Prozent der Mitglieder im S&P 500. Zum Vergleich: Vor den Zahlen im Mai hatten Optionshändler noch eine Bewegung von 6,5 Prozent eingepreist.

Damit liegt die aktuelle Erwartung auch deutlich unter dem historischen Durchschnitt von 7,4 Prozent, den NVIDIA über die vergangenen zwölf Quartale nach Zahlenvorlagen im Schnitt verzeichnet hat, wie Reuters mit Verweis auf das Analysehaus ORATS schreibt. ORATS-Gründer Matt Amberson wertete dies als Zeichen einer gewissen Selbstzufriedenheit gegenüber dem Unternehmen und als Hinweis darauf, dass die Aktie berechenbarer werde, sagte er. Chris Murphy, Co-Leiter der Derivate-Strategie beim Marktmacher Susquehanna, verwies laut der Nachrichtenagentur auf ein Muster der Jahre 2024 und 2025, wonach tatsächliche Kursbewegungen nach den Zahlen häufig hinter den Erwartungen der Optionsmärkte zurückgeblieben seien: "Ich glaube, die Anfangsphase des KI-Zeitalters, in der NVIDIA alle mit enormen Gewinnübertreffungen und Kursanstiegen von 10, 15 oder 20 Prozent überraschte, ist sozusagen vorbei".

Worauf Anleger bei den NVIDIA-Zahlen achten

Im Fokus stünden laut Reuters stattdessen die Umsatzprognose, die Chip-Nachfrage, die Gewinnmarge sowie die Frage, ob große Cloud-Anbieter ihre KI-bezogenen Investitionsausgaben weiter erhöhen. Will Sterling, Chief Investment Officer bei TritonPoint Wealth, sagte laut der Nachrichtenagentur, NVIDIA habe wahrscheinlich "ein ziemlich gutes Gespür für die Entwicklung der Investitionsausgaben der Hyperscaler. Die Kapitalrendite der Hyperscaler ist wirklich wichtig" und weiter "das wird darüber entscheiden, ob sie weiterhin Investitionen tätigen oder nicht. Sollte dies der Fall sein, dann wird sich das meiner Meinung nach aus Sicht der Risikobereitschaft positiv auf das gesamte Ökosystem auswirken."

Laut Reuters hat NVIDIA vor Kurzem zudem mit sechs großen Finanzinstituten Finanzierungsplattformen aufgesetzt, die mehr als 500 Milliarden US-Dollar für den Ausbau der globalen KI-Infrastruktur mobilisieren sollen. Im Durchschnitt erwarten Analysten für das abgelaufene Quartal einen Gewinn je Aktie von 2,09 US-Dollar nach 1,08 US-Dollar im Vorjahresquartal. Beim Umsatz gehen sie im Schnitt von einem Anstieg auf 92,28 Milliarden US-Dollar aus. Für das laufende Fiskaljahr rechnen Analysten im Schnitt mit einem Gewinn je Aktie von 9,02 US-Dollar. Beim Umsatz liegt die Schätzung bei durchschnittlich 395,05 Milliarden US-Dollar.

Marktumfeld und Analystenlage zur NVIDIA-Aktie

Technologiewerte gerieten am Montag unter Druck, was auch den Halbleitersektor belastete. Sorgen über steigende Energiepreise und die wachsende US-Staatsverschuldung hatten die Anleiherenditen nach oben getrieben, die Rendite dreißigjähriger US-Staatsanleihen erreichte in der Vorwoche ein 19-Jahres-Hoch. Anleger richten den Blick zudem auf die für später in dieser Woche angesetzte Rede von Fed-Chef Kevin Warsh beim Jackson-Hole-Symposium, die Hinweise zur Zinspolitik liefern könnte.

An der Wall Street bleibt das Analystenbild trotz der Marktunruhe einheitlich positiv: 28 von 28 bei TipRanks erfassten Analysten stufen die NVIDIA-Aktie mit "Buy" ein, das mittlere Kursziel liegt bei 304,58 US-Dollar bei einer Spanne von 250 bis 425 US-Dollar. Am Dienstag notierte die NVIDIA-Aktie im NASDAQ-Handel letztlich 2,19 Prozent höher bei 213,05 US-Dollar.

Martina Köhler, Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.at

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquelle: Konstantin Savusia / Shutterstock.com,JHVEPhoto / Shutterstock.com

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