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Geändert am: 19.01.2026 21:07:25

Trump mit Zolldrohungen im Grönland-Konflikt: ATX schlussendlich tiefrot -- DAX letztlich knapp unter 25.000 Punkte -- Feiertag an der Wall Street -- Asiens Börsen schließen mehrheitlich in Rot

AUSTRIA

Zum Wochenbeginn dominierten die Bären am heimischen Aktienmarkt.

Der ATX verharrte nach einer negativen Eröffnung auch weiterhin tief in der Verlustzone. Letztlich beendete er den Montagshandel 0,53 Prozent tiefer bei 5.441,57 Punkten.

Damit folgte die Wiener Börse dem Trend der europäischen Börsen, die sämtlich mit Abgaben zu kämpfen hatten. Grund dafür waren neuerliche Zolldrohungen der USA wegen des Streits um Grönland. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende wegen des Grönland-Streits angekündigt, dass für acht Länder aus Europa ab dem 1. Februar Strafzölle von 10 Prozent gelten sollen, ab dem 1. Juni dann sogar Zölle von 25 Prozent. Dies solle gelten, bis ein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt werde. Betroffen von den Zöllen sind acht europäische NATO-Länder, darunter auch Deutschland. Ende der Woche solle es nun einen Sondergipfel geben, kündigte EU-Ratspräsident António Costa am Sonntagabend in Brüssel an. Schon jetzt wird fieberhaft über Handlungsoptionen beraten, denn es gilt eine gefährliche Gratwanderung zu bewältigen.

In Österreich drückten Inflationsdaten auf die Laune. Die Jahresinflation 2025 lag nämlich laut Statistik Austria bei 3,6 Prozent und damit deutlich höher als die Teuerung im Jahr 2024 mit 2,9 Prozent. Damit war Österreichs Inflation wiederum deutlich höher als in fast allen Ländern der Eurozone.

Unternehmensseitig rückte Österreichs Stahlkonzern voestalpine in den Fokus der Anleger. In einer Branchenanalyse erwarten die Marktbeobachter von Barclays ein weiteres solides Quartal, "allerdings mit einem sequenziellen Rückgang im Vergleich zum Vorquartal trotz besserer Saisonalität."

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Montag deutlich tiefer.

So rutschte der DAX bereits zum Start unter die runde Marke von 25.000 Punkten und bewegte sich auch im weiteren Verlauf tief auf rotem Terrain. Letztlich ging das deutsche Börsenbarometer mit einem Verlust von 1,34 Prozent bei 24.959,06 Punkten in den Feierabend.

Zollsorgen im Streit um Grönland haben den DAX am Montag zeitweise deutlich unter die runde Marke von 25.000 Punkten zurückgeworfen. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende wegen des Grönland-Streits angekündigt, dass für acht Länder aus Europa ab dem 1. Februar Strafzölle von 10 Prozent gelten sollen, ab dem 1. Juni Zölle dann sogar von 25 Prozent.

Die US-Zölle sollen gelten, bis ein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt werde. Betroffen von den Zöllen sind acht europäische NATO-Länder, darunter auch Deutschland. EU-Ratspräsident António Costa wird nun einen EU-Sondergipfel einberufen, womöglich am Donnerstag.

"Noch ist es Rhetorik. Noch bleiben zwei Wochen Zeit für Verhandlungen", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Es drohe aber eine noch nie dagewesene Spirale aus Zöllen, Gegenzöllen und weiteren Maßnahmen. Anders als in früheren Fällen, werde die Europäische Union diesmal wohl nicht klein beigeben, vermutet Altmann. Der Höhenflug am Aktienmarkt sei jedenfalls zunächst vorbei, auch wenn der Rückschlag zunächst überschaubar bleibe.

Das Risiko weiterer Importzölle der USA auf Einfuhren europäischer NATO-Staaten belastete vor allem die Kurse von Automobilherstellern.

WALL STREET

An den US-Aktienbörsen findet an diesem Montag wegen eines Feiertags (Martin Luther King Day) kein Handel statt.

Zuletzt war der Dow Jones bei 49.359,33 Punkten um 0,17 Prozent schwächer ins Wochenende gegangen. Der NASDAQ Composite hatte den Freitagshandel mit einem minimalen Verlust von 0,06 Prozent auf 23.515,39 Zähler beendet.

Am Wochenende hat US-Präsident Donald Trump mit 10-prozentigen Zöllen auf Importe aus mehreren europäischen Ländern gedroht. Damit will er den Druck auf Dänemark erhöhen, Grönland an die USA zu verkaufen. Dies versetzt die internationalen Märkte am Montag in Aufruhr, die US-Börsen können aber erst am Dienstag darauf reagieren.

ASIEN

Die Börsen in Fernost wiesen zum Wochenstart überwiegend rote Vorzeichen aus.

In Tokio verlor der Nikkei 225 zeitweise 0,65 Prozent auf 53.583,57 Indexpunkte.

Auf dem chinesischen Festland war letztlich eine positive Tendenz zu sehen: Der Shanghai Composite notierte 0,29 Prozent fester bei 4.114,00 Zählern.

Abwärts ging es wiederum in Hongkong: Der Hang Seng präsentierte sich mit Abgaben von 1,05 Prozent auf 26.563,90 Stellen.

Die asiatischen Börsen starteten mit einer überwiegend negativen Tendenz in die neue Handelswoche. Im Fokus standen vor allem neue Daten zum Wirtschaftswachstum in China.

Ein kräftiger Anstieg der Exporte hat Chinas Wachstum im vergangenen Jahr angetrieben. Damit trotzte die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft den Erwartungen, wonach ein Handelskrieg mit den USA das Land ausbremsen würde. Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP) expandierte im vergangenen Jahr deflationsbereinigt um 5 Prozent, wie aus den am Montag vom Nationalen Statistikamt veröffentlichten Daten hervorging. Damit erreichte Peking sein offizielles Wachstumsziel und knüpfte an das reale BIP-Wachstum von 5 Prozent aus dem Jahr 2024 an. Zu Beginn des vergangenen Jahres hatten viele Analysten erwartet, dass neue US-Zölle Chinas Ausfuhren ersticken und das Wachstum drücken würden. Stattdessen steigerte China seine Exporte in Märkte weltweit und glich damit den Rückgang im Handel mit den USA mehr als aus.

Auf die Stimmung drückten dagegen die angedrohten Zölle von US-Präsident Donald Trump, der im Zuge des Grönland-Streits insgesamt acht europäischen Ländern mit einem 10-prozentigen Zusatzzoll gedroht hat. Der Schritt hat das Zeug, ein wegweisendes Handelsabkommen zu kippen, das Trump im vergangenen Jahr mit der EU erzielt hatte und das darauf abzielt, Zölle auf viele US-Exporte zu senken. Dies schürte Sorgen vor einem erneuten Zollstreit.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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